Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Grünland & Futterbau

Grassilage 2017 – hohe Restzuckergehalte

Die Ergebnisse der Grassilageuntersuchungen 2016 des Landesbetrieb Hessisches Landeslabor, LHL Kassel-Harleshausen, liegen vor. Um Grobfutter in den Rationen effizient einzusetzen, ist die Kenntnis zum Futterwert der zu Verfügung stehenden Grobfutter eine zentrale Voraussetzung für die genaue Kalkulation leistungsorientierter und kostengünstiger Rationen. Thomas Bonsels, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen in Kassel, interpretiert die Ergebnisse.

Höhere Rohaschegehalte

Die Ergebnisse zum erweiterten Futterwert der jeweiligen Schnitte sind in Tabelle 1 dargestellt. Gegenüber den Vorjahren weisen die diesjährigen Silagen außer beim 2. Schnitt tendentiell niedrigere Trockenmassegehalte (TM) auf, die beim 1. Schnitt mit Ø 38,0, beim  2. Schnitt mit Ø 42,6 und beim 3. Schnitt mit Ø 43,7 % aber nahezu im Optimalbereich liegen. Der Rohaschegehalt ist mit knapp 9,9 – 10,8 % je kg TM etwa auf Vorjahresniveau, allerdings weisen nur knapp 27 % der Proben Gehalte unter 9,0% auf. Dem gegenüber liegen 14 % der Proben „1. Schnitt“ im Aschegehalt über 12 %/kg TM (2. Schnitt = 7%), was auf erheblichen Schmutzeintrag schließen lässt. Der Rohproteingehalt des 1. Schnitts liegt mit 15,9 % exakt auf Vorjahresniveau,  der 2. und 3. Schnitt  erreicht 15,4 bzw. 17,5 %. Die Energiegehalte liegen mit Ø 6,3 beim 1. Schnitt, Ø 6,0 beim 2. Schnitt und  Ø 6,2 MJ NEL/kg TM beim 3. Schnitt im angestrebten Zielkorridor. Knapp 15 % der Silagen 1. Schnitt liegen im Energiegehalt bei Ø 6,9 MJ NEL/kg TM. Zur besseren Orientierung sind die „Zielwerte“ mit dargestellt, die allerdings je nach Anteil des Futtermittels in der Ration betriebsindividuell zu interpretieren sind.

Ergebnisse der Grassilageuntersuchungen in Hessen 2017

Knapp ein Fünftel der Silagen des 1. Schnitts weisen Rohproteingehalte von über 18 % je kg TM auf,  10 % der Silagen liegen unter 13 % Rohprotein. Die ruminale Stickstoffbilanz (RNB) liegt bei etwa 15 % der Silagen des 1. und 2. Schnitts unter einem Gramm je kg TM (Æ -1,2 g RNB/kg TM). Hier ist betriebsindividuell zu entscheiden, wie eine ausreichende mikrobielle Proteinsynthese, vor allem bei maisbetonten Rationen, sichergestellt werden kann. In der Regel bietet sich in diesen Fällen der „moderate“ Einsatz von Futterharnstoff (50-80 g/Tier/Tag) auch aus Kostengründen an. Mit 50 Gramm Aufwandmenge an Futterharnstoff werden etwa 1000 g Rapsextraktionsschrot stickstoffmäßig in der Ration ersetzt.

Allerdings ist Futterharnstoff immer in eine Kraftfutter-Vormischung einzubringen, ansonsten ist eine gleichmäßige Verteilung in Mischrationen nicht gewährleistet und in der Folge Fütterungsschäden nicht ausgeschlossen! Beim Einsatz von Zusatzstoffen muss ein „vereinfachtes“ HACCP-Konzept durchgeführt werden, um damit die Anforderungen des Anhang 2 der Futtermittelhygiene-Verordnung einzuhalten, da der Betrieb in diesem Fall nicht mehr Primärproduzent ist. Hierzu kann das „Merkblatt für den Einsatz von Futtermittel-Zusatzstoffen im landwirtschaftlichen Betrieb – Teil 2: Harnstoff und seine Derivate“ genutzt werden.

