Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Agrarpolitik & Förderung

Neuregelungen zu Zahlungsansprüchen

Die Gültigkeit der bisherigen Zahlungsansprüche (ZA) war bereits mit dem 31.12.2014 ausgelaufen. Zum Ende des Jahres 2015 wurde der Bewirtschafterin/dem Bewirtschafter pro Hektar der im Förderantrag 2015 beantragten, beihilfefähigen Fläche ein ZA zugeteilt.

Zuweisung neuer ZA ist auch in 2016 und später möglich

Junglandwirtinnen/Junglandwirte und Neueinsteigerinnen/Neueinsteiger können unter bestimmten Voraussetzungen aus der nationalen Reserve auch nach 2015 ZA erhalten.
Sie müssen:

  • aktive Betriebsinhaberinnen/Betriebsinhaber sein und
  • eine Mindesttätigkeit auf den beihilfefähigen Flächen erfüllen.

Auch in bestimmten Fällen von höherer Gewalt oder außergewöhnlichen Umständen können ZA zugewiesen werden.
Außerdem kann eine Zuweisung aus der nationalen Reserve nur einmal innerhalb der Förderperiode erfolgen. Das bedeutet, dass ZA einer Junglandwirtin/eines Junglandwirtes, die sie/er bereits in 2015 erhalten hat, nicht aus der nationalen Reserve stammen dürfen.

 Wer ist eine Junglandwirtin/ein Junglandwirt?

  • Eine natürliche Person, die sich erstmals in einem landwirtschaftlichen Betrieb niederlässt oder sich während der 5 Jahre vor erstmaliger Beantragung der Basisprämie in einem Betrieb niedergelassen hat.
  • Bei erstmaliger Antragstellung in 2016 darf die Junglandwirtin/der Junglandwirt nicht vor 2012 Betriebsleiterin/Betriebsleiter gewesen sein.
  • Sie/er darf im Jahr der erstmaligen Antragsstellung nicht älter als 40 Jahre sein (somit darf er im gesamten Antragsjahr nicht 41 Jahre werden).
  • Eine juristische Person oder Vereinigung mehrerer natürlicher Personen, wenn die Junglandwirtin/der Junglandwirt das Unternehmen in Bezug auf Betriebsführung, Gewinne und finanziellen Risiken kontrolliert:
    • Alleinige Kontrolle
    • Gemeinschaftliche Kontrolle: Keine Entscheidung gegen die Junglandwirtin/den Junglandwirt.
      Zu detaillierten Fragestellungen nutzen Sie eine entsprechende Beratung.

Aus der nationalen Reserve bekommt die Landwirtin/der Landwirt in Höhe der beantragten beihilfefähigen Fläche abzüglich der bereits vorhandenen ZA zugewiesen.

Wer ist eine Neueinsteigerin/ein Neueinsteiger?

  • Natürliche und juristische Personen dürfen 5 Jahre vor Beginn der landwirtschaftlichen Tätigkeit oder dem Einstieg in eine Gesellschaft keine landwirtschaftliche Tätigkeit im eigenen Namen und auf eigene Rechnung ausgeübt haben.
  • Dies gilt auch für natürliche Personen, die die Kontrolle innerhalb einer juristischen Person oder Personengesellschaft haben, die eine landwirtschaftliche Tätigkeit ausübt.
  • Betriebsinhaberinnen/Betriebsinhaber müssen ihre landwirtschaftliche Tätigkeit 2013 oder später aufgenommen haben. Spätestens 2 Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, indem sie ihre landwirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen haben, muss der Antrag auf Basisprämie gestellt werden.

Bitte beachten Sie: Als landwirtschaftliche Tätigkeit im Sinne der EU-rechtlichen Bestimmungen zählt auch eine gewerbliche Tierhaltung.

Das sollten Sie noch über die ZA wissen

  • Nur Betriebe mit einer Mindestgröße von einem Hektar können ZA beantragen.
  • Die Flächen müssen in einem guten landwirtschaftlichen Zustand sein und die Bewirtschafterin/der Bewirtschafter muss eine Mindesttätigkeit auf der Fläche sicherstellen können. Darunter versteht man, dass einmal während des Jahres der Aufwuchs gemäht und das Mähgut abgefahren wird oder dass der Aufwuchs gemulcht wird.
  • ZA kann man nicht mehr rotieren lassen.
  • Überschüssige ZA verliert man im dritten Jahr an die nationale Reserve.
  • ZA können, wie in der Vergangenheit auch, an andere Landwirtinnen/Landwirte verkauft werden.
  • Neu ist, dass ZA auch ohne Fläche verpachtet werden können.

Der Wert der ZA wird bis Ende 2018 in den Bundesländern unterschiedlich sein, da die Basisprämie in den Bundesländern bis dahin keinen einheitlichen Wert erreicht hat. Somit sind Aktivierung und Handel von ZA erst ab 2019 nicht mehr an Regionen gebunden. Die Greeningzahlungen sind bereits ab 2015 bundeseinheitlich.

Nach wie vor ist die ZI-Datenbank für den Handel und die Dokumentation zuständig.

Weitere wichtige Informationen und Hinweise entnehmen Sie bitte dem Merkblatt zum gemeinsamen Antrag 2016 der WI-Bank.

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