Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Boden & Düngung

Häufig gestellte Fragen zur neuen Düngeverordnung

Die Novellierung der Düngeverordnung in 2017 hat eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Viele Regelbereiche haben einen Interpretationsspielraum. Die Pflanzenbauberater des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH) haben die am häufigsten gestellten Fragen zusammengetragen.

In dem folgenden Dokument können sie Antworten auf diese Fragen, geordnet nach den Paragraphen der Verordnung, nachlesen. Bei weiteren Fragen und Problemen zögern Sie nicht die Pflanzenbauberater zu kontaktieren!

Paragraph 3 und 4: Düngebedarfsermittlung (DBE)

1. Wann ist die DBE anzufertigen?

  1. Die DBE ist vor der ersten Düngung jeder Kultur anzufertigen, sofern während des Düngejahres mehr als 50 kg N oder 30 kg P2O5 je Hektar aufgebracht werden.
  2. Die DBE ist für jeden Schlag oder für jede Bewirtschaftungseinheit (gleiche Standortverhältnisse, einheitliche Bewirtschaftung und mit der gleichen Pflanzenart bestellt sind) anzufertigen.
  3. Die DBE ist im Jahr der Ernte der Kultur vollständig zu erstellen. Für Kulturen, die erst im folgenden Kalenderjahr geerntet werden, sowie für Zwischenfrüchte, gilt für die Stickstoffdüngung im Herbst ein vereinfachtes DBE-Verfahren.
  4. Für eine Stallmistdüngung von Huf- und Klauentieren sowie Kompost ist im Herbst derzeitig keine DBE notwendig, da der Stickstoff in diesen Düngern zu einem hohen Anteil organisch gebunden ist.

2. Welcher Nmin bzw. SBA-Wert muss bei der DBE angenommen werden? Ein Eigener, der hessenweite Durchschnitt oder ein regionaler Wert?

  1. Der Nmin-/SBA-Wert kann durch Analyse der Proben von selbst bewirtschafteten Flächen ermittelt werden oder aus den Veröffentlichungen der Werte des Referenzflächen-Programms des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen übernommen werden.
  2. Der Nmin-/SBA-Wert ist in voller Höhe abzuziehen.
  3. In Wasserschutzgebieten und WRRL-Maßnahmenräumen gelten ggf. andere Regelungen.
  4. Liegen zum Zeitpunkt der DBE noch keine aktuellen Nmin-/SBA-Werte vor, können die langjährigen Nmin-/SBA-Werte bei der Berechnung berücksichtigt werden. Langjährige Durchschnittwerte werden vom LLH bekannt gegeben. Sobald Nmin-oder SBA-Werte des aktuellen Jahres vorliegen, muss der Nmin-/SBA-Wert aktualisiert werden.
  5. Die Nmin Bodenproben müssen kulturartenspezifisch gezogen werden.
  6. Repräsentative Nmin-Proben von der eigenen Fläche geben am ehesten Auskunft über die tatsächlich im Boden vorhandene Stickstoffmenge.

3. Welche Flächen oder Betriebe sind von den Aufzeichnungspflichten befreit?

A. Flächen:

  1. auf denen nur Zierpflanzen oder Weihnachtsbaumkulturen angebaut werden, Baumschul-, Rebschule-, Strauchbeeren- Baumobstflächen, nicht im Ertrag stehende Dauerkulturflächen des Wein- oder Obstbaus sowie Flächen, die der Erzeugung schnellwüchsiger Forstgehölze zur energetischen Nutzung dienen,
  2. Flächen mit ausschließlicher Weidehaltung mit bei einem jährlichen Stickstoffanfall (Ausscheidung) aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft von bis zu 100 Kilogramm Stickstoff je Hektar, wenn keine zusätzliche Stickstoffdüngung erfolgt

B. Betriebe:

  1. Betriebe die auf keinem Schlag wesentliche Nährstoffmengen an Stickstoff (50 kg N/ha) oder Phosphat (30 kg P2O5/ha) mit Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten, Pflanzenhilfsmitteln oder Abfällen zur Beseitigung nach § 28 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes aufbringen,
  2. Betriebe, die

a. weniger als 15 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaften (abzüglich der unter A. genannten Flächen),

b. Höchstens bis zu zwei Hektar Gemüse, Hopfen, Wein und Erdbeeren anbauen,

c. Nicht mehr als 750 kg N aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft je Betrieb und Jahr aufweisen und

d. keine außerhalb des Betriebes anfallenden Wirtschaftsdünger sowie organischen und organisch-mineralischen Düngemittel, bei denen es sich um Gärrückstände aus dem Betrieb einer Biogasanlage handelt, übernehmen und aufbringen.

4. Zählen Tiere, die nicht aus dem eigenen Betrieb sind (z.B. Pensionsrinder), bei der 750 kg Grenze (§ 8 Absatz 2; Frage 3) mit oder nicht?