NDF-Gehalte im Grenzbereich

Ein Parameter für die Ver­daulichkeit von Silagen ist deren Gehalt an Rohfaser, der von  dem Anteil der einzelnen Gerüstsubstanzen abhängig ist. Hierzu zählen die „Neutrale Detergentienfaser“ (NDF), die „Saure Detergentienfaser“ (ADF), die etwa mit der Rohfaser vergleichbar ist, und das „Saure Detergentien Lignin“ (ADL). Die Zusammensetzung bzw. der Anteil der Gerüstsubstanzen in der Silage ist wiederum vom Alter der Pflanzen abhängig, je älter die Pflanzen sind, desto mehr verholzen sie und umso höher ist der Ligningehalt.

Die NDF-Gehalte bewegen sich in diesem Jahr bei den einzelnen Schnitten am oberen Limit von max. 48 %.  Insbesondere der 2. Schnitt liegt mit 51,7 %/kg TM deutlich über dem Zielbereich, was sich dann im niedrigen Energiegehalt von nur 6,0 MJ NEL/kg TM nieder-schlägt.

Mineralstoffe beachten

Die Mineralstoffgehalte liegen im Normalbereich, die Kationen-Anionen-Bilanz (DCAB), in Abhängigkeit vom Kaliumgehalt zu interpretieren, beträgt je nach Schnitt 329 – 439 meq/kg TM. Die DCAB dient in erster Linie der Einschätzung hinsichtlich der Gefahr von Milchfieber bei Verfütterung dieser Grassilagen an Transitkühe. Gegenüber dem Vorjahr ist der Gehalt an Kalium wieder leicht angestiegen. Die Zielsetzung, Kaliumgehalte in der Grassilage unter 2,5 % je kg TM anzustreben, wird in diesem Jahr nur im 2. und 3. Schnitt erreicht. Die Gesamtration sollte einen Kaliumgehalt von 1,5 % in der TM nicht überschreiten.

In jüngster Zeit wird der DCAB auch in Zusammenhang mit einer überwiegenden Eiweißergänzung der Rationen für laktierende Milchkühe mit Rapsextraktionsschrot (RES) diskutiert. RES weist aufgrund seiner Anteile an Kationen (Kalium und Natrium) und Anionen (Chlorid und Schwefel) eine negative DCAB von Æ – 58 meq/kg/TM (Weber, 2015) auf. Von daher sollten, vor allem maisbetonte Rationen für laktierende Kühe auch hinsichtlich des DCAB der Gesamtration mit beurteilt werden, um einer möglichen metabolischen Azidose vorzubeugen. Bei einer metabolischen Azidose handelt es sich um eine stoffwechsel-bedingte Abnahme des Blut-pH-Wertes, deren Auslöser u.a. Folge einer  anionenreichen Fütterung , Stichwort „saure Salze“, sein kann.

Die übrigen Gehalte an Mineralstoffen zeigen darüber hinaus ein über die Jahre stabiles Niveau.

Ergebnisse der Grassilageuntersuchungen in Hessen 2017 - erweiterter Futterwert

Auffällig ist in diesem Jahr, dass etwa 5-6% der Grassilagen im 1. bzw. 2. Schnitt mit Æ 13,0 bzw. 11.6 g/kg TM sehr hohe Gehalte an Calcium aufweisen. Diese Silagen sind gerade hinsichtlich der Verfütterung in der Trockensteh- bzw. Transitphase (Milchfieber) sehr kritisch zu bewerten.

Bei Phosphor ist trotz aller Diskussion im Rahmen der neuen Düngeverordnung zu beachten, dass dieser eine zentrale Bedeutung für den Pansenstoffwechsel, zentral die Rohfaserverdauung und die mikrobielle Proteinsynthese hat. Bei einem Mangel kann es zu einer Energie- und Proteinunterversorgung in der Folge verminderter Futteraufnahme kommen. Neben der Phosphorzufuhr über die Speichelproduktion ist die Ausnutzung des in den Pflanzen enthaltenen Phytat-Phosphors ebenfalls von der Futteraufnahme abhängig. Eine zu schnelle Pansenpassage des Futters führt zu einer verminderten Freisetzung. Da auch die Phosphorgehalte in den Kraft- und Mineralfuttermittel , gerade bei rapsbetonter Fütterung, zunehmend restriktiv eingestellt werden, ist bei der Rationskalkulation auf eine am Bedarf ausgerichtete Versorgung zu achten.

