Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Allgemeine Hinweise zur N-Düngung von Silomais

Sollwert für zwei Stickstoffgaben
inkl. Nmin
Silomais bei weniger als 500 dt/ha
200
Silomais bei mehr als 500 dt/ha
220
  • Der größte N-Bedarf des Maises liegt in der Phase zwischen 6-8-Blattstadium und der Blüte. In der Zeit davor besteht die Gefahr von N-Verlusten (Auswaschung, Abschwemmung, Festlegung, Entgasung). Diese Verlustgefahr steigt mit zunehmender Höhe der N-Düngung zur Saat. Vor diesem Hintergrund ist die Aufteilung der N-Düngung in eine Gabe bis zum Aufgang und eine Gabe im 4-6-Blattstadium (Anfang Juni) dringend zu empfehlen. Allerdings besteht bei der Kopfdüngung die Gefahr von Verätzungen des Pflanzengewebes, wenn der Dünger nicht mit Reihen-Streugeräten ausgebracht wird.
  • Da in vielen Fällen in der Praxis derartige Streugeräte noch nicht zur Verfügung stehen, bezieht sich die SBA N-Düngeempfehlung auf die Düngung bis zum Aufgang. Diese sollte jedoch nach Möglichkeit eine Menge von 140 kg N/ha nicht übersteigen, darüber hinaus erforderliche N-Mengen sollten später gegeben werden.
  • Besteht die Möglichkeit Dünger zwischen die Pflanzenreihen zu geben, ist eine Aufteilung der N-Düngung nach den oben genannten Terminen generell zu empfehlen. Dabei den größeren Anteil der Düngung zum späten Termin im 4-6-Blattstadium ausbringen.
  • Mit einer späten Nmin-Probe (0-60 cm), im 4-6-Blattstadium, Ende Mai/Anfang Juni, lässt sich die N-Versorgung abschätzen. Zielgröße für diesen Zeitpunkt ist, je nach Standort, eine N-Menge von 180-200 kg/ha. Ein Nachdüngebedarf besteht nur dann, wenn die Summe aus spätem Nmin-Wert und N-Menge aus der Unterfußdüngung unter dem Sollwert von 180-200 kg N/ha liegt.