  1. Ja, die Tiere werden bei der 750 kg Regelung mitberücksichtigt, da Pensionsrinder im Betrieb aufgenommen werden und dann zum Betrieb gehören!

5. Müssen Betriebe, die weniger als 15 ha landwirtschaftlicher Fläche bewirtschaften, auch Bodenproben auf Phosphorgehalt untersuchen lassen?

  1. Es besteht eine generelle Untersuchungspflicht für Schläge ab einem Hektar Größe. Allerdings sind Flächen und Betriebe von der Aufzeichnungspflicht ausgenommen, die unter die Antwort zu Frage 3 fallen.

6. Reicht für Phosphor der Bodenuntersuchungsbefund als Nachweis für die Düngebedarfsermittlung aus?

  1. Ja, hierzu ist allerdings eine Angabe notwendig, die über die Fruchtfolge und das Ertragsniveau im Betrieb informiert und auf dieser Grundlage eine Düngeempfehlung für P auf dem Befund ausgewiesen wurde.

7. Wie lange sind Analyse-Ergebnisse, z.B. Stickstoffgehalte von Wirtschaftsdüngern und Gärresten, die im eigenen Betrieb anfallen und verwendet werden, gültig?

  1. Für die Ermittlung der Nährstoffgehalte für Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft und für Gärreste können auch Faustzahlen verwendet werden. Allerdings kann die Empfehlung gegeben werden, eine repräsentative Analyse in jedem Jahr bzw. bei erheblichen Änderungen, z.B. der Fütterung oder dem Tierbesatz, vorzunehmen.

8. Welche Werte müssen für die Stickstoffausnutzung von Düngern im Jahr der Ausbringung berücksichtigt werden?

  1. Bei mineralischen Düngern ist die darin enthaltene Stickstoffmenge in voller Höhe anzusetzen. Bei organischen Düngern ist der verfügbare Stickstoff oder der Ammoniumstickstoff, mindestens aber der jeweilige Wert nach Anlage 3 der Düngeverordnung anzurechnen (Beispiel Rindergülle 50 %).
  2. Bei eigenen Analysen ist der wasserlösliche Anteil (NH4) zu berücksichtigen. In der Regel liegen diese Werte über den Werten der Anlage 3 der DüV.
    Beispiel: Biogasgülle mit einem Gesamt-N-Gehalt von 4,7 kg/m3 und einem NH4 Anteil von 3,5 kg/m3 entspricht einem Anteil von 74% wasserlöslichen und damit pflanzenverfügbaren N Anteil. Liegt der Ammonium Anteil unterhalb des Wertes aus der Anlage 3, gilt die Mindestwirksamkeit aus Anlage 3.

9. Wie muss eine Herbstdüngung zu z.B. Winterraps (keine Zwischenfrucht) im Frühjahr bei der Düngebedarfsermittlung berücksichtigt werden?

  1. Die im Vorjahr auf diesem Schlag erfolgte organische Düngung, die sowohl im Frühjahr und/oder im Herbst erfolgt ist, ist mit 10 % des Gesamt-N in der DBE anzurechnen.
  2. Die mineralische Herbstdüngung wird derzeitig nicht berücksichtigt, da die N-Bedarfswerte nach Anlage 4 Tabelle 2 der DüV den Bedarf im Frühjahr darstellen.

10. Wie sind für Ackerkulturen die eigenen Ertragswerte bzw. die Ertragsdifferenz bei der Düngebedarfsermittlung nachzuweisen?

  1. Der Ertrag kann nicht nachgewiesen werden. Im Kontrollfall muss das Ertragsniveau allerdings in Abhängigkeit des Standortes plausibel sein. Insbesondere bei Marktfrüchten wie Raps, Mais und Zuckerrüben, kann anhand der Buchführung ein Nachweis der Verkäufe erfolgen.
  2. Die Ertragsdifferenz ergibt sich aus der Differenz des eigenen Ertragsniveaus und der Ertragsniveau-Werte der Anlage 4 Tabelle 2.

11. Die Ertragsermittlung auf Grünland und damit die DBE auf Grünland ist sehr schwierig, weil eine Verwiegung des Ernteproduktes selten stattfindet und im Vorfeld eine Nutzungshäufigkeit durch Witterungseinflüsse bestimmt wird. Wie sind jährliche Ertragseinbußen durch Trockenheit zu berücksichtigen und zu dokumentieren? Wie soll/muss der Ertrag nachgewiesen werden? Besonders bei Futternutzung?

  1. Hier gilt das gleiche wie für Ackerland. Die Erträge müssen plausibel erscheinen und sind dabei nicht zu überschätzen.
  2. Verweis an die Anlage 4 Tabelle 9 und die darin enthaltenen Nutzungshäufigkeiten und Erntemengen.
  3. Wird der Ertrag vom Grünland zu hoch eingeschätzt, entstehen N-Verluste die den Kontrollwert des Nährstoffvergleichs erhöhen.