Der Bedarf bei Milchkühen an Schwefel wird mit minimal 2,0 g  und  maximal 3,5-4,0 g je kg Futter-TM bzw. 0,6 g je kg Milch angegeben. Eine bedarfsdeckende Schwefelversorgung sichert die bakterielle Synthese von schwefelhaltigen  Aminosäuren (Methionin, Cystin) und Biotin (Klauengesundheit)

Bei knapp 20 % der Silagen liegen die Schwefel-Gehalte bei ≤ 1,5 g je kg TM, was ins-besondere bei einer maisbetonten Fütterung zu einer nicht ausreichenden Bedarfsdeckung führen kann. Hier sollten die Ration diesbezüglich überprüft werden.

Tabelle 2a: Spurenelementgehalte in Grassilagen 2017
Kupfer Mangan Zink Eisen Schwefel Chlorid
mg/kg TM mg/kg TM mg/kg TM mg/kg TM g/kg TM g/kg TM
1. Schnitt 8,2 117 32,8 694 2,0 5,2
2. Schnitt 8,8 122 35,5 596 2,3 6,4
3. Schnitt 9,1 110 35,6 525 2,8 7,3

Energiegehalte differieren stark

Die Schere zwischen den 25 % besseren und weniger guten Silagen, bezogen auf den Energiegehalt geht unabhängig vom jeweiligen Schnitt tendentiell immer weiter auseinander (Tabelle 3). Die Qualitätsunterschiede treten besonders im Proteingehalt sowie den Anteilen an Rohfaser und Gerüstsubstanzen wie ADF und NDF zu Tage.

Energiegehalt in Grassilagen, Grafik1

Dies wird auch aus Grafik 1 deutlich, wo der Zusammenhang zwischen NDF- und Energiegehalt der Silagen dargestellt ist. Die Differenz im Energiegehalt, sowohl beim 1. als auch 2. Schnitt, beträgt knapp 1,0 bis 1,2 MJ NEL je kg TM, was bei einer überwiegend aus Grassilage bestehenden Ration etwa 15 MJ NEL je Kuh und Tag ausmacht.

Auf die mögliche Milcherzeugung der Ration bezogen müssen für die Differenz von ca. 4,5 kg Milch etwa 2,1 kg Kraftfutter zusätzlich aufgewendet werden. Dies bedeutet einen finanziellen Mehraufwand von knapp 160€ pro Kuh und Jahr, bei 100 Kühen immerhin 16.000 €!

Ergebnisse der Grassilageuntersuchungen in Hessen 2017

Hohe Restzuckergehalte

Das Einschätzen der möglichen Lagerstabilität der Silagen ergibt sich aus der Kombination von TM-Gehalt und pH-Wert. Durch das Anwelken werden die wasserlöslichen Kohlen-hydrate wie Zucker besser für die Milchsäurebakterien verfügbar. Milchsäurebakterien, die diese Zuckerstoffe in Milchsäure umsetzen, können sich entsprechend gut vermehren und stellen somit die not­wendige Konkurrenz zu den Gärschäd­lingen, z.B. den  Buttersäure-bakterien, dar. Im Gegensatz dazu führt ein zu geringer Besatz an Milchsäurebakterien auf dem Gärsubstrat zu höheren Restzuckergehalten, verbunden mit einer suboptimalen Vergärung. Optimalerweise liegt der Zuckergehalt in einer gut vergorenen Grassilage zwischen 30 – 60 Gramm/kg TM.

Zuckergehalte in Grassilagen

Grafik 2 zeigt die Zuckergehalte im 1. Schnitt 2017 in Abhängigkeit vom TM-Gehalt. Ein Teil der Silagen weist Restzuckergehalte von unter 3 % auf. Dies betrifft etwa 15 % der Silagen des 1. Schnitts und 13% des 2. Schnitts.

