Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Landgestüt Dillenburg

Kosten & Bedingungen

Richtlinien des Landgestüts Dillenburg für die Bedeckung/Besamung von Stuten im Jahr 2017

Die Deckzeit beginnt am 01.02.2017 und endet am 15.08.2017.

Für die Hengste in der Frischsamenübertragung gelten folgende Besamungsgelder:

Confidento 200,00 + 300,00 €
Dartagnan 200,00 + 300,00 €
Faustinus 200,00 + 300,00 €
Freddie Mercury 200,00 + 300,00 €
Prinz Shutterfly 200,00 + 300,00 €
Rosenfels 200,00 + 300,00 €
Al Ashar ox 200,00 + 300,00 €
für Reitpony-Stuten 100,00 + 200,00 €
Hesselteichs Don’t Forget Me 100,00 + 200,00 €
Champino 200,00 €
Landmesser 150,00 €

Wie im Vorjahr wird das Besamungsgeld gesplittet: Der erste Teilbetrag ist sofort abzurechnen, der zweite am 01.Oktober 2017, sofern nicht vorher eine tierärztliche Bescheinigung über Nichtträchtigkeit der Stute vorgelegt wurde.

Die Gebühren der nicht in Dillenburg stationierten Hengste Ben Kingsley und Sunny Boy S sind von der jeweiligen Hengststation veröffentlicht und direkt dort abzurechnen.

Sollte von den o. g. Hengsten kein Frischsamen lieferbar sein, behalten wir uns vor, Tiefgefriersamen einzusetzen bzw. zu versenden. Von folgenden Hengsten ist auf Anfrage TG zu erhalten: Accept, Amalfi, Ampere, Chalet, Corcovado, Don Stefano, Fuego, Logarithmus, Mohr, Rabanus, Reflektor, Robertico, Rodman, Trend und Wolkenstein.

Boxenmiete pro Tag/Stute 7,00 €
Boxenmiete pro Tag/Stute mit Fohlen 8,50 €
Versandkosten innerhalb Deutschlands Montag – Freitag 25,00 €
Versandkosten innerhalb Deutschlands Wochenende/Feiertag 100,00 €
Versandkosten Ausland  auf Anfrage

Die Deck- und Besamungsgelder beinhalten die derzeit gültige Umsatzsteuer von 7 % gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 4 UStG, ebenso die Boxenmieten und die Versandkosten als unselbständige Nebenleistungen. Bei Änderung des Steuersatzes behält sich die Gestütsleitung eine Preisangleichung vor.

Die Anrechnung von Deckgeldern bei Umbedeckungen/Besamungen während der laufenden Decksaison ist nur bei Hengsten innerhalb eines Landgestüts möglich. Dem Stutenbesitzer wird die Möglichkeit eingeräumt, nach dem Umrossen einer Stute im Einvernehmen mit dem Landgestüt Dillenburg einen anderen Beschäler zur Bedeckung/Besamung zu nehmen. Bei Inanspruchnahme eines zweiten Hengstes mit einem höheren Deckgeldsatz hat der Stutenbesitzer den Differenzbetrag zu zahlen. Bei Inanspruchnahme eines zweiten Hengstes mit niedrigerem Deckgeldsatz erfolgt keine Auszahlung, Übertragung oder weitere Anrechnung des Differenzbetrages.

Die Abgabe von Tiefgefriersperma zur Besamung außerhalb der Dillenburger Besamungsstation erfolgt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aus rechtlichen Gründen nur an andere anerkannte Pferdebesamungsstationen. Für Sendungen ins Ausland gelten die jeweils gültigen Vorschriften über die Einfuhr und den Versand von Samen. Die hier anfallenden Kosten werden gesondert in Rechnung gestellt. Aus Kapazitätsgründen ist es erforderlich, rechtzeitig die Verfügbarkeit von Transportbehältnissen abzuklären. TG-Versand ins Ausland erfolgt grundsätzlich mit uns zur Verfügung gestellten Containern.

Hinsichtlich der Vergabe von Abstammungsnachweisen für aus solcher Besamung gefallene Fohlen wird empfohlen, sich mit der jeweiligen zuständigen Züchtervereinigung in Verbindung zu setzen.

Die Abgabepreise für TG-Sperma und die Versandkosten sind im Hessischen Landgestüt zu erfragen.

Die Deckscheine Ihrer Stuten sind vor der Inanspruchnahme eines Hengstes unausgefüllt an das Hessische Landgestüt Dillenburg zu schicken. Die  Besamungsstation nimmt nur Stuten an, die offensichtlich die äußeren Merkmale der Rosse zeigen und ein gültiges tierärztliches Gesundheitsattest vorlegen können. Die Stuten können, soweit Platz vorhanden ist, im Landgestüt untergestellt werden.

Notwendige tierärztliche Leistungen werden nach vorheriger Absprache mit dem Stutenbesitzer oder seinem Beauftragten gesondert durch den Tierarzt in Rechnung gestellt. Bei einem Notfall, z. B. Verletzung oder Kolik, kann der Tierarzt auch ohne vorherige Einwilligung des Besitzers in dessen Namen beauftragt werden. Eine entsprechende Vollmacht gilt für diese Fälle als erteilt.