12. Wie soll/kann ein witterungsbedingt (durch äußere Umstände) höherer Ertrag in der Düngebedarfsermittlung nachgewiesen und dadurch der errechnete Bedarf nach oben korrigiert werden?

  1. Ein individueller Nachweis ist ausreichend und muss bei evtl. Kontrolle plausibel erscheinen (gegebenenfalls auf Wetterdaten verweisen).
  2. Der höhere Düngebedarf muss entsprechend dokumentiert werden (Die DBE ist mit dem korrigierten Wert erneut zu erstellen).
  3. In Hessen gibt es keine allgemein gültigen regionalen Empfehlungen.
  4. Falls weniger geerntet wird als erwartet, muss die Düngebedarfsermittlung nicht neu erstellt werden.

13. Wie ist die Düngewirkung aus Cut and Carry Verfahren (Luzerne/Kleegras) zu berücksichtigen?

  1. Hier werden Werte nachgeliefert.

14. Muss für eine Fläche, mit ausschließlicher Weidehaltung, eine DBE erstellt werden?

  1. Die Nutzung des Grünlandes ist grundsätzlich unerheblich. Wenn der Fläche wesentliche Nährstoffmengen an N oder P zugeführt werden sollen, ist eine DBE für den Nährstoff durchzuführen. Für reine Weideflächen kann eine Befreiung von der schriftlichen Aufzeichnungspflicht bestehen, wenn nicht mehr als 100 Kilogramm Stickstoff aus tierischer Ausscheidung je Hektar anfallen und keine zusätzliche N-Düngung erfolgt.

Paragraph 5: Besondere Vorgaben für die Anwendung von stickstoff- und phosphathaltigen Düngemitteln

15. Wieviel N darf außerhalb der Sperrfrist aufgebracht werden, wenn der Boden nachts gefriert und die Befahrbarkeit gegeben ist?

a. Es dürfen maximal 60 kg N/ha* (Ausbringungsverluste können berücksichtigt werden) ausgebracht werden, wenn folgende Bedingungen gegeben sind:

  1. der Boden durch Auftauen am Tag der Aufbringung aufnahmefähig wird, *
  2. kein Abschwemmen von der Fläche zu besorgen ist,
  3. im Herbst eine Winterkultur oder Zwischenfrucht eingesät wurde, die eine Pflanzendecke ausgebildet hat und
  4. anderenfalls Strukturschäden zu befürchten sind.

Aufbringung bei vorhandener Pflanzendecke:

  • Abgestorbener Zwischenfruchtbestand mit anschließender Einarbeitung (abgefrorene Haupt- und Zwischenfrüchte, die im Herbst ausgesät wurden, gelten als Pflanzendecke, nicht jedoch als bestelltes Ackerland. Daher besteht eine Einarbeitungspflicht).
  • Auf Flächen mit einem Pflanzenbestand mit einem Nährstoffbedarf (z.B. Weizen, Gerste, Raps).

b. Dies gilt nicht nur für N und P aus organischen Dünger, sondern auch für mineralische N- und P-Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel und schließt somit auch stabilisierte N-Düngemittel ein

*Ausnahme gibt es:

Bei Festmist von Huf und Klauentieren und Kompost darf auch mehr als 60 kg N/ha aufgebracht werden und der Boden muss nicht am Tag der Aufbringung auftauen. Die Regelungen, dass der Boden eine Pflanzendecke trägt, keine Abschwemmungsgefahr besteht und andernfalls Strukturschäden zu befürchten sind, sind jedoch einzuhalten.

Definition:

Wassergesättigt

Ein Boden gilt als wassergesättigt, wenn der gesamte Porenraum wassergefüllt ist. Dies ist insbesondere daran erkennbar, dass auf freier, ebener Fläche (nicht Fahrspuren) Wasserlachen sichtbar sind oder beim Formen des Bodens (außer Sand) Wasser austritt oder die Befahrbarkeit bei frostfreiem Boden nicht möglich ist.

Gefrorener Boden

Ein Boden wird nicht aufnahmefähig im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 1, wenn er am Tag der Aufbringung nach dem Auftauen wassergesättigt ist.

Es ist zu empfehlen, durch entsprechende Wetterdaten nachzuweisen, dass der Boden im Verlauf des Tages aufnahmefähig werden konnte (z.B. Wetterfax, Internetangebot, DWD-Daten).

16. Was heißt schneebedeckt?

  1. Als schneebedeckt gilt ein Boden, dessen Oberfläche durch Schneeauflage nicht mehr zu erkennen ist. Schneebedeckte Teilflächen eines Schlages sind somit bei der Aufbringung auszunehmen.
  2. Sollte an einem Waldrand, einer Hecke oder auf einzelnen Stellen noch Schnee liegen, müssen diese Flächenteile ausgespart werden. Der Rest der Fläche darf gedüngt werden, wenn die unter Frage 13 gestellten Bedingungen erfüllt sind.

