Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Boden & Düngung

Dokumentation des Düngebedarfs im Herbst 2018

Der Wettergott hat der Landwirtschaft auch in diesem Jahr einige Besonderheiten beschert und diese Besonderheiten werden nicht folgenlos bleiben. Diese an und für sich nicht neue Erkenntnis geht dieses Jahr einher mit Begleitumständen, die von einem politisch-gesellschaftlichem Umfeld geprägt sind.


Worum geht es?

Die seit dem letzten Jahr geltenden Vorschriften hinsichtlich der Ausbringung von Düngemitteln im Herbst sind hinlänglich bekannt und haben bereits letztes Jahr einige hohe Wellen geschlagen. Aus diesem Grund soll an dieser Stelle auch nur kurz auf diese Beschränkungen eingegangen werden: Es besteht ein generelles Ausbringungsverbot ab der Ernte der letzten Hauptkultur des Anbaujahres bis zum 31.01. des darauffolgenden Jahres. Ausgenommen hiervon sind Gerste (nach der Vorfrucht Getreide), Zwischenfrüchte, Raps sowie der Feldfutterbau (siehe Tabelle 2). Bei diesen Kulturen wird davon ausgegangen, dass sie bereits im Herbst einen Nährstoffbedarf entwickeln, der ggf. über eine gezielte Düngerausbringung gedeckt werden kann. Dieser Düngebedarf muss jedoch nachgewiesen werden. Bei nachgewiesenem Düngebedarf ist eine Düngung ist bis zum 01. Oktober im Ackerbau und bis zum 01. November beim Grünland zulässig. Darüber hinaus wird die Menge, die man auf einen Hektar ausbringen darf, auf 30 kg Ammoniumstickstoff oder 60 kg Gesamtstickstoff beschränkt. Der weiter untenstehenden Tabelle 1 können Sie die durchschnittlichen Nährstoffgehalte verschiedener Güllen und Stallmiste entnehmen sowie wieviel davon Sie jeweils einsetzen dürfen, um den nachgewiesenen Düngebedarf zu decken oder nicht mehr als 30 kg Ammonium oder aber nicht mehr als 60 kg Gesamtstickstoff pro Hektar auszubringen.

Die besonderen Witterungsverhältnisse diesen Jahres haben insgesamt zu verminderten Erträgen geführt. Im Schnitt liegen die Erträge, ermittelt im Rahmen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ (BEE), bei der Wintergerste sehr wahrscheinlich um 10 bis 20 % unterhalb des langjährigen Mittels. Die für die jeweilige Kultur vorgesehenen Düngermengen waren wahrscheinlich in sehr vielen Fällen für deutlich höhere erwartete Erträge gedacht. Dies führt zu deutlichen Bilanzüberhängen (Ergebnis der einfachen Subtraktionsrechnung Düngung in kg N/ha minus Abfuhr mit dem Ernteprodukt ebenfalls in kg N/ha). Es besteht nun grundsätzlich das Risiko, dass diese Bilanzüberhänge mit dem Sickerwasser aus dem durchwurzelbaren Bodenschichten ausgetragen werden können. Dieser Sachverhalt kann durch Niederschlagsereignisse, die es hoffentlich auch bald wiedergeben wird, zusätzlich weiter verstärkt werden, zumal das Zusammenspiel aus hohen Bodentemperaturen und einer ausreichenden Bodenfeuchte die Mineralisation von Stickstoff aus der organischen Substanz des Bodens weiter befeuern wird.

