Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Wetter-& Beratungsfax

Es gibt viele Arten sich über das Wetter zu informieren. Für die Landwirtschaft ist das Wetter- und Beratungsfax unverzichtbar.
Speziell für Ihre Region bieten wir Ihnen 3 x wöchentlich eine 7 Tage-Wettervorhersage mit wichtigen landwirtschaftlichen Hinweisen an.
Im Vorhersagetext erläutern wir den Wetterablauf der nächsten 7 Tage.
Wettersymbole geben Ihnen sofort einen Überblick über das Wetter der nächsten Tage. Im Tabellenteil liefern wir neben den wichtigsten meteorologischen Größen landwirtschaftlich relevante Krankheits-, Qualitäts-, Umwelt- und Ertragsparameter für die jeweilige Jahreszeit.Beratungsinfo Pflanzenproduktion
Landwirtschaftliche Hinweise: dieser Teil enthält landwirtschaftliche Hinweise des LLH für die einzelnen Regionen. Die Themen reichen vom Pflanzenbau über den Pflanzenschutz bis hin zur Betriebswirtschaft und Agrarförderung.

In der Vegetationszeit erscheint ein- bis zweimal pro Woche zusätzlich ein ausführlicher Beratungsteil mit regionalen Pflanzenschutzempfehlungen und Pflanzenbauhinweisen (Beratungsinfo Pflanzenproduktion).

Für Ökobetriebe steht ebenfalls ein spezieller Beratungsteil zur Verfügung.

Das Wetterfax wird vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst Geschäftsbereich Landwirtschaft Offenbach erstellt.

Preise und Bezugsdauer

Bezugsdauer der Faxe Preis
Vegetationsperiode (9 Monate) 77 €
Ganzjahresbezug 92 €
Halbjahresbezug (6 Monate) 50 €
Vierteljahresbezug (3 Monate) 30 €

Das Fax erhalten Sie in der Vegetationsperiode 3 x wöchentlich, vom 15. Nov bis 14. Feb. 2 x wöchentlich.

Die Preise für die Faxe verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Eine Kündigung ist jeweils schriftlich mit einem Monat Kündigungsfrist zum Bezugsende möglich.

Bestellung

Probe-Fax für 14 Tage

Bestellen Sie telefonisch, per Fax, E-Mail oder nutzen Sie die Online-Anmeldung!

Tel.: 0561 7299-287
Fax: 0561 7299-342
E-Mail: wetterfax@llh-hessen.de

Bitte geben Sie jeweils Ihre Adresse, Fax-Nummer oder E-Mail-Adresse an.

Download Bestellformular
https://www.llh.hessen.de/downloads/landwirtschaft/pflanzenproduktion/Anmeldung2007.pdf

Klicken Sie, um ausführliche Erläuterungen zum Tabellenteil des Wetterfaxes für Hessen zu erhalten:

Meteorologische Größen

  • Höchsttemperatur in 2 m: Die Tageshöchsttemperatur wird gewöhnlich in den frühen Nachmittagsstunden erreicht. Wir sagen Ihnen den mittleren Wert für Ihre Region vorher. Für die höheren Lagen der Mittelgebirge gilt: Pro 150 m Höhenunterschied nehmen die Temperaturen i. a. um 1° C ab.
  • Tiefsttemperatur in 2 m: Durch nächtliche Abkühlung stellt sich die Tiefsttemperatur in den Frühstunden vor Sonnenaufgang ein. Je nach Standort (Hang oder Mulde) können Abweichungen von 1 bis 3° C möglich sein.
  • Froststunden: Hier erfahren Sie, ob die Temperaturen nur kurz unter den Gefrierpunkt sinken oder ob der Frost länger anhält.
  • Tiefsttemperatur am Boden: An diesem Temperturwert erkennen Sie, ob Bodenfrostgefahr besteht. In windschwachen Lagen können die Temperaturen auch um 1 bis 2° C unter den angegebenen Werten liegen.
  • Mittlere Bodentemperatur in 5 cm Tiefe: Für die Planung Ihrer Aussaat können Sie die Bodentemperaturen zu Rate ziehen. Die Vorhersagen beziehen sich auf mittelschwere Böden. In leichten Böden können die Temperaturen um 1 bis 2° C höher liegen.
  • Frosteindringtiefe in cm: Im Winter werden Sie darüber informiert, wie tief der Boden gefroren ist.
  • Bodenzustand: Im Winter und Frühjahr erhalten Sie eine Information, ob der Boden an der Erdoberfläche und in den oberen Bodenschichten in den nächsten Tagen gefriert oder gefroren bleibt.
  • Bodenfeuchte: Die Bodenfeuchte wird für die Oberkrume, d.h. für die oberen 7 cm, als Tagesmittel der nutzbaren Feldkapazität angegeben. Bei einem Wert von 100 % und darüber sind die Böden mit Wasser gesättigt. Von dieser Bodenfeuchte hängen Saat- und Auflauftermin sowie Herbizidmaßnahmen ab.
  • Niederschlag: Wir sagen Ihnen, mit welchen Niederschlagsmengen in den nächsten Tagen zu rechnen ist. Niederschlagsmengen werden in mm – das sind Liter pro Quadratmeter – angegeben. 1 mm entspricht 1 L pro Quadratmeter bzw. bei Schnee etwa 1 cm Schneehöhe. Die Angaben zur Niederschlagswahrscheinlichkeit helfen Ihnen, die vorhergesagten Niederschläge für Ihren Standort besser einzuschätzen. Bei einem Wert von 100 gibt es mit Sicherheit Niederschlag. Bei einem Wert von 50 sind die Chancen, dass es an Ihrem Ort regnet oder trocken bleibt, gleich groß. Bei Werten unter 50 ist die Wahrscheinlichkeit, dass es regnet, ziemlich gering.
  • Potentielle Verdunstung: Dieser Wert gibt an, wie viel Wasser von einer Pflanze bei optimaler Wasserversorgung maximal verdunstet werden kann. Die Angabe der Verdunstungswerte erfolgt wie beim Niederschlag in mm, das heißt in Litern pro Quadratmeter. Dieser Verdunstungswert kann in Verbindung mit speziellen Pflanzenfaktoren für die Beregnungssteuerung dienen.
  • Sonnenscheindauer: Hier erfahren Sie, wie viele Stunden Sonnenschein in den nächsten Tagen zu erwarten sind. Dabei berücksichtigen wir natürlich die Bewölkung, wobei dünne, hohe Wolken die Strahlung nicht wesentlich vermindern. Die meisten Sonnenstunden können wir am 21. Juni erwarten. Bei einem wolkenlosen Tag sind dies 16 Stunden. Am kürzesten Tag des Jahres, am 21. Dezember gibt es höchstens 8 Stunden Sonne.
  • Windrichtung und Windgeschwindigkeit: Informationen über den Wind erhalten Sie für drei Tageszeiten: morgens, mittags und abends. Diese Angaben helfen Ihnen den optimalen Termin für Pflanzenschutzmaßnahmen und die Gülleausbringung festzulegen. Bei Windgeschwindigkeiten über 5m/sec sollte auf Spritzungen verzichtet werden, um eine zu starke Abdrift zu vermeiden.

Witterungsabhängige landwirtschaftliche Größen

Die Angaben zu Schadpilzen und Schadinsekten beziehen sich nur auf die witterungsbedingten möglichen Infektionen oder Ausbreitungen. Sie geben einen Hinweis darauf, ob und wann zusätzliche Bestandskontrollen erforderlich sind. Es wird keine Aussage über den tatsächlichen Befall in einem Einzelbestand getroffen.