Gründe hierfür können ein zu später Schnittzeitpunkt, Auswaschungsverluste durch Regen, kein sofortiges Schließen des Silos oder auch Fehlgärungen sein. Dies ist unproblematisch, solange der pH-Wert dieser Silagen in Ordnung ist, ansonsten droht ein „Umkippen“.
Zu beachten ist in diesem Jahr der erhöhte Gehalt an Zucker in den Silagen. Knapp 26 % der Silagen des 1. Schnittes und etwa 16 % des 2. Schnittes weisen Restzuckergehalte von mehr als 8 % i.d.TM (Ø 10,6 bzw. 9,2 %) auf. In der Regel handel es sich hierbei auch um Silagen mit einem erhöhten TM-Gehalt (44,4 bzw. 54,5%).
Zieht man den pH-Wert (4,8 bzw. 5,1) mit hinzu, besteht bei Öffnen des Silos und nicht angepasster Entnahme/Vorschub eine große Gefahr hinsichtlich Nacherwärmung.
Zudem müssen die zum Teil hohen Zuckergehalte in den Rationen hinsichtlich ihres Anteils an leicht löslichen, pansenverfügbaren Kohlenhydraten berücksichtigt werden, um einer Acidose vorzubeugen.

 Nacherwärmung entgegenwirken

In Folge nacherwärmter Silagen können Säuren zur Stabilisierung der vorgelegten Teil- oder Total-Mischrationen beitragen. Hierbei gibt es allerdings einige Punkte zu beachten.

Lagerstabilität der GrassilagenGrafik 3 gibt einen Überblick über die eingeschätzte Lagerstabilität der Silagen auf Basis vom TM-Gehalt und ph-Wert. Etwa zwei Drittel der Silagen des 1. und 2. Schnitts werden als unkritisch beurteilt. Das restliche Drittel der Silagen sollte nach dem Öffnen kritisch beobachtet werden.

Beim Einsatz im Futtermischwagen ist auf ein homogenes Einmischen bei Aufwandmengen von knapp 3 Liter je Tonne Futtermischung zu achten. Säuren wie z.B. Propionsäure (99,5 % Propionsäure) wirken nur, wenn eine vollständige Benetzung des Futtermittels gewährleistet ist. Beim Einsatz abgeschwächter, weniger korrosiver Produkte wie z.B. Lupro Grain (92 % Propionsäure) oder Luprosil NC (53,5 % Propionsäure) ist die Aufwandmenge mit 3,5 bzw. 6,0 Liter je Tonne gemischtes Futter entsprechend höher.
Unter „normalen“ Bedingungen kann auch mit Kaliumsorbat, dem Salz der Sorbinsäure (E202), stabilisierend in Mischrationen gearbeitet werden, bei gegenüber dem Säureeinsatz deutlich geringeren Kosten. Die Aufwandmenge des granulierten Produktes beträgt 300-500 g/Tonne Mischration, aufgelöst in 10 Liter Wasser. Allerdings ist die stabilisierende Wirkung bei schon erwärmten Futtermitteln eingeschränkt und gegenüber der Propionsäure geringer.

LHL erweitert Untersuchungsangebot

Ab Januar 2018 stellt der LHL in Kassel seinen Kunden ein erweitertes Angebot zur Futteranalyse zur Verfügung. Neben dem bisher angebotenen „Erweiterten Futterwert“ von Silagen, der neben der klassischen Weender Analyse inklusive Gerüstsubstanzen (ADF/NDF u. NFC) auch die Untersuchung von Mineralstoffen (Ca, P, Na, Mg, K) und Spurenelementen (Cu, Zn, Mn, Fe), pH-Wert und DCAB (Cl u. S) enthält, werden zukünftig zwei weitere „Untersuchungspakete“ als Ergänzung angeboten.

