Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Ökologischer Landbau

Öko-Feldtage 2017 – LLH mit dem Beratungsteam Ökolandbau aktiv vor Ort

Grebenstein-Frankenhausen. Auf der hessischen Staatsdomäne Frankenhausen wurden die bundesweit ersten Öko-Feldtage ausgerichtet. Der LLH unterstützte die Veranstaltung mit seinen Beratungsteam Ökolandbau und vielen anderen Fachbereichen.

Im LLH-Zelt auf den Öko-Feldtagen wurde die gesamte fachliche Breite des LLH in den Bereichen Bildung – Beratung – Fachinformation dargelegt. Zahlreiche weitere Organisation präsentieren sich im LLH-Zelt, u.a. das hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, die Regierungspräsidien Gießen und Darmstadt, der Verband der Landwirtschaftlichen Kammern (VLK), die Hessische Landgesellschaft (HLG), die Beratungsstelle Familie und Betrieb, die Öko-Schulen, die Eiweißinitiative, die gesamtbetriebliche Qualitätssicherung (GQS). Insgesamt wurde der Auftritt des LLH auch mit seinen zahlreichen Präsentationen und Darstellungen von Versuchen sehr positiv wahrgenommen. So konnte etwa Martina Behrens die Bedeutung von Biodiversität und Blühstreifen in der Landwirtschaft beim Feldrundgang darstellen.

Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz eröffnete die Öko-Feldtage

„Es ist eine große Anerkennung für Hessen, der erste Ausrichter der bundesweiten Öko-Feldtage zu sein. Die Öko-Feldtage passen in idealer Weise zu den Maßnahmen des hessischen Ökoaktionsplans. Sie zeigen neue Wege im Landbau und Innovationen in der Ökolandwirtschaft. Deshalb unterstützt das Hessische Umweltministerium die Öko-Feldtage in Hessen finanziell mit rund 220.000 Euro aus dem Ökoaktionsplan (ÖAP) und ist Mitveranstalter“, erklärte Ministerin Hinz Dieses neue Format soll helfen, die vielfältigen Strukturen, Akteure und Aktivitäten im ökologischen Landbau in Deutschland zu bündeln und miteinander zu vernetzen. Dabei richtete sich das Angebot der Öko-Feldtage gezielt an die Praktiker im Ökolandbau, indem etwa dutzende innovative Maschinen im Feldeinsatz gezeigt wurden, wie etwa Unkrautbekämpfung mit Robotern oder durch Wechselspannung.

In Sonderschauen konnten die Besucher Neues über Bio-Tierhaltung und Kompost erfahren. Praktiker, Forscher und Berater stellten im Zelt „Praxis trifft Forschung“ aktuelle Forschungsergebnisse vor, z.B. regionale Biofuttermittel, Leguminosen und Nährstoffmanagement. In einem zweiten Fachforum präsentierten Aussteller aus Wissenschaft und Wirtschaft Themen wie etwa Artenvielfalt auf Ökobetrieben, ökologischer Pflanzenschutz oder Direktvermarktung. Die Besucher betrachteten auf den umliegenden Feldern Demonstrationsversuche zu Anbauverfahren von Weizen, Mais und Leguminosen sowie Landessortenversuche zu Kartoffeln, Silomais und Ackerbohnen anschauen. Hier war auch der LLH aktiv und stand mit seinen Beraterinnen und Beratern für Fragen der Besucher zur Verfügung.

Hessen im Ökolandbau bundesweit überdurchschnittlich

„Es ist kein Zufall, dass Initiatoren und Veranstalter, die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) sowie das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL Projekte GmbH) gerade Hessen als ersten Austragungsort ausgewählt haben. Mit unserem Ökoaktionsplan fördern und stärken wir den Ökolandbau schon seit Jahren und der Erfolg zeigt, dass wir vieles richtig machen. Hessen ist mit fast 100.000 Hektar Ökofläche und knapp 2.000 Ökobetrieben bundesweit überdurchschnittlich“, betonte Hinz.

Zudem war die Hessische Staatsdomäne Frankenhausen ein hervorragender Veranstaltungsort. Die Domäne wird durch das Lehr- und Versuchsgut für Ökologischen Landbau und nachhaltige Regionalentwicklung der Universität Kassel in Witzenhausen bewirtschaftet – bereits seit 1998 nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Damit wird genau die Vorbildfunktion erfüllt, die hessische Domänen bei der Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus haben sollen. Die Veranstalter haben bewiesen, die richtige Idee mit dem richtigen Konzept zur richtigen Zeit gehabt zu haben. Insgesamt haben sich mehr als 280 Ausstellern angemeldet. „Das große Interesse aber auch die steigende Nachfrage nach Bioprodukten bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern bestätigen: Es ist höchste Zeit für die ersten bundesweiten Ökofeldtage. Denn die Ökolandwirtschaft liefert gesunde Lebensmittel, schont die Umwelt und erhält die Artenvielfalt!“, so Hinz weiter.

Ökoaktionsplan der Landesregierung wirkt

„Diese Veranstaltung steht exemplarisch für die Agrarpolitik des Landes Hessen. Denn ein zentrales Anliegen der Landesregierung ist es, den Anteil des Biolandbaus in Hessen spürbar zu steigern. Schwerpunkte des Ökoaktionsplans sind die Stärkung von Forschung, Vertriebs-, Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen. Vor allem wollen wir die Vernetzung und den Austausch aller Akteure voranbringen und den Wissenstransfer durch Öffentlichkeits- und Informationsarbeit unterstützen. Gleichermaßen wichtig ist uns natürlich auch, dass hier ebenso für die konventionellen Landwirte und Landwirtinnen eine gute Möglichkeit besteht, den Ökolandbau kennen zu lernen“, erläuterte die Ministerin und dankte den Organisatoren sowie allen helfenden Händen abschließend für die hervorragende Arbeit.

Insgesamt nahmen rund 10.000 Besucher das Angebot in Frankenhausen wahr. Zwei Tage gab es strahlenden Sonnenschein und große Hitze. Dies wurde aber vom Fachpublikum mit Ruhe und Gelassenheit betrachtet und durch kühle Getränke ausgeglichen. Erst ein Gewitterbruch am späten Nachmittag des zweiten Tages führte dazu, dass die Öko-Feldtage etwas früher als geplant endeten. Dennoch war die Veranstaltung für alle Beteiligten und auch für den LLH ein voller Erfolg.