Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Grünland & Futterbau

Gefährliche Gärgase im Maissilo

Bei der diesjährigen Maisernte kann es zur Bildung von gesundheitsgefährdenden Gasen im Maissilo kommen.

Maisfeld mit MaishäckslernIn manchen Fällen wurde beobachtet, dass nach der Ernte ein orange bis rostrot gefärbtes Gas aus dem Silo entweicht. Dabei handelt es sich um nitrose Gase. Diese bilden sich, da der silierte Mais auf Grund der Trockenheit noch viel Stickstoff enthält.

Sollten derartige Ausgasungen beobachtet werden, ist Vorsicht geboten. Auf keinen Fall sollte das Silo geöffnet werden. Es kann zu gesundheitlichen Schäden kommen bis hin zu drohender Lebensgefahr. Beeinflusst wird die nitrose Gasbildung vom Nitratgehalt in der silierten Pflanze, sowie dem Gärverlauf. Um eine schnelle Milchsäuregärung zu gewährlisten, empfiehlt der LLH Silos unmittelbar nach dem letzten Festfahren möglichst luftdicht abzudecken.

Zum Schutz von Personen wird folgendes empfohlen:

  • Beim Abdecken an windstillen Tagen in Verbindung mit hohen Seitenwänden ist besondere Vorsicht geboten.
  • Die Gärgase sind schwerer als Luft und fließen am Boden aus den Silos. Daher sollte ein hinsetzen oder hinlegen vermieden werden.
  • CO2 ist geruch/farblos – Sauerstoff wird verdrängt, es besteht nach dem Einatmen die Gefahr von Bewusstlosigkeit.
  • Niemals die Folie öffnen und das Gärgas entweichen lassen. Nach dem Absacken der Gärgashaube sollten ggf. die Sandsäcke auf korrekte Lage überprüft werden.
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