Paragraph 6: Zusätzliche Vorgaben für die Anwendung von bestimmten Düngemitteln; Herbstdüngung und Sperrfristen

17. Wie ist Festmist definiert?

  1. Definition steht im Düngegesetz Festmist (§2 Nr. 3): Wirtschaftsdünger aus tierischen Ausscheidungen, auch mit Einstreu, insbesondere Stroh, Sägemehl, Torf oder anderes pflanzliches Material, das im Rahmen der Tierhaltung zugefügt worden ist oder mit Futterresten vermischt ist, dessen Trockensubstanzgehalt 15 vom Hundert übersteigt.

18. Gilt separierte Gülle als Festmist oder Gülle?

  1. Gülle bleibt Gülle, auch wenn sie behandelt oder separiert wurde.
  2. Gärreste bleiben Gärreste, auch wenn sie behandelt oder separiert werden.
  3. Abgepresste Gärreste oder Güllen können nur dann zu Stallmist werden, wenn sie als Einstreumaterial genutzt werden.

19. Wenn einem Mist von Huf- und Klauentieren (HuKT) ein Teil Hühnertrockenkot (HTK) zugemischt wird, gilt dieses Gemisch dann als HTK oder noch als Mist von Huf- und Klauentieren?

  1. Es gilt immer die schärfere Regel. Das heißt, wenn einem Mist von Huf- und Klauentieren HTK zugemischt wurde, gilt dieser Mischmist nicht mehr als Mist von HuKT.
  2. Zu § 6 Abs. 1: hierfür gilt, eine Mischung von Stallmist von Huf- und Klauentieren und z.B. HTK wird zu einem Mischmist der, der Einarbeitungspflicht von vier Stunden unterliegt, da er nicht mehr ausschließlich von Huf- und Klauentieren stammt!

20. Wie werden Mischungen verschiedener org. Dünger (Kompost, HTK, Kaninchenmist) bei der 30/60-Regelung im Herbst bewertet?

  1. Die schärfere Regel gilt immer! (Siehe Frage 19)

21. Wenn mit Separierter Gülle eingestreut wird (Tiefstreustall), handelt es sich dann um Festmist nach dem Misten, oder bleibt das Gülle?

  1. Dann wird diese Mischung zu Festmist.

22. Wie aktuell muss eine Analyse von Mist oder Gülle sein, damit sie anerkannt wird?

  1. So lange in der Fütterung, in der Tierartenzusammensetzung des Betriebes oder die Zusammensetzung der Gärsubstratanteile nichts Gravierendes geändert wurde, muss nicht jedes Jahr eine Analyse gemacht werden. Sollte sich jedoch etwas ändern, empfiehlt es sich eine neue Analyse durchführen zu lassen.

23. Worin liegt der Unterschied zwischen einer Zwischenfrucht und einer Zweitfrucht?

  1. Eine Zweitfrucht wird im Jahr der Ansaat noch beerntet.
  2. Eine Zwischenfrucht wird nicht geerntet und steht in den meisten Fällen über den Winter hinweg auf der Fläche.

24. Wie und wann darf Winterroggen, der im Frühjahr nicht geerntet, sondern eingearbeitet wird, gedüngt werden?

  1. Der Winterroggen ist in diesem Fall eine Zwischenfrucht, weil er nicht geerntet wird. Er darf im Herbst mit 30 kg NH4/60 kg Nges je Hektar gedüngt werden, wenn er bis zum 15. September gesät wurde. Wird er später gesät, greift die Sperrfrist und er darf im Herbst nicht gedüngt werden. (Stand: 09.04.2018)

25. Muss für eine Zweitfrucht ebenfalls eine Düngebedarfsermittlung vorgenommen werden?

  1. Eine Zweitfrucht darf in Höhe des Düngebedarfs gedüngt werden, da in dem Jahr der Ansaat noch eine Nährstoffabfuhr ansteht. Eine Düngung der Zweitfrucht darf nur nach vorheriger Bedarfsermittlung stattfinden!
  2. Liegen zum Zeitpunkt der ersten Düngungsmaßnahme keine Nmin Werte von repräsentativen Flächen oder Standorten vor, muss der Landwirt selbst eine Nmin Probe ziehen, um den pflanzenverfügbaren Stickstoffgehalt zu ermitteln.
  3. Beim Zweitfruchtanbau gilt die 30/60 Regelung nicht!

26. Gibt es Standzeiten für eine Zwischenfrucht die eingehalten werden müssen?

  1. Nein, in der Düngeverordnung werden keine festen Zeiträume genannt, in der die Zwischenfrucht auf der Fläche stehen muss.
  2. Aus pflanzenbaulicher Sicht, sollte eine Zwischenfrucht jedoch ca. 8 Wochen auf der Fläche stehen, damit sich ein ausreichend gut entwickelter Bestand bilden kann, der die zur Verfügung gestellten Nährstoffe auch aufnehmen kann. Damit ist der anzustrebende Gleichklang zwischen Bedarf und Zufuhr von Nährstoffen gewährleistet.

