Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Beiträge mit Tag ‘Greening’

Beitragsarchiv

Es wurden 5 Beiträge gefunden:

In diesem Herbst Greening zur N-Speicherung nutzen

Zwischenfrüchte als Greening-Maßnahme Seit der Einführung des Greenings im Jahr 2015 und den damit verbunden Auflagen zur Schaffung von ökologischen Vorrangflächen werden Zwischenfrüchte wieder im großen Stil angebaut, nachdem sie mehrere Jahrzehnte ein Nischendasein gefristet hatten.

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Verschärfte Greening-Sanktionen ab 2017

Wurden beim Greening in den letzten beiden Jahren nicht alle Anforderungen erfüllt, erfolgte eine anteilige Kürzung der Greeningprämie. Ab 2017 werden die Kürzungen bei einem Verstoß gegen die Greeningauflagen verschärft.

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FAQs - Greening, Stand 2/2017

Was ist die Greeningprämie? 30 Prozent der Direktzahlungen, die Greeningprämie, erhalten die Landwirte nur dann wenn Sie auf einem Teil ihrer Flächen bestimmte dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden einhalten. Das Greening umfasst den Erhalt von Dauergrünlandflächen (wie Wiesen und Weiden), eine verstärkte Anbaudiversifizierung (größere Vielfalt bei der Auswahl der angebauten Feldfrüchte) sowie die Bereitstellung sogenannter "ökologischer Vorrangflächen" auf Ackerland. Dauergrünlanderhalt Wann und unter welchen Auflagen wird eine Genehmigung zur Dauergrünlandumwandlung erteilt? Betriebsinhaber, die dem Greening unterliegen, dürfen Dauergrünland (DGL) nur noch mit Genehmigung in andere landwirtschaftliche Nutzungen umwandeln. Umweltsensibles DGL, d.h. das am 1.1.2015 in Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebieten bestehende DGL, obliegt einem absoluten Umwandlungsverbot. DGL-Flächen außerhalb von FFH-Gebieten sowie DGL, das im Jahr 2015 oder in den Folgejahren entsteht (sog. "neues" DGL) darf nur noch mit Genehmigung umgewandelt werden. Die Genehmigung enthält die Verpflichtung einer entsprechenden Neuanlage von Ersatzgrünland in gleicher Größe in der selben Region. Das als Ausgleich anzulegende Grünland ("Ersatzgrünland") gilt ab dem ersten Tag der Anlage als "Dauergrünland". Dieses Grünland muss ab dem Zeitpunkt der Umwandlung für mindestens fünf aufeinander folgende Jahre Dauergrünland bleiben. Erst nach dieser Zeit könnte es ggf. mit Genehmigung gegen Anlage von weiterem Ersatzgrünland wieder umgewandelt werden. Abweichend kann eine Genehmigung auch ohne die Pflicht zur Neuanlage erteilt werden wenn dies aus Gründen des öffentlichen Interesses oder zur Vermeidung einer unzumutbaren Härte unter Abwägung der berechtigten Einzelinteressen und der Interessen des Natur- und Umweltschutzes erforderlich ist. Eine Umwandlungsgenehmigung von Dauergrünland, das ab dem 1. Januar 2015 entstanden ist (sog. "neues" DGL) oder das im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen der 2. Säule der GAP entstanden ist, wird ohne Verpflichtung zum Dauergrünland-Ersatz erteilt, sofern keine anderen Rechtsvorschriften oder Verpflichtungen gegenüber öffentlichen Stellen dem entgegenstehen. Unterbrechung des 5-Jahreszeitraumes zum Entstehen von Dauergrünland Anbaudiversifizierung Was passiert wenn ich eine Kultur während der Frist (1. Juni bis 15 Juli) geerntet habe? Kann ich in diesem Zeitraum bereits eine neue Kultur ansäen? Der Bewirtschafter muss als Folgekulturen solche Kulturen wählen, die die Forderung nach drei Kulturen im vorgeschriebenen Zeitraum (1.6 bis 15.7 des Antragsjahres) und dem vorgeschriebenen Anbauverhältnis dieser drei Kulturen auch weiterhin erfüllt. Zum 15.7. können im Rahmen einer Kontrolle auch Reste der bereits abgeernteten Kultur (z.B. Strohreste oder Stoppeln) als Erfüllung der Anforderungen der Anbaudiversifizierung anerkannt werden. Was gilt im Rahmen der Anbaudiversifizierung als eine Kultur? Als eine Kultur gilt i. d. R. die Gattung (Weizen, Gerste, Mais, etc.), nicht jedoch die Art. Beispiele: Weichweizen und Dinkel sind eine Kultur, ebenso Corn-Cob-Mix (CCM), Körnermais und Silomais. Winter- und Sommerformen gelten aber als eigenständige Kultur, auch wenn sie zur selben Gattung gehören (z. B. Wintergerste, Sommergerste). Abweichend davon zählen alle Arten der Kreuzblütler (z. B. Raps, Senf), Nachtschattengewächse (z. B. Kartoffeln, Tomaten) und Kürbisgewächse als eigenständige Kultur. Alle Formen der Ackerbrachen zählen als eine Kultur, das