Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Rinder

Toller Jungzüchtertag in Alsfeld

Seit vielen Jahren gehört das letzte Wochenende im November zu den wichtigsten Daten im Jahreskalender der hessischen Jungzüchter: Der Jungzüchtertag in Alsfeld. Dann werden die wochenlangen Vorbereitungen hoffentlich mit einem sehr guten Resultat in den einzelnen Wettbewerben belohnt.

Nach Abschluss des Auftriebs ging es an die letzten Feinheiten für die Präsentation der Rinder, denn auf die kommt es häufig genug an. Entsprechend waren alle Utensilien, die man für das Herausbringen eines Rindes benötigt, intensiv im Einsatz. Viele helfende Hände waren erforderlich, um ein optimales Bild zu bekommen.

Die Aufteilung der Vorführwettbewerbe wurde auch dieses Jahr nach den drei Kategorien Newcomer, jüngere Vorführer und ältere Vorführer vorgenommen. In der Konkurrenz der Newcomer entschied sich die Preisrichterin Julia Weinberg aus Isterberg zunächst für Fenja Eckart, Immenhausen, Alina Wachs, Landau, Lea-Sophie Zentgraf, Gösen, und Sebastian Heck, Netze, die in ihren Klassen die Maßstäbe mit sehr guten Vorführleistungen setzen konnten. Im Finale, an dem auch die 1b-Platzierten aus den einzelnen Gruppen teilnahmen, wurde es dann richtig spannend. Zum Schluss hatte Sebastian Heck, Netze, mit der Roy I-Tochter Saroya aus dem Betrieb von Bruno Wolff, Korbach, die Nase vorn, der sich bereits in der Klasse souverän gezeigt hatte und Lea-Sophie Zentgraf, Gösen, wurde aufgrund ihrer besonders gelungenen Aufstellung in der Endlinie zur Reservesiegerin erklärt. Auf einem sehr ausgeglichenen, hohen Niveau wurden die Wettbewerbe der jüngeren Vorführer ausgetragen und der Preisrichter Torben Melbaum aus Haselünne war bei den jungen Profis mehrfach gefordert, doch er fand mit seiner Erfahrung aus vielen eigenen Wettbewerben immer wieder sicher die Spitzenkandidaten. In der Endrunde standen dann Louisa Schwarz, Wetterburg, Joy Sophie Emde, Berndorf, Alicia Liebert, Hemmighausen, sowie Laura und Marc Schlömer aus Berndorf, ergänzt um die 1b-Platzierten aus den einzelnen Klassen, da die Unterschiede oft nur gering waren. Die exzellente Vorstellung von Laura Schlömer mit der Defiant-Tochter Pandora, deren sehr gleichmäßiges Vorführtempo, exakte Kopfhaltung und ihren passenden Abstand zum Vorgänger der Preisrichter besonders lobte, wurde mit dem Siegertitel belohnt. Der ein Jahr ältere Bruder Marc, der die Superbowl-Tochter Heaven – ebenfalls ein Rind aus dem Betrieb von Bruno Wolff – am Halfter hatte, wurde als Reservesieger herausgestellt, da er sich auch an der Endlinie nochmal bestens zeigen konnte. In der Gruppe der älteren Vorführer traten mehrfach Kandidatinnen und Kandidaten an, die bei früheren Terminen im Wettbewerb erfolgreich präsent waren. Hier gingen die 1a-Plätze an Wiebke Pohlmann, Welleringhausen, Sabrina und Corinna Wolff, Korbach, Jana Schramm, Sulzbach, und Steffen Henckel, Diemelsee. Zunächst ließ Julia Weinberg ihre drei Favoritinnen aus dem 10er Team in der Schlussrunde anziehen und erklärte anschließend Steffen Henckel zum Sieger, da er eine absolute Spitzenleistung bei der Vorführung seines Rindes Antonia ablieferte. Corinna Wolff mit ihrer Färse Charity war ein weiteres Mal beim Jungzüchtertag in Alsfeld äußerst erfolgreich und erhielt den Reservesiegertitel.

Den Fleckvieh-Wettbewerb richtete dieses Jahr mit Michael Lang, Rudolzhofen, ein sehr erfahrener, fränkischer Jungzüchter, der mit sicherem Auge drei Klassensiegertitel und Reservesiegerplätze vergab. Das Sextett in der Schlussrunde löste bei dem Preisrichter große Begeisterung aus und er attestierte den hessischen Vorführern absolute Spitzenleistungen an diesem Tag. Moritz Schäfer aus Airlenbach zeigte mit der Raffzahn-Tochter Safari ein perfektes Bild und ließ sich den Siegertitel nicht entgehen. Mit Johanna Handke aus Leisenwald, die die Wallings-Tochter Ramira präsentierte, hatte er eine sehr starke Konkurrentin. Mit viel Engagement hatten die Jungzüchter aus dem Fleischrinderbereich ihre Rinder vorbereitet und stellten sich in vier Gruppen dem Preisrichter Jannik Kastens, Wechold, der mehrfach selbst Wettbewerbe bestritten hat. Die 1a-Plätze gingen an Jakob Eisert, Frankfurt, Vanessa Friedel, Zöllnitz, Michael Wicke, Felsberg, und Anna Bock, Ottrau. Insgesamt waren fünf Rassen im Wettbewerb vertreten, sicherlich keine leichte Aufgabe für die Entscheidungen. Bei der Siegerauswahl ließ Jannik Kastens bei einigen Vorführern die Rinder tauschen und konnte so feststellen, welche Kandidaten auch mit fremden Rindern eine einwandfreie Vorführung zeigen konnten. Zur Siegerin erklärte er Anna Bock, Ottrau, die die Harvester-Tochter Pepsi sehr ruhig, gekonnt und bei klarer Beachtung der Hinweise des Preisrichters präsentierte. Das starke Auftreten von Johanna Eisert aus Frankfurt in der Schlussrunde wurde mit dem Reservesiegertitel dieser Konkurrenz belohnt.

