Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Boden & Düngung

Dokumentation des Düngebedarfs im Herbst 2017

In der Ausgabe 29 vom 20.07.2017 des Landwirtschaftlichen Wochenblattes wurde von den neuen gesetzlichen Anforderungen der neuen Düngeverordnung berichtet. In diesem Artikel wurde auch darauf verwiesen, dass die Vordrucke zur Dokumentation der Herbstdüngung fehlen. Sie finden unter dem unten stehenden Link den Vordruck, mit dem die vereinfachte Düngebedarfsberechnung für den Herbst 2017 vorgenommen werden kann.

Denn Sie wissen, was sie tun

Wie soll die Dokumentation des Düngebedarfs im Herbst 2017 vorgenommen werden?

In dieser zum 02.06.2017 in Kraft getretenen Verordnung wird wie in der Vorgängerversion die Anfertigung einer Düngebedarfsermittlung (DBE) verlangt. Diese soll jetzt allerdings nicht nur angefertigt, sondern auch dokumentiert werden. Der Begriff der wesentlichen Nährstoffmengen wird mit  50 kg N/ha und 30 kg P2O5 definiert § 2 Nr. 10).

In den nächsten Wochen wird von den landwirtschaftlichen Betrieben die Nacherntezeit genutzt, um auf den Flächen die Wirtschaftsdünger auszubringen. Da die ausgebrachten Mengen sehr oft höher als die 50 kg Stickstoff oder 30 kg P2O5 sind, ist in solchen Fällen eine DBE durchzuführen. In der letzten Ausgabe des landwirtschaftlichen Wochenblattes wurden die Daten veröffentlicht, die der DBE zugrunde zu legen sind. Aufgrund nachträglicher Änderungen haben sich einige wenige Korrekturen ergeben. Die nachgearbeiteten Daten können Sie der Homepage des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen unter der Rubrik Pflanzenproduktion vorfinden (Pflanze/Boden und Düngung/Düngeverordnung).

Diese vereinfachte Bedarfsberechnung ist für diejenigen Kulturen anzufertigen, die vor Vegetationsende einen wesentlichen Düngebedarf haben und zu den Ausnahmen der Kernsperrfrist, jedoch allerdings befristet bis zum 01. Oktober, gehören. Zu diesen Ausnahmen gehören der Winterraps, Zwischenfrüchte, Wintergerste, Feldfutter, Erdbeeren und Beerenobst. Sollte die Wintergerste z.B. nach der diesjährigen Rapsernte angebaut werden, besteht auch für die Wintergerste kein Düngebedarf. Nach der Ernte von Zuckerrüben, Raps, Kartoffeln, Feldgemüse und Leguminosen wird generell kein Düngebedarf gesehen. Eine Düngung zu den Folgefrüchten dieser Kulturen wird mit einem Bußgeld geahndet und sind Cross Compliance relevant.

Auf dem Vordruck „Vereinfachte N-Düngebedarfsermittlung im Herbst 2017“, der auch auf der Homepage das LLH zu finden ist, können die zur Dokumentation erforderlichen Angaben vorgenommen werden. Da die DBE für jeden Schlag und/oder Bewirtschaftungseinheiten vorgenommen werden sollen, ist eine entsprechende Anzahl von Vordrucken auszufüllen (nur die relevanten Schläge). Wichtig sind die Angaben zur Höhe des Düngebedarfs in der letzten Spalte.

Von der Pflicht der Düngebedarfsermittlung, auch im Herbst, sind Betriebe befreit, die

  • weniger als 15 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaften,
  • höchstens bis zu zwei Hektar Gemüse, Hopfen, Wein oder Erdbeeren anbauen,
  • einen jährlichen Nährstoffanfall aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft von nicht mehr als 750 Kilogramm Stickstoff je Betrieb aufweisen und
  • keine außerhalb des Betriebes anfallenden Wirtschaftsdünger sowie organische und organisch-mineralische Düngemittel, bei denen es sich um Gärrückstände aus dem Betrieb einer Biogasanlage handelt, übernehmen und aufbringen.

Für die Düngungsmaßnahmen im Grünland, die noch vorgesehen sind, ist keine DBE mehr vorzunehmen, da man davon ausgeht, dass die DBE zu Vegetationsbeginn im Frühjahr vorgenommen wurde. Sollten auf Grünlandflächen nach der letzten Nutzung noch eine Düngung vorgenommen werden, ist diese bei der  im Frühjahr 2018 anstehenden Düngebedarfsermittlung zu berücksichtigen.

Die für eine Bedarfsberechnung im Frühjahr erforderlichen Angaben der Sollwerte für eine Kultur, Stickstoffnachlieferung aus den Boden, Angaben der Wirtschaftsdüngerart oder der Wirtschaftsdüngermenge entfallen bei der Dokumentation des Düngebedarfs im Herbst. Diese DBE im Herbst ersetzt allerdings nicht die DBE im Frühjahr, sondern stellt lediglich eine Ergänzung dar. Diese vereinfachte Bedarfsberechnung gilt zunächst nur für den Herbst 2017 und kann daher im folgenden Anbaujahr Änderungen unterliegen.

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