Gleiche gilt für "Gras und andere Grünfutterpflanzen" auf Ackerflächen. Ökologische Vorrangflächen Kann man die ÖVF-Kategorien Stilllegung und Feldrand auf einem Schlag kombinieren? Ja, die Kombination ist möglich. Allerdings muss der Landwirt darauf achten, dass Feldrand und Brachfläche deutlich voneinander unterscheidbar sind. Welche Vorgaben und Fristen gibt es für die Einsaat von Grasuntersaaten als ÖVF? Es darf eine Untersaat von Gras in eine Hauptkultur ausgesät werden. Für die Grasuntersaaten in einer Hauptkultur gibt es keine Vorgaben bezüglich der zu verwendenden Grasarten. Es dürfen aber nur Grassamen verwendet werden. Die Untersaat einer Kleegrasmischung ist nicht zulässig. Die Aussaatfristen für Zwischenfrüchte (16.7. bis 1.10.) gilt nicht für die Grasuntersaaten, diese werden i.d.R. mit der Hauptkultur oder auch später in den Bestand eingesät. Dürfen Grasuntersaaten nach Aberntung der Hauptfrucht genutzt werden? Eine Fläche mit Zwischenfruchtanbau oder Gründecke, die als ÖVF ausgewiesen wird, darf nach § 31 Abs. 3 der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung im Jahr der Antragstellung nur durch Beweidung mit Schafen oder Ziegen genutzt werden. Eine andere Nutzung ist nicht möglich. Dieses gilt auch für Grasuntersaaten, da sie eine Unterform des Zwischenfruchtanbaus darstellen. Erst ab dem 15.2. ist eine Schnittnutzung bei den Untersaaten bzw. eine einmalige Nutzung der Zwischenfrucht möglich. Darf eine Stilllegungsfläche noch nach dem 1.4. aktiv begrünt werden? Ja, eine Fristsetzung für die aktive Begrünung gibt es nicht. Zu beachten ist allerdings, dass kein Umbruch zur Ansaat in der Zeit von 1.4. bis 30.6 durchgeführt werden darf. Welche Bedingungen gibt es bei dem Anbau von Leguminosen als ÖVF? Hier muss die Liste der zulässigen Arten genau beachtet werden. Nicht anerkannt werden z. B. Mischungen mit Gras im Klee oder Hafer als Stützfrucht in Erbsen. Großkörnige Leguminosen (z.B. Erbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen) müssen am 15.05. gesät sein und bis 15.08.2015 auf der Fläche verbleiben. Ausnahmen hiervon sind auf Antrag möglich. Kleinkörnige Leguminosen (Kleearten, Luzerne, Wicken) müssen bis 31.08. auf der Fläche verbleiben. Eine Schnittnutzung – auch zur Samengewinnung – ist auch während des Zeitraums möglich. Nach Beendigung des Anbaus der stickstoffbindenden Pflanzen im Antragsjahr muss eine Winterkultur oder Winterzwischenfrucht eingesät werden. Diese muss bis zum 15.2. auf der Fläche verbleiben. Kann ein mehrjähriger Luzerneanbau als ÖVF angerechnet werden? Ein mehrjähriger Luzerneanbau auf einer ökologischen Vorrangfläche ist grundsätzlich möglich. Allerdings muss die stickstoffbindende Pflanze, in diesem Fall Luzerne, weiterhin vorherrschen gegenüber Gräsern und sonstigen Beikräutern, die sich beim mehrjährigen Anbau üblicherweise auf der Fläche etablieren. Ist auf einer brachliegenden Ackerfläche, die als ÖVF angegeben ist, die Anlage einer Wildäsungsfläche möglich? Unter Beachtung der Bedingungen, die für brachliegende Flächen einzuhalten sind (jährliche Mindestbewirtschaftung / Pflege, keine landw. Erzeugung), ist die Anlage von Wildäsungsflächen im Rahmen der Begrünungspflicht möglich. Ein Anbau landw. Kulturpflanzen in Reinkultur darf dabei nicht erfolgen. Welche Landschaftselemente können als ÖVF angerechnet werden? Der Betriebsinhaber kann nur solche Landschaftselemente als beihilfefähige Fläche oder als ökologische Vorrangfläche ausweisen, die in seiner Verfügungsgewalt stehen. Wichtiger Hinweis Die vorstehenden Ausführungen erfolgen ohne Gewähr. Zuständig für den Bereich Agrarförderung ist die WI-Bank: Direktzahlungen Bei Fragen wenden Sie sich an die für Sie zuständige Bewilligungsstelle. Wichtige Informationen und Hinweise zum Bereich Direktzahlungen erhalten Sie auch im Merkblatt der WI-Bank zum Gemeinsamen Antrag 2017: Merkblatt zum gemeinsamen Antrag - 2017

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Greening

Ein Ziel der aktuellen EU-Agrarrefom 2014 - 2020 ist, gesellschaftliche Leistungen beim Klima- und Umweltschutz stärker zu honorieren. So werden die von der EU bereitgestellten Direktzahlungen stärker an Umweltmaßnahmen geknüpft, das sogenannte Greening. Rund 30 % des Prämienvolumens werden in diese Komponente überführt. Um das Greening zu erfüllen, müssen die Landwirte drei Maßnahmen erfüllen:

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