Dieses oben beschriebene Faktorengefüge sollte bei der Planung einer Ausbringung von organischen Düngern unbedingt mit bedacht werden. Der Düngebedarf sollte so bemessen werden, dass er die wahrscheinlich höheren Stickstoffgehalte im Boden berücksichtig. Dies wird in einigen veredlungsstarken Betrieben recht sicher nicht unerhebliche organisatorische Schwierigkeiten verursachen. Diese Betriebe müssen sich der Herausforderung stellen, Möglichkeiten zu finden, einen entsprechenden Bedarf im Ackerbau zu generieren. Welche Alternativen also bieten sich für solche Betriebe hier an:

  1. Anbau von Futterzwischenfrüchten mit einer hohen Aufwuchsleistung und einer Nutzung noch in 2018,
  2. Integration von Zwischenfrüchte in die Fruchtfolge, die einen hohen Nährstoffbedarf aufweisen, was in diesem Falle aber auch heißt, keine leguminosenhaltigen Mischungen zu verwenden,
  3. Zwischenfrüchte mit hoher Aufwuchsleistung, wie Ölrettich, Senf etc. (sofern es die Fruchtfolge erlaubt) einsetzen,
  4. möglichst früher Aussaattermin der Futter- und/oder Zwischenfrüchte, um diesen einen entsprechenden Aufwuchs zu ermöglichen sowie schließlich
  5. eine möglichst frühe Rapsaussaat (mit den dafür geeigneten Sorten und unter Berücksichtigung phytosanitärer Aspekte).

Diese Maßnahmen sollen eine bestmögliche Stickstoffaufnahme gewährleisten. Sollte eine eben solche jedoch, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sein, müssen andere Wege gefunden werden, die Verwertung des organischen Düngers dem zu erwartenden Nährstoffbedarf anzupassen. Hierzu gehören dann sicherlich auch die Möglichkeiten, wirtschaftseigenen Dünger abzugeben oder z.B. zu separieren.

Ob und wieviel Stickstoff auf einem bestimmten Standort einem Feldfutter oder einer Zwischenfrucht zur Verfügung gestellt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Es obliegt dem Landwirt, dies richtig einzuschätzen. Dabei sollten insbesondere folgende Aspekte Berücksichtigung finden:

  1. Die Witterungsverhältnisse (Temperatur und Bodenfeuchte),
  2. der Düngebedarf der Zwischenfrucht (Leguminosenanteil!) oder des Feldfutters, beziehungsweise der Wintergerste oder des Winterrapses,
  3. der Verbleib oder die Abfuhr der Erntereste,
  4. die Art und Häufigkeit der organischen Düngung sowie
  5. die Stoppelbearbeitung beziehungsweise die Aussaat (Mulch/Pflug)

Der Landwirt hat auch jetzt im Herbst 2018 vor dem Ausbringen von stickstoff- und phosphorhaltigen Düngemitteln eine vereinfachte Düngebedarfsermittlung zu erstellen. Mit dem Download am Ende dieser Webseite ist eine Vorlage hierfür beigefügt. Diese vereinfachte Düngebedarfsermittlung ist erstellt auf Grundlage der Empfehlungen des Verbandes der Landwirtschaftskammern (VLK) sowie den Vorgaben, die der novellierten Düngeverordnung zu entnehmen sind. Der Tabelle 3 sind die Verbotszeiträume, in denen das Ausbringen von bestimmten Düngern verboten ist, ergänzend zu entnehmen. Um eine genaue Mengenkalkulation vornehmen zu können, das heißt zu ermitteln, wieviel einer Gülle, eines Stallmistes oder eines anderen organischen Düngemittels ausgebracht werden soll, gehört natürlich untrennbar die Kenntnis um die Nährstoffgehalte des betreffenden Düngers. Es empfiehlt sich, regelmäßig Proben zu ziehen, um jeweils aktuelle Analyseergebnisse vorliegen zu haben. Sollte dies aus einen bestimmten Grund jedoch nicht möglich sein, so gibt die Tabelle 1 Auskunft darüber, mit welchen Nährstoffgehalten man ungefähr rechnen sollte. Hier sind die Mittelwerte sämtlicher Untersuchungsergebnisse seit mehr als 15 Jahren am Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) angegeben. Darüber hinaus enthält die Tabelle 1, wie im Hinweis bereits oben erwähnt, Mengenangaben über die maximal auszubringende Menge eines bestimmten organischen Düngers, in Abhängigkeit von der 30 kg/ha Ammonium-N oder 60 kg/ha Gesamt-N-Grenze.

