Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Allgemeine Hinweise

Anbautelegramm Körnerleguminosen
Ackerbohnen Körnererbsen Blaue Lupinen Sojabohne
Standorte ab 45 Bodenpunkten mit sicherer Wasserversorgung keine Staunässe ab 35 Bodenpunkten keine Staunässe leichtere Böden unter 35 Bodenpunkten, keine Staunässe ab 45 Bodenpunkten mit sicherer Wasserversorgung
Soja-Reifegruppe 000 (früh) passen in Körnermaislagen von K240-250, Sorten der Soja-Reifegruppe 00 (spät) in Körnermaislagen ab K260-300
pH-Wert 6-7 >6,0 <6,5 6-7
Fruchtfolge 4-5 Jahre keine Leguminosen 5-6 Jahre keine Leguminosen 4-5 Jahre keine Leguminosen mindestens 4 Jahre Abstand zu Sklerotinia-Wirtspflanzen wie Sonnenblumen, Tabak, Raps, u. a.
Saatzeit mögl. früh, Ende Februar in den Frost möglich, nicht reinschmieren trockene, gare Böden, ab Mitte März Bodentemperatur 3-4 °C, Mitte März/Anfang April Bodentemperatur 10 °C, Ende April bis spätestens Mitte Mai
Saattiefe 6-10 cm 4-5 cm 2-3 cm 3-4 cm, bei Einsatz von Bodenherbiziden 4-5 cm
Impfung nicht erforderlich nicht erforderlich mit HiStick bei erstmaligem Anbau auf der Fläche immer erforderlich
Saatstärke (kf. Körner/m2) 30-55 60-95 verzweigter Typ: 80-100
endständiger Typ: 100-120
Reifegruppe 000:
65-70
Reifegruppe 00:
55-60
Sortenempfehlung Fanfare, Fuego, Tiffany (zwei jährig geprüft) Astronaute, Salamanca, Alvesta, Respect (standfest) verzweigter Typ: Borlu, Boregine
endständiger Typ: Boruta
Reifegruppe 000: Merlin, Lissabon, Sultana
Reifegruppe 000/00: Opaline
Reifegruppe 00: Silvia, ES Mentor
Ertragspotenzial (dt/ha) 40-70 30-65 45 15-40
Erntetermin nach dem Weizen zwischen Raps und Weizen nach dem Weizen ab Mitte September bis Oktober
Kälteempfindlichkeit während der Keim- und Auflaufphase -8 °C Nachtfrost -5 °C Nachtfrost -5 °C Nachtfrost bis -3 °C kaum Schäden, bis -5 °C reversible Schäden
Grunddüngung 150 kg/ha K2O
70 kg /ha P2O5
25 kg/ha MgO
120 kg/ha K2O
45 kg/ha P2O5
35 kg/ha MgO
40 kg/ha K2O
60 kg/ha P2O5
20 kg/ha MgO
45 kg/ha P2O5
51 kg/ha K2O
15 kg/ha MgO
N-Düngung kein Bedarf kein Bedarf kein Bedarf Grundsätzlich kein Bedarf. Bei ungenügender Knöllchenbildung, aufgehellten gelben Sojapflanzen und ca. 30 % der Pflanzen, die keine Knöllchen aufweisen, können ab Blüte ausnahmsweise in ein oder zwei Gaben 50-80 kg N/ha gedüngt werden.
S-Düngung Der Schwefelbedarf der Leguminosen liegt zwischen Gerste und Raps. 400 kg/ha Korn Kali o. 80-100 kg/ha SSA zur Absicherung des Schwefelbedarfs oder 12 kg/ha Schwefal Schwefel-Linsen.
Mulchsaateignung Gute Eignung, lockern enge Fruchtfolgen auf, entzerren das Ungrasproblem. Ermöglichen den konsequenten Pflugverzicht mit geringer Eingriffsintensität in den Boden,Kostenbremse.
Vorfruchtwert: gemessen an den Vollkosten des Stoppelweizens

gute Ackerbaustandorte: 80-125 €/ha

schwächere Standorte: 200-250 €/ha

 

Anbautelegramm Winterleguminosen

Wintererbse

Winterackerbohne

Aussaattermin Ende September bis Anfang Oktober Ende September bis Anfang Oktober
Saatstärke (keimfähige Körner/m²)

Günstige Bedingungen

80

20

Ungünstige Bedingungen

100

25
(niedrige Aussaatstärke, da hohe Bestockung)

Ideale Vorwinterentwicklung

5 cm Wuchshöhe

6 Laubblätter

Saattiefe leichte Böden 6 cm
schwere Böden 4 cm
leichte Böden 10 cm
schwere Böden 8 cm
Düngung keine N-Düngung; symbiotische N-Bindung

40-60 kg/ha P2O5
100-130 kg/ha K2O
20-50 kg/ha MgO

Erntetermin wie Wintergerste
(2-3 Wochen früher als die Sommerformen)
wie Weizen
Sorten James, Pandora, EFB 33 (buntblühend) Hiverna