Fantastische Gruppen

Bei der Anmeldung der Gruppen wurde schnell klar, dass dieser Wettbewerbsteil auch dieses Jahr wiederum der optische Höhepunkt der gesamten Veranstaltung sein würde. Allein jedes der 13 Dreierteams war eine optische Besonderheit und zog die Blicke der Zuschauer auf sich. Die Preisrichter Torben Melbaum, Michael Lang und Jannik Kastens brachten ihre Begeisterung hinsichtlich der Teams mit ihren sehr gelungenen Themenstellungen und natürlich der erstklassigen Vorführleistungen mehrfach zum Ausdruck und der erste Klassensieg ging an das Galloway-Team „Wer hat Angst vorm bösen Wolf“ (Niklas Sölzer, Johannes und Anna Bock) die eine erstklassig aufeinander abgestimmte Jungrindergruppe zeigten und ein sehr gleichmäßiges Vorführtempo umsetzen konnten. Den 1b-Platz bekam das Team „Der Doktor und das liebe Vieh“ (Louisa Schwarz, Emily Meier, Franziska Hensche), die ihre HF-Rinder ebenfalls sehr gut präsentieren konnten. Im Ring 2 traten die „Musterschülerinnen mit Spitzenklasse an der Hand“ (Johanna Handke, Theresa Hau, Sina Frank) an und präsentierten eine sehr ausgeglichene Fleckviehjungrindergruppe so gleichmäßig und souverän, dass ihnen der Klassensieg sicher war. Aus der Gruppe der starken Konkurrentinnen setzten sich die „Unicorn Cows“ (Christin Wagener, Zoe Eckert, Alina Wachs) als 1b-Platzierte durch und erhielten das Ticket für die Endrunde. Ein besonders starker Auftritt gelang dem Team „Hessentag 2018 in Korbach“ (Laura und Marc Schlömer, Wiebke Pohlmann), die ihre HF-Rinder so gekonnt und synchron vorstellten, dass ihnen der 1a-Platz im direkten Vergleich sicher war. Aber das Team „Aprés Ski im Rinderstall“ (Nicholas Meier, Henning Engelhard, Tim Straßberger) zeigte einen hervorragenden Auftritt und setzte sich mit dem 1b-Platz an die Spitze des Verfolgerfeldes. Eine sehr stark besetzte Schlussrunde wartete jetzt auf die Preisrichter, die bei ihrer Siegerentscheidung alle Details benötigten, um den Titel vergeben zu können. Das Team „Hessentag 2018 in Korbach“ wiederholte seine exzellente Vorführleistung auch in der Schlussrunde und bekam den Siegertitel zugewiesen und die „Fleckvieh-Musterschülerinnen mit Spitzenklasse an der Hand“ wurden für ihre erstklassige Vorführleistung mit dem Reservesiegertitel belohnt. Den Family-Cup besetzte dieses Jahr Claudia und Emily Meier mit Franziska Hensche, unterstützt durch die Schilderträger Louisa Schwarz und Henrike Hensche, mit dem Motto „Flying Cow Girls“ und wurden für ihr Engagement mit viel Beifall belohnt.

Kälbervorführwettbewerb

Mit sehr viel Begeisterung nahmen über 30 Kinder beim Vorführwettbewerb für die Kälber teil, der dieses Jahr von Christina Grebe, Helmscheid, und Christian Schmidt, Ober-Breidenbach, rangiert wurde. Alle Kinder durften mit ihrem Kalb einen Parcours abgehen und sich zum Foto aufstellen. In der jüngsten Gruppe stand zum Schluss mit dem fünfjährigen Jonathan Hauck, Wetterburg, ein kleiner Profi vorne und mit kleinem Abstand folgten Pia Fackiner, Dainrode, und Mia Therese Schmutzler, Rauschenberg. In der Gruppe der achtjährigen Kinder waren dann mehrere Teilnehmer dabei, die beim Führen beachtliches Talent zeigten und Lennard Hauck, Wetterburg, konnte sich an die Spitze setzen, gefolgt von Lina Marie Daßler, Auma-Weidatal, und Philip Hillebrand, Bad Karlshafen. In der Gruppe der neun- und zehnjährigen Kinder holte sich Max von Dalwig, Hoof, die höchste Punktzahl, gefolgt von Sophie Woltert, Sickendorf, und Leander Fedder, Neuhof, mit knappem Abstand. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten bei der Siegerehrung eine Urkunde mit Foto, eine Schleife sowie eine Medaille zur Erinnerung an diesen schönen Tag.

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