Stuten, die im Landgestüt untergestellt sind, müssen nach erfolgter Besamung und/oder beendeter Rosse aus Platzgründen wieder abgeholt werden. Für Stuten, die nicht innerhalb von 3 Tagen nach entsprechender Benachrichtigung abgeholt sind, muss ab dem vierten Tag der doppelte Pensionssatz entrichtet werden.

Grundsätzlich sind die vorgenannten Richtlinien nicht auf die Inanspruchnahme von Hengsten anderer Stationen übertragbar. Im Übrigen wird auf die auf der Station aushängenden und im Hengstverteilungsplan ausgedruckten Allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Dillenburg, im Januar 2017


Allgemeine Geschäftsbedingungen des Hessischen Landgestüts Dillenburg im Jahr 2017

§ 1

Bei Inanspruchnahme der Beschäler sind die Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die im Hengstverteilungsplan aufgeführten Erläuterungen bindend und verpflichtend.

§ 2

Das Landgestüt hat für die Benutzung der Beschäler die im Hengstverteilungsplan aufgeführten Deck- und Besamungssätze festgesetzt. Mit der Inanspruchnahme des Beschälers ist das Deckgeld /Besamungsgeld fällig.

Durch die Entrichtung des Deckgeldes/Besamungsgeldes für die der Besamungsstation genannten Stute wird die Berechtigung zur Benutzung der Landbeschäler nur für die laufende Decksaison für diese Stute erworben.

§ 3

Nach der Auswahl des Hengstes und Vereinbarung des Bedeckungs/Besamungstermins mit dem Leiter/ Beauftragen der Besamungsstation kann die Stute dem Beschäler zugeführt werden. Die Abstammungspapiere der Stute sind dem Deckstellenvorsteher zur Einsicht vorzulegen.

  1. Stuten dürfen erst dann gedeckt werden, wenn die Gesamtbeurteilung der vorgelegten tierärztlichen Bescheinigung dies zulässt. Die Untersuchungsbefunde eines anerkannten Untersuchungslabors sind vorzulegen.
  2. Ist die Behandlung einer Stute erforderlich, so ist der Behandlungserfolg etwa 14 Tagespäter durch eine erneute Tupferprobe zu kontrollieren. Tupferproben in den ersten 10 Tagen nach dem Abfohlen und in den ersten 10 Tagen nach der Behandlung sind ungeeignet und werden nicht anerkannt.
  3. Ausgeschlossen von der Bedeckung/Besamung sind Stuten mit Husten, sonstigen Influenzaerscheinungen oder anderen ansteckenden Erkrankungen. Ebenfalls nicht zur Bedeckung/Besamung zugelassen sind Stuten, die sichtbar geschlechtskrank oder verfohlt bzw. ihre Frucht resorbiert haben.

§ 5

Das Hessische Landgestüt Dillenburg ist berechtigt, Beschränkungen hinsichtlich der den einzelnen Beschälern zuzuführenden Stuten zu treffen. Diese besonderen Maßnahmen werden bekannt gegeben und sind vom Deckstellenvorsteher und Züchter zu beachten.

§ 6

Dem Stutenbesitzer wird die Möglichkeit eingeräumt, nach dem Umrossen einer Stute im Einvernehmen mit dem betreffenden Deckstellenvorsteher einen anderen Beschäler des Landgestüts zur Bedeckung/Besamung zu nehmen. Bei Inanspruchnahme eines zweiten Beschälers mit einem höheren Deckgeldsatz hat der Stutenbesitzer in jedem Fall den Differenzbetrag zu zahlen.

§ 7

Die Niederschlagung bzw. der Erlass des fälligen Deckgeldes/Besamungsgeldes kann auch dann nicht beansprucht werden, wenn die Stute nicht befruchtet wird oder vor der Geburt eines aus der Bedeckung/Besamung zu erwartenden Fohlens eingeht, verunglückt oder sonst wie zuchtuntauglich wird.

§ 8

Die Geburt eines Fohlens ist der Besamungsstation Dillenburg binnen 4 Wochen nach der Geburt unter Rückgabe einer Kopie des Deckscheins/Besamungsscheins anzuzeigen.

§ 9

Bei Zuführung der Stuten zu den Landbeschälern bzw. auch bei Unterstellung der Stuten im Deckstellenbereich haftet die Gestütverwaltung nicht für fahrlässig den Stuten, ihren Besitzern oder deren Beauftragten durch die Beschäler oder anderweitig zugefügte Beschädigung oder Verletzung, auch nicht für etwaig auf die Stuten übertragene Krankheitenund die daraus entstehenden Folgen.

Insbesondere wird jede Ersatzpflicht aus § 833 BGB und jede Haftung der Gestütverwaltung für leicht fahrlässiges Verhalten des Deckstellenhalters, der Gestütbediensteten und sonstiger Personen, die aus Anlass des Deckaktes bzw. Betreuung der Stuten irgendwie tätig werden §§ 278, 831 usw. BGB), ausgeschlossen.

Erfüllungsort ist der Standort der Hengste, Gerichtsstand ist Dillenburg.