27. Muss der Leguminosenanteil in einer Zwischenfruchtmischung bei der Berechnung des N-Bedarfs berücksichtigt werden?

  1. Nach der Düngeverordnung muss auch bei der Düngung der Zwischenfrucht ein Nährstoffbedarf nachgewiesen werden.
  2. Die Aussaat von Leguminosen oder Leguminosenmischungen bewirkt immer eine Fixierung des Luftstrickstoffes im Boden.
  3. Ziel des Leguminosenanbaus ist die Sammlung von Luftstickstoff und macht damit eine Düngung des Bestandes in der Regel unnötig.

28. Muss eine Zwischenfrucht gezielt ausgesät werden?

  1. Ziel ist es einen Zwischenfruchtbestand zu etablieren, der Nährstoffe im wesentlichen Umfang aufnehmen kann.
  2. Ausfallgetreide oder Ausfallraps gelten nicht als Zwischenfrucht.
  3. Eine Drillsaat garantiert in der Regel gute Zwischenfruchtbestände (bei entsprechender Witterung).

29. Darf eine N-Düngung in stehende Bestände erfolgen?

  1. Die Düngung auf Ackerland muss im Herbst bis zum 1.10. abgeschlossen sein, wenn Wintergerste bis 01.10. oder Zwischenfrüchte, Feldfutter und Winterraps bis 15.09. gesät wurden.
  2. Um die Nährstoffe jedoch so effizient wie möglich einzusetzen, empfiehlt es sich die organische Düngung vor der Saat auszubringen und unverzüglich einzuarbeiten.
  3. Eine N-Düngung von z.B. blühenden Senf- oder Ölrettichbeständen ist ordnungswidrig, da das Massenwachstum beendet ist und kein Stickstoffbedarf mehr besteht.

30. Wie ist der Stickstoff-Düngebedarf (§ 6 Abs. 9) im Herbst definiert?

  1. Der Herbstbedarf wird in den Empfehlungen, der dafür zuständigen Länderdienststelle (LLH), näher beschrieben und veröffentlicht.
  2. Es gibt keine fixen Bedarfswerte für die Herbstdüngung. Grundsätzlich gilt die 30/60er-Regelung. Der Bedarf sollte nach den folgenden Bedingungen angepasst werden.
  1. Erntereste der Getreidevorfrucht abgefahren –> reduzieren
  2. Ertragsniveau der Vorfrucht wurde nicht erreicht und es ist potentiell noch ausreichend N im Boden –> reduzieren
  3. Vorfrucht Raps, Leguminosen, Kartoffel –> reduzieren
  4. Späte Aussaat der Zwischenfrucht –> reduzieren
  5. Regelmäßige Anwendung organischer Dünger auf der Fläche –> reduzieren

31. Müssen für die Düngung von düngebedürftiger Kulturen (§ 6 Abs. 9, nicht Zweitfrüchte) nach Ernte der letzten Hauptfrucht im Herbst Nmin Analyseergebnisse vorliegen?

  1. Für die Herbstdüngung müssen keine N-Bodenwerte vorliegen.

32. Was muss erfüllt sein, um die Verschiebung der Sperrfrist zu erreichen? Was kostet eine Verschiebung?

  1. Eine Verlegung der Kernsperrfrist kann für Einzelflächen oder die gesamten Grünlandflächen eines Betriebes beantragt werden.
  2. Um die Sperrfristen verschieben zu können, muss ein schriftlicher Antrag an das zuständige Landwirtschaftsamt gestellt werden. Dieser wird geprüft und dann vom RP Kassel genehmigt.
  3. Die Kosten für eine Verschiebung belaufen sich auf zurzeit 100 € (Ablehnung kostet 75 €).
  4. Diese so genehmigten Verschiebungen können nachträglich nicht mehr aufgehoben werden!
  5. Bei einem Vorziehen der Kernsperrfrist (z.B. 15. Oktober bis 15. Januar für Grünland) muss der Antrag auf Verschiebung vor dem beabsichtigten Zeitraum gestellt werden.

33. Dürfen im Herbst nach dem letzten Schnitt auf Grünland bzw. bei Ackerfutter noch organische- oder organisch-mineralische Düngemittel aufgebracht werden?