Schließlich wurde insbesondere über die in dem Formular zur „DBE“ im Download auf dieser Webseite enthaltenen Angaben zur langjährigen organischen Düngung im letzten Jahr viel diskutiert. Dabei ist der Sachverhalt, dass regelmäßig mit organischen Düngern versehene Flächen mehr Stickstoff nachliefern als Flächen, auf denen keine organischen Dünger appliziert wurden, unstrittig. Daher sollte diesem Umstand, auch wenn dieser der Düngeverordnung nur mittelbar zu entnehmen ist, jedoch den allgemeinen Grundsätzen der guten fachlichen Praxis der Düngung entspricht, bei einer Düngebedarfsermittlung unter fachlichen Gesichtspunkten unbedingt Rechnung getragen werden. Die Höhe der Nachlieferung an Stickstoff aus dem Bodenvorrat abschätzen zu können ist die hohe Kunst des Landwirtes, der damit nicht nur über seine wirtschaftliche Situation, sondern auch über die Umweltverträglichkeit seiner Arbeit entscheidet. In der Tabelle 4 sind Entscheidungshilfen aufgeführt, wie die Stickstoff-Bodennachlieferung aus der organischen Düngung abzuschätzen ist und wie eine Bewertung der Nährstoffbilanz umgesetzt werden könnte. Ein Beispiel ist in dem untenstehenden Download hierzu in den letzten beiden Zeilen dargestellt.

 

Tabelle 1: Nährstoffgehalte organischer Düngemittel

zusammengestellt von C. Bernhard aus dem Datenbestand des LHL Kassel-Harleshausen
Datenbestand bis einschließlich 2015,
rechtlich begrenzende Ausbringmengen sind grau hinterlegt

Güllen a) TS Ges.-N NH4-Nb) max. Ausbringmengen im Herbst Grenzen P2O5 K2O MgO S
      30 kg
NH4-N
60 kg
Ges-N
       
  % kg/m3 kg/m3 m3 m3 kg/m3 kg/m3 kg/m3 kg/m3
Rindergülle 8,3 3,7 2,2 13,6 16,2 1,6 4,3 1,0 0,4
Milchviehgülle 8,9 3,6 2,0 15,0 16,7 1,8 4,1 0,4
Jungvieh/Bullengülle 7,2 3,4 1,8 16,7 17,6 1,4 3,8
Schweinegülle 4,1 4,4 3,5 8,6 13,6 2,2 2,7 0,9 0,3
Sauen/Ferkelgülle 2,9 2,9 2,5 12,0 20,7 1,6 1,9 0,2
Mischgülle 6,8 3,9 2,5 12,0 15,4 1,9 4,0 0,4
Biogasgülle 6,9 4,7 3,5 8,6 12,8 1,9 4,9 0,8 0,5
Biogasgülle, flüssig 4,9 6,7 4,6 6,5 9,0 0,9 3,0 0,4 0,4
Geflügelmiste a) TS Ges.-N NH4-N b) max. Ausbringmengen im Herbst Grenzen P2O5 K2O MgO S
        30 kg
NH4-N
60 kg
Ges-N
       
  % kg/dt kg/dt dt dt kg/dt kg/dt kg/dt kg/dt
Geflügelmist <45% TS 43,4 2,1 0,2 150,0 28,6 1,0 1,1 0,4 0,2
Geflügelmist >45% TS 45,4 2,2 0,5 60,0 27,3 1,9 2,2 0,7 0,3
Biogasgülle, fest 22,9 0,8 0,1 300,0 75,0 0,7 0,3 0,3 0,2
Klärschlamm flüssig a) TS Ges.- N NH4-N b) max. Ausbringmengen im Herbst Grenzen P2O5 K2O MgO S
        30 kg
NH4-N
60 kg
Ges-N
       