Hierbei handelt es sich zum Einen um die Rohproteinfraktionierung nach dem Cornell Net Carbohydrate and Protein System (CNCPS). Das CNCPS unterscheidet fünf Rohprotein-fraktionen. Fraktion A enthält die vorab angesprochenen NPN-Verbindungen und ist sofort und vollständig im Pansen verfügbar. Die B-Fraktionen bestehen aus pufferlöslichem, schnell im Pansen verfügbarem Reinprotein (B1), pufferunlöslichem, an Neutrale Detergentien-Faser (NDF) gebundenes leicht lösliches Reinprotein mit mittlerem UDP-Anteil (B2) und zellwandgebundenem (ADF), leicht löslichem Reinprotein mit mittlerer bis langsamer Abbaubarkeit im Pansen (B3).

Übersicht 1:    Rohproteinfraktionen nach dem Cornell Net Carbohydrate and Protein System (CNCPS, Licitra et al. 1996)

Rohproteinfraktionen

Die B3-Fraktion stellt den größten Anteil an pansenbeständigem Protein. Das an die Zellwand gebundene Reinprotein der C-Fraktion ist unlöslich und wird als unverdaulich angesehen. Der Anteil an Reinprotein-N in der Silage, also der Fraktionen B1 bis B3, sollte mehr als 50% betragen, der Anteil der C-Fraktion am Reinprotein-N unter 10%.

Darüber hinaus lässt sich aus der Rohproteinfraktionierung auch der Anteil an pansenbeständigem Rohprotein (UDP) und dem damit zu Verfügung stehenden dünndarmverfügbaren Rohprotein (nXP) errechnen. Der UDP-Gehalt von Graskonserven wird bisher i.d.R. auf Basis der Daten der DLG/GfE mit Æ 15% angenommen. Ergebnisse der Fraktionierung zeigen hier aber durchaus höhere Gehalte, die in der Rationsberechnung berücksichtigt zu Einsparpotentialen an externen Eiweißkomponenten führen können.

Zum Zweiten bietet der LHL die Analyse der Gärsäuren und des Ammoniakstickstoffgehaltes (NH3-N) als weiteres Paket an. Neben den Gärsäuren (Milch-, Essig- und Buttersäure) kann gerade der NH3-N einen Hinweis auf den Konservierungsverlauf der Silage und auf das mögliche Vorhandensein biogener Amide der Silage geben. Dessen Gehalt sollte unter 8% NH3-N am Gesamt-N liegen.

Diese zusätzlichen Analyse-Pakete werden ausschließlich in Verbindung mit dem „Erweiterten Futterwert“ zu einem attraktiven „Paket-Preis“ angeboten. Nähere Informationen dazu hält der LHL in Kassel bereit.

Für Grobfutterleguminosen wie Luzerne, Rot- oder Weißklee etc. wird zukünftig eine neue Energieschätzung angewendet, die aus Versuchen abgeleitet eine genauere Ableitung der in Leguminosen vorhandenen Energie gegenüber der bisherigen Schätzgleichung für Gras- und Grasprodukte erlaubt. Dies trifft ausschließlich für Grobfutter mit mind. 50% Ertragsanteil an Leguminosen bzw. reine Leguminosenbestände zu. Dazu ist es zwingend, auf dem Begleitbericht explizit die Analyse von Leguminosen auszuwählen und den jeweiligen Schnitt anzugeben, damit die in Abhängigkeit vom Schnitt (1. bzw. Folgeschnitt) zutreffende Schätzgleichung angewendet werden kann.

Fazit

Die Ergebnisse der Grobfutteranalysen 2017 bei Grassilagen zeigen insgesamt gute Qualitäten. Die Futterwerte differieren betriebsindividuell sehr stark. Eine Analyse der im Betrieb eingesetzten Grobfutter zur exakten Steuerung der Fütterung ist unverzichtbar. Hohe Restzuckergehalte in Verbindung mit ebenfalls erhöhten Trockenmassegehalten und hohen pH-Werten bergen die Gefahr einer möglichen Nacherwärmung. Abhilfe kann hier der Einsatz von Säuren oder Kaliumsorbat als stabilisierender Zusatz zu den Teil- oder Total-Mischrationen schaffen. Neue und ergänzende Analysemöglichkeiten erlauben eine differenziertere Bewertung der Grobfutter in den Rationen hinsichtlich ihrer Qualität und Effizienz.

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