  1. Diverse Untersuchungsergebnisse zur Herbstanwendung von Gülle auf Grünland zeigen das Risiko unvollständiger Umwandlung des damit aufgebrachten Stickstoffs in Ertrag. Dadurch können N-Salden anwachsen und bei ungünstigen Witterungsverläufen die Nitrat-Konzentration im Boden erhöhen. Dadurch steigt das Stickstoff-Auswaschungspotential deutlich an.
  2. Um dieses Risiko zu minimieren, gilt: Gülle-Ausbringung nach der letzten Schnittnutzung im Herbst auf Grünland sollte aus vorgenannten Gründen nach Möglichkeit vermieden werden.
    Wenn dennoch angezeigt,
  • sollte sie möglichst kurz vor dem Beginn der Kernsperrfrist erfolgen,
  • darf sie Gaben von 10, maximal 15 m³ je Hektar nicht überschreiten,
  • sollte sie nur auf geschlossenen, leistungsfähigen Narben erfolgen,
  • muss sie als Frühjahrsdüngung im nächsten Jahr angerechnet werden (N-Menge entsprechend Anlage 3 der DüV) ,
  • darf sie nicht auf flachgründigen karstigen, sandigen Standorten erfolgen und nicht in Flussauen, die im Winter regelmäßig überflutet werden,
  • darf sie nicht auf Beständen mit über 30 % Leguminosen-Anteil erfolgen.

34. Entwickelt ein Kleegras im Herbst einen Nährstoffbedarf?

  1. Grundsätzlich ist zu unterscheiden, ob es sich um einjähriges oder mehrjähriges Feldfutter handelt.
  2. Bei einer Aussaat bis zum 15. Mai, darf zwischen dem 1. November und 31. Januar keine Düngung erfolgen. Vor dem 1. November darf die Düngung in Höhe des Düngebedarfs erfolgen.
  3. Bei Kleegras, welches bis zum 15. September gesät wurde, unterliegt der Kernsperrfrist vom 1. Oktober bis 31. Januar. Bis zum 1. Oktober darf Stickstoff in Höhe des Stickstoffbedarfs aufgebracht werden, jedoch insgesamt nicht mehr als 30 kg NH4-N oder 60 kg Nges. je Hektar.

35. Darf eine Untersaat (unter Getreide oder Mais) im Herbst gedüngt werden?

  1. Wenn eine Ernte im aktuellen Kalenderjahr ansteht, ist von einer Zweitkultur auszugehen. Der Bedarf dieser Kultur muss vor der Düngung ermittelt werden und kann dementsprechend mit einer Düngung gedeckt werden.
  2. Wenn keine Ernte im aktuellen Kalenderjahr mehr stattfindet, die Aussaat vor dem 15.09. stattgefunden hat, kann ein Bedarf als Zwischenfrucht ausgewiesen werden, der der 30/60 Regelung untersteht.

36. Welchen Nährstoffbedarf entwickelt eine Grassamenvermehrung im Herbst?

  1. Im Falle einer Aussaat bis zum 15. September ist der Bedarf von Grassamen wie Feldfutter zu bewerten und fällt unter die 30/60 er Regelung.

37. Darf Festmist von Huf- und Klauentieren (HuKT) im Herbst aufgebracht werden, wenn erst im Frühjahr eine Kultur folgt?

  1. Ja, nach § 3 sind Aufbringungszeitpunkt und -menge der Düngemittel so zu wählen, dass verfügbare oder verfügbar werdende Nährstoffe den Pflanzen zeitgerecht in einer dem Nährstoffbedarf der Pflanzen entsprechenden Menge zur Verfügung stehen und Einträge in oberirdische Gewässer und das Grundwasser vermieden werden. Das heißt der Festmist von HuKT kann aufgebracht und eingearbeitet werden, damit der größtenteils organisch gebundene Stickstoff den Pflanzen im Frühjahr zur Verfügung steht.
  2. Erfolgt eine Aufbringung im Herbst zu Kulturen ohne Düngebedarf, sind die Nährstoffe im Folgejahr gem. Anlage 3 der DüV anzurechnen (z.B. wird Rindermist mit einer Mindestwirksamkeit von 25 % angerechnet).

38. Was passiert, wenn die Gülle zur Wintergerste oder Zwischenfrucht ordnungsgemäß aufgebracht wurde, die Aussaat aber witterungsbedingt nicht vor dem Stichtag erfolgen konnte?

  1. Der Landwirt sollte dies dokumentieren und mit eventuellen Wetteraufzeichnungen belegen, um dies bei einer möglichen Kontrolle vorlegen zu können.

39. Können bei der 30/60er-Regelung im Herbst Aufbringungsverluste angerechnet werden?

  1. Auf Ackerland dürfen nach Ernte der letzten Hauptfrucht zu den Kulturen Wi-Raps, Wi-Gerste, Feldfutter und Zwischenfrüchte Düngemittel mit wesentlichen Stickstoffgehalt aufgebracht werden, wenn ein Düngebedarf vorliegt. Zusätzlich zur Höhe des Düngebedarfs gilt für die Aufbringung eine weitere Obergrenze von 30 kg NH4-N bzw. 60 kg Gesamt-N je Hektar. Da die Aufbringungsverluste im Wesentlichen erst nach dem Aufbringen entstehen, kommt bei den Pflanzen weniger als die genannten 30 NH4-N bzw. 60 kg Gesamt-N je Hektar an.
  2. Aufbringungsverluste können berücksichtigt werden.