  % kg/m3 kg/m3 m3 m3 kg/m3 kg/m3 kg/m3 kg/m3
Klärschlamm, 0-5 % TS 2,8 1,3 0,4 75,0 46,2 1,3 0,2 0,3 0,2
Klärschlamm, 5-10% TS 6,6 1,8 0,4 75,0 33,3 1,9 0,3 0,7 0,5
Klärschlamm, 10-20% TS 15,9 7,5 0,7 42,9 8,0 5,2 0,7 1,5 1,2
Klärschlamm fest a) TS ges. N NH4-N b) max. Ausbringmengen im Herbst Grenzen P2O5 K2O MgO S
        30 kg
NH4-N
60 kg
Ges-N
       
  % kg/dt kg/dt dt dt kg/dt kg/dt kg/dt kg/dt
Klärschlamm, 20-30% TS 24,5 1,0 0,2 150,0 60,0 1,6 0,1 0,3 0,2
Klärschlamm, 30-40% TS 33,9 0,8 0,1 300,0 75,0 1,5 0,1 0,4 0,2
Klärschlamm, 40-80% TS 42,4 0,8 0,1 300,0 75,0 1,0 0,1 0,4 0,3
Klärschlamm, > 80% TS 95,9 3,6 0,6 50,0 16,7 7,8 0,3 0,9 1,0

Anmerkung:
a) Mediane aus Analysenanzahl n > 10
b) NH4-N Werte bis 2012

 

Tabelle 2: Verbotszeiträume

für die Aufbringung für ausgewählte N-haltige Düngemittel und Kulturen nach der Ernte der Hauptfrucht (nach DüV § 6 (8))
0 = keine Düngung zulässig

Kultur Mineralischer Dünger Organisches Düngemittel
Stallmist von Huf- und Klauentieren Güllen Geflügelmist Komposte Klärschlämme
Weizen 0 15.12. – 15.01. 0 0 15.12. – 15.01. 0
Gerste mit Getreidevorfrucht 01.10. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.10. – 31.01. 01.10. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.10. – 31.01.
Gerste mit

sonstiger Vorfrucht

0 15.12. – 15.01. 0 0 15.12. – 15.01. 0
Roggen 0 15.12. – 15.01. 0 0 15.12. – 15.01. 0
Triticale 0 15.12. – 15.01. 0 0 15.12. – 15.01. 0
Winterraps 01.10. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.10. – 31.01. 01.10. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.10. – 31.01.
mehrjähriger Feldfutterbau

(Aussaat bis 15.05.)

01.11. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.11. – 31.01. 01.11. – 31.01. 15.12. – 15.01. 0
Feldfutterbau (Aussaat zwischen dem 15.05. und dem 15.09.) 01.10. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.10. – 31.01. 01.10. – 31.01. 15.12. – 15.01. 0
Zwischenfrucht* 01.10. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.10. – 31.01. 01.10. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.10. – 31.01.
Grünland/

Dauergrünland

01.11. – 31.01. 15.12. – 15.01. 01.11. – 31.01. 01.11. – 31.01. 15.12. – 15.01.

* = Ausnahme: Wenn die zweite Hauptfrucht für eine Futternutzung im Anbaujahr geplant ist, gilt der Verbotszeitraum erst ab der Ernte.

 

Tabelle 3: Maximal zulässige Mengen

NH4-N und Gesamt-N nach der Ernte der letzten Hauptfrucht angegeben jeweils in Bezug auf einen Hektar (nach DüV § 6 (9))

Kultur mineralischer Dünger Organischer Dünger
Stallmist von Huf- und Klauentieren Güllen Geflügel-miste Komposte Klärschlämme
Gerste Getreidevorfrucht 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

0 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N *

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

Winterraps 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

0 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N *

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

mehrjähriger Feldfutterbau

(Aussaat bis zum 15.05.)

