Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Schwefeldüngung

Der Schwefelbedarf von Wintergetreide liegt bei ca. 20-30 kg S/ha. Besonders auf leichteren Böden sind im Frühjahr Mangelsymptome festzustellen. Für eine Düngung ist es dann i.d.R. zu spät, egal ob sie mineralisch erfolgt oder eine Verbesserung der Versorgungssituation durch Blattdünger angestrebt wird. Besonders empfindlich reagiert Wintergerste auf S-Mangel, dies kann auf das schlechtere Nährstoffaneignungsvermögen der Kultur zurück geführt werden.
Auch in Triticale konnte in den letzten Jahren, auf leichteren Böden, S-Mangel festgestellt werden. Roggen und Winterweizen reagieren etwas weniger auf S-Mangel, aber unter bestimmten Bedingungen kann man erste Mangelsymptome auch bei diesen Kulturen feststellen.

Zumindest auf leichteren Böden ist grundsätzlich eine Schwefeldüngung bei Wintergetreide anzuraten. Da ein Nachdüngen bei Auftreten von Mangelsymptomen nicht mehr ausreichend wirksam ist, muss nach dem Vorsorgeprinzip gehandelt werden. Die angesprochenen Mengen in Höhe von 20-30 kg S/ha zum Vegetationsbeginn reichen in den meisten Fällen aus, um den Schwefelbedarf zu decken.