40. Sind Düngemittel mit einem geringeren Gehalt als 1,5% N in der TS generell von den Sperrfristen befreit? Z.B. Pferdemist?

  1. Ja, für Düngemittel, die keinen wesentlichen Gehalt an Stickstoff haben, gelten die Aufbringungsverbotszeiten des § 6 (8) nicht.
  2. Bei Pferdemist ist nicht generell davon auszugehen, dass der N-Gehalt unwesentlich ist und somit die Aufbringungsverbotszeit nicht gelten würde. Der Nachweis des N-Gehaltes kann durch eine wissenschaftlich anerkannte Messmethode erfolgen. Pferdemist gilt als Festmist von Huf- und Klauentieren mit einer kurzen Aufbringungsverbotszeit vom 15.12 – 01.

41. Ab 2020 darf Harnstoff nur noch mit Ureasehemmstoff oder bei unverzüglicher (< 4 Std.) Einarbeitung aufgebracht werden. Trifft das auch für AHL zu?

  1. Nein, die Reglung trifft nur für reinen Harnstoff zu.

42. Ab dem Jahr 2020 darf auf bestellten Ackerland nur noch eine streifenförmige Aufbringung von organisch, organisch-mineralischen Düngemitteln einschließlich flüssiger Wirtschaftsdünger, mit wesentlichem Gehalt an verfügbaren Stickstoff oder Ammoniumstickstoff erfolgen. Wie ist die Regelung für unbestelltes Ackerland?

  1. Sofern die Technik den Vorgaben entspricht, darf auf unbestelltem Ackerland weiterhin breitflächig aufgebracht werden. Allerdings muss eine unverzügliche (spätestens nach 4 Stunden nach Beginn der Ausbringung) Einarbeitung erfolgen.

43. Wenn eine Jauche weniger als 1,5 % Gesamt-N in der TS enthält, muss diese dann ab 2020 streifenförmig auf bestelltem Ackerland ausgebracht werden?

  1. Die Regelung gilt für flüssige organische und flüssige organisch-mineralische Düngemittel, die einen wesentlichen Gehalt an verfügbaren Stickstoff haben. Der wesentliche Gehalt ist in § 2 Nr. 13 beschrieben: Dieser liegt vor, wenn der gelöste N-Anteil über 10 % des Gesamt-N liegt und gleichzeitig der Gesamt-N in der TM über 1,5 % liegt.
  2. Fazit: Die in der Frage gegenständliche Jauche hat weniger als 1,5 % Gesamt –N in der TM und entspricht somit keinem Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an verfügbaren Stickstoff. Wenn der Stickstoffgehalt unterhalb von 1,5 von Hundert in der Trockensubstanz liegt und weniger als 10 % hiervon als Ammoniumstickstoff (wesentlicher N Gehalt) beinhaltet, braucht keine streifenförmige Ausbringung vorgenommen zu werden.

44. Regelung Kompost mit 510 kg N, wie verhält sich das zu anderen organischen Düngern bezogen auf die 170er Grenze?

  1. Der Wert von 170 N kg/ha bezieht sich auf einen zu ermittelnden Wert für den gesamten Betrieb. Es dürfen nicht mehr als 170 kg N/ha aus organischen und organisch-mineralischen Düngern im Schnitt des Betriebes aufgebracht werden.
  2. Werden in einem Jahr 510 kg N/ha mit Kompost im Betriebsschnitt aufgebracht, ist in dem Aufbringungsjahr und den beiden Folgejahren keine weitere organische Düngung auf allen Flächen erlaubt.

45. Wenn ASL der Gülle zugesetzt wird, muss diese N-Menge dann separat unter mineralischer Düngung bilanziert werden, oder kommt diese Menge dann zu der 170 kg N/ha-Grenze aus organisch-mineralischen Düngern hinzu?

  1. ASL wird nicht separat als mineralische Düngung bilanziert.
  2. Sie wird in diesem Fall als organisch-mineralisches Düngemittel zur Berechnung der 170 Kg N/ha-Obergrenze herangezogen.

§ 8: Nährstoffvergleich

46. Wie wird Kompost/ Grünschnittkompost bei dem Nährstoffvergleich angerechnet?

  1. Der Stickstoff aus dem Kompost wird zunächst zu 100% im Nährstoffvergleich angerechnet.
  2. In Abstimmung mit dem RP Kassel dürfen unvermeidliche Verluste berücksichtigt werden. Dies erfolgt einzelbetrieblich, wenn die Kontrollwerte überschritten werden.