0 0 0 0 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N *

Feldfutterbau (Aussaat zwischen dem 15.05. und dem 15.09.)1) 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

0 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N *

Zwischenfrucht 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

0 30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N 2)

30 kg NH4-N

60 kg Ges.-N

Grünland/

Dauergrünland

0 0 0 0 510*

1) bei einer Nutzung im Ansaatjahr kann nach Bedarf gedüngt werden;

2) =  510 kg N/ha = Gesamtmenge für drei Jahre

– = keine Anwendung zulässig

0 = Mengenbeschränkung durch ermittelten und aufgezeichneten Düngebedarf

 

Tabelle 4: Orientierungshilfe

zur Bewertung der Effekte des N-Saldo und der N-Bodennachlieferung aus org. Düngung in: keine; niedrig; mittel ;hoch

Effekte des N-Saldo N-Bodennachlieferung aus org. Düngung
N-Saldo (kg N/ha) Einteilung kg N/ha und Jahr aus org. Düngung im Schnitt der vergangenen 3 Jahre
(kg Norg../ha und Jahr)
Einteilung
0 – 30 keine <30 keine
20 – 40 niedrig 31 – 60 niedrig
41 – 60 mittel 61 – 100 mittel
>61 hoch >100 hoch

 

Tabelle 5: Empfehlung zur Herbstdüngung:

Kulturen mit einem Düngebedarf (auf Basis VLK Empfehlung)

Kultur Vorfrucht2) langjährige organische Düngung Erntereste der Vorfrucht Empfehlung
kg N/ha Bemerkung
Winterraps ja keine N Düngung notwendig
nein Abgefahren 40
Verblieben 60
60 bei Mulch oder Direktsaat, unabhängig von Vorfrucht, org. Düngung oder Verbleib von Ernteresten
Wintergerste Getreide ja keine N Düngung notwendig
nein Abgefahren 20
Verblieben 40
Wintergerste alle anderen Vorfrüchte keine N Düngung notwendig
Ackergras/

Feldfutter

ja Keine Düngung notwendig

Bei Aussaat nach dem 15.09.

nein Nutzung im Anbaujahr: N-Düngung nach Bedarf, Einschränkungen zur Düngung nach der Ernte der Hauptfrucht gelten nicht
40 – 60 Nutzung im Folgejahr: Aussaat bis 30.08
30 – 40 Nutzung im Folgejahr: Aussaat vom 01.9. bis 15.09.
Zwischen-früchte1) o. Leguminosen) nein 40 – 60
Zwischen-früchte1) o. Leguminosen) ja 20
Zwischen-früchte (>70% Leguminosen) nein keine N Düngung notwendig
Zwischen-früchte (>70% Leguminosen) ja keine N Düngung notwendig

1) eine Zwischenfrucht nach Ernte und vor einer Winterung im Aussaatjahr der Zwischenfrucht entwickelt nach einer ausreichend langen Vegetationszeit einen Düngebedarf,

2)ein Düngebedarf im Herbst nach den Hauptkulturen Mais, Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln, Feldgemüse und Leguminosen besteht grundsätzlich nicht (Aussage VLK Arbeitspapier)

Fazit

Die Ausbringung von organischen Düngemitteln im Herbst wird durch die Regelungen stark reglementiert. Die Nährstoffmenge die über ein organisches Düngemittel ausgebracht werden soll, muss stark an den Nährstoffbedarf der Kultur angelehnt sein. Eine Anbauplanung muss diesen Bedarf im Herbst mitberücksichtigen. Aufgrund des bisherigen Ernteverlaufs und bei entsprechender Witterung kann es zu hohen Gehalten an pflanzenverfügbarem Stickstoff kommen, der mit geeigneten Maßnahmen weitestgehend in der durchwurzelbaren Bodenzone gehalten werden sollte. Die Möglichkeit eine entsprechende Dokumentation vornehmen zu können, ist durch den unten stehenden Download gegeben.

 

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