  • Herbizide: Die Kontakt- und Wuchsstoffherbizide sind bei ihrer Anwendung von verschiedenen agrarmeteorologischen Faktoren abhängig. Eine Bewertung der Ausbringmöglichkeit erfolgt über die Stufen
  • ++ (optimal), + (günstig), 0 (möglich) und – (ungünstig).
  • Ammoniakverluste: Wir berechnen die prozentualen Verluste, die bei der Ausbringung von Gülle entstehen. Dabei unterscheiden wir zwischen verschiedenen Ausbringungsterminen (morgens, mittags, abends) und setzen eine Einarbeitung der Gülle nach 3 Stunden voraus. Am günstigsten ist im Allgemeinen eine Ausbringung am frühen Morgen mit einer bald anschließenden Einarbeitung. Ansonsten steigt die Ammoniakverflüchtigung zu sehr an.
  • Rapsschädlinge: Für Rapsglanzkäfer, Kohltriebrüssler/Großer Rapsstängelrüssler und Kohlschotenrüssler berechnen wir das Ende der Winterruhe, den Befallsflugbeginn und die voraussichtlichen Flugintensitäten. Die Zahlen schwanken zwischen 0.0 und 1.0.
  • „0.0“ bedeutet, die Witterungsbedingungen für einen Zuflug sind ungünstig; „1.0“ bedeutet, die Witterungsbedingungen sind optimal.
  • Je größer die angegebenen Werte, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Zufluges. Die berechneten Flugintensitäten sagen allerdings nichts über die tatsächliche Höhe der Käferpopulation aus. Nur eine Kontrolle der Gelbschalen kann darüber Auskunft geben.
  • Beim Rapserdfloh sagen wir Ihnen die Flugaktivität (ebenfalls Werte zwischen 0.0 und 1.0) und den Termin des Larvenschlupfes vorher.
  • Getreideblattläuse: Hier erhalten Sie Informationen zu den Getreideblattläusen in Winterweizen. Wir berechnen die Vermehrung der Läuse in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen und sagen die Zahl der Läuse pro Ähre und Fahnenblatt vorher. Der kritische Wert liegt bei 4.5, das entspricht einem Befall von etwa 60-70%. Steigen die Befallszahlen zur Zeit der Blüte sehr rasch an oder wird dieser Wert überschritten, ist eine Bestandskontrolle erforderlich.
  • Mehltau: Das Wetterfax informiert Sie über Infektionswahrscheinlichkeiten (gering, mittel, hoch) durch Mehltau an Winterweizen. Unabhängig von der Sortenresistenz und vom tatsächlichen Krankheitsdruck im Schlag wird vorhergesagt, wie hoch die Infektionsbedingungen aufgrund der prognostizierten Witterung in den nächsten Tagen sein können.
  • Braunrost: Sie erfahren, welche Braunrostgefährdung aufgrund der Wetterlage in den nächsten Tagen für Weizen und Roggen besteht (gering, mittel, hoch). Da das Infektionspotential stark schwanken kann, wird hier nur die Infektionswahrscheinlichkeit aufgrund der Witterung berechnet.
  • Phytophthora (Kraut- und Knollenfäule): Für Kartoffeln mit und ohne Folie werden Bewertungsziffern in Abhängigkeit vom Aufgangsdatum berechnet. Diese Zahlen sagen Ihnen, ab wann mit einer Infektion gerechnet werden muss. Bei Werten von 0 bis 150 besteht keine Infektionsgefahr. Bei Werten ab 150 ist eine Infektion möglich, wobei die Gefährdung umso größer ist, je rascher die Bewertungsziffer ansteigt.
  • Grünland: Für das Grünland erhält man Hinweise, wie sich Ertrag und Qualität in Anbetracht der erwarteten Witterung in den nächsten Tagen entwickeln. Im Einzelnen werden die tägliche Ertragszunahme in dt/ha sowie der Rohfasergehalt und Rohproteingehalt in Prozent der Trockenmasse angegeben. Der optimale Schnittzeitpunkt liegt bei einem Rohfasergehalt von 22 – 24 % und einem Rohproteingehalt von 14 – 18 %.
  • Kornfeuchte: Zur Erntezeit sagen wir Ihnen den Kornfeuchteverlauf von Wintergerste, Winterroggen und Winterweizen für 2 verschiedene Gelbreifetermine vorher. Die täglichen Veränderungen lassen Rückschlüsse auf die Entwicklung der Kornfeuchte in einzelnen Beständen zu.
  • Fallzahl: Für den Roggen bieten wir mit der Fallzahl eine Entscheidungshilfe für die Ernte an. Da wir die unterschiedlichen Sorten und Kulturbedingungen nicht berücksichtigen, können die Werte nicht als Absolutzahlen verstanden werden. Die Interpretation der Daten sollte sich deshalb nur auf die Höhe der Fallzahl-Änderung und auf die Tendenz beschränken.
  • Kartoffelernte: Das Wetterfax informiert Sie über günstige oder ungünstige Rodungstermine. Da mit sinkender Bodentemperatur die Knollenbeschädigung bei der Ernte zunimmt, geben wir hier entsprechende Hinweise:
  • „Niedrig“ bedeutet geringe Beschädigung der Knollen; „hoch“ bedeutet starke Beschädigung der Knollen.