Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Bordüngung

Die Zuckerrübe hat einen Borbedarf von 60 – 70 g Bor/100 dt Rüben. Daraus ergibt sich ein Gesamtbedarf von ca. 500 g Bor/ha. Dieser wird in der Regel aus den vorhandenen Bodenvorräten gedeckt. Treten Mangelsymptome auf, werden diese in der Regel von einer schlechten Verfügbarkeit der Nährstoffe im Boden verursacht. Gründe dafür können zu hohe pH-Werte, eine schlechte Bodenstruktur und eine geringe Wasserverfügbarkeit sein.  Da Bor in der Pflanze nicht verlagert werden kann, kann es bei einer geringen Verfügbarkeit von Bor in der Hauptwachstumsphase zu Schäden an den jungen Blättern komen.  Akuter Bor-Mangel in der Wachstumsphase verursacht die Herz- und Trockenfäule. Sie zeigt sich u.a. mit einer Braun-Rotfärbung der Herzblätter, Absterben der Herzblätter, Faulen des Rübenkörpers beginnend am Kopf sowie einem verstärkten Neuaustrieb von Blättern.

Bei geringen Bodengehalten kann über geeignete Mineraldünger, die den Spurennährstoff Bor enthalten, gedüngt werden. Eine Vorratsdüngung ist nicht möglich, da Bor auswaschungsgefährdet ist. Bei akutem Mangel bietet sich eine Blattdüngung mit Bordünger z.B. 2 kg/ha Solubor kg/ha Bor an, diese kann je nach Mischbarkeit mit anstehenden Pflanzenschutzmaßnahmen kombiniert werden. Wichtig ist eine frühzeitige Düngung kurz vor Reihenschluss, denn die verursachten Schäden durch einen Bormangel sind irreversibel und können nicht mehr behoben werden. Bei dieser Maßname kann bei bestehenden Manganmangel (Bedarf ca.500g/ha) ca 1,0 kg/ha Magansulfat zugeben werden. Die Mischbarkeit ist zu beachten.