47. Können beim Nährstoffvergleich auch Flächen berücksichtigt werden, die extensiv genutzt werden, wie z.B. Halm-Grünlandflächen oder können nur Flächen, die gezielt gedüngt bzw. beweidet werden bilanziert werden?

  1. Der Nährstoffvergleich ist ein Vergleich für die landwirtschaftlich genutzte Fläche insgesamt; diese Flächen sind im § 2 Nr. 1 der DüV definiert. Nicht einbezogen werden die Flächen die Flächen nach § 8 Absatz 6 Nr. 1 und 2. Ob eine Fläche tatsächlich gedüngt wird oder nicht, ist vordergründig nicht entscheidend. Der NV ist ein Vergleich für die landwirtschaftliche genutzte Fläche insgesamt; dieses Flächen sind im 2 Nr. 1 definiert.  Nicht einbezogen werden die Flächen nach § 8 Absatz 6 Nr. 1 und 2. Ob eine Fläche tatsächlich gedüngt wird oder nicht ist vordergründig nicht entscheidend.

48. Wie wird die Stickstoffbindung der Leguminosen (z.B. Luzerne) im Nährstoffvergleich berücksichtigt?

  1. Wird in einem bundesweiten Gremium erarbeitet (VLK oder Mustervollzugshinweise)

Paragraph 11: Technik

49. Werden Ausnahmen bei der Gülleaufbringtechnik flächen- oder betriebsbezogen erteilt?

  1. Es können Ausnahmen gemacht werden, wenn der Einsatz der gesetzlich vorgeschriebenen Technik aus Sicherheitsgründen ausscheidet (z.B. starke Hangneigung im Grünland).
  2. Die genauen Regelungen werden derzeit erarbeitet.

50. Ist die Grenzstreueinrichtung an Mineraldüngerstreuern Pflicht?

  1. Nein, die Grenzstreueinrichtung ist nur an Gewässern Pflicht (§ 5 Absatz 2), wenn bis auf 1 Meter an den Gewässerrand gestreut werden soll.
  2. Als Gewässer werden nach § 3(1) des geltenden WHG oberirdische Gewässer bezeichnet, die ständig oder periodisch Wasser führen. Gelegentliche Wasserführung, wie dies bei Straßengräben oder Entwässerungsgräben der Fall ist, zählen nicht zu diesen Gewässern.

Paragraph 12: Lagerstätten und Fassungsvermögen

51. Muss der Lagerplatz für Festmist an der Hoffläche sein?

  1. Betriebe die Festmist erzeugen, müssen diesen aktuell einen Monat lang sicher lagern können. Ab dem Jahr 2020 verdoppelt sich dieser Zeitraum auf zwei Monate. Die Lagerung kann auch überbetrieblich erfolgen, sofern dazu schriftliche Verträge vorgelegt werden können.
  2. Feldmieten gelten nicht als Anlagen im Sinne einer sicheren Lagerung.
  3. Die Zwischenlagerung von Festmist am Feldrand ist bis zu 6 Monaten zulässig, wenn es zu keiner nachteiligen Veränderung des Grundwassers/Oberflächengewässer kommen kann. Näheres ist bei der landwirtschaftlichen Beratung zu erfahren.

52. Kann eine Fahrsiloanlage (betonierter oder asphaltierter Untergrund) als zweimonatige Mistlagerfläche (Lagerstättennachweis) genutzt werden?

  1. Ja, wenn die Anforderungen AwSV (JGS Anlagen in der Anlage 7) erfüllt sind und die Wasserbehörde eine derartige Nutzung toleriert.

53. Wie groß muss diese Lagerstätte sein, gibt es bauliche Vorgaben wie zum Beispiel Fläche pro Großvieheinheit?

  1. Anlage 9 Tabelle 1 der DüV beinhaltet für Gülle und Jauche den Anfall je belegtem Tierplatz, so dass auf Grundlage der Tierplätze, unter Berücksichtigung von hinzufließenden Niederschlags- und Abwasser sowie Silagesickersaft und verbleibenden Lagermengen die nicht abgepumpt werden können, kann der Bedarf an Lagervolumen berechnet werden.
  2. Der Frischmistanfall wird ebenfalls in der Tabelle 1, Anlage 9 der DüV auf Grundlage der belegten Tierplätze angegeben. Allerdings fehlen die Volumenangaben die erst mit Hilfe der spezifischen Gewichte aus den Massenangaben errechnet werden müssen. In Abhängigkeit der Stapelhöhe und des Schüttwinkels können bei einer zu messenden Grundfläche der Lagerstätte die vorhandenen Lagervolumina errechnet werden.

54. Wenn ein Tiefstreustall nur alle 2 Monate gemistet wird, gilt das dann schon als Lagerung oder muss trotzdem eine Mistplatte für 2 Monate Lagerkapazität vorgehalten werden?

  1. Die Lagerung im Stall kann als Nachweis für das vorhandene Lagervolumen angerechnet werden.

 

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