Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

CC & Dokumentation

GQS im Einsatz auf hessischen Betrieben – Vorteile und Möglichkeiten

Seit dem vergangenen Geschäftsjahr 2016 kann im LLH und bei den hessischen Landwirten bereits auf über 10 Anwendungsjahre und viel Erfahrung mit dem Programm GQS (Gesamtbetriebliche Qualitäts-Sicherung) zurückgeblickt werden.

GQS HofcheckIm Jahr 2005 hatte sich das Land Hessen einer Länderkooperation unter der Federführung der LEL (Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume) in Baden-Württemberg, die das Programm begründet hat und weiterentwickelt, angeschlossen. Seither ist diese bundesweite Kooperation stetig angewachsen und besteht nun aus 8 Mitgliedsländern sowie über 7000 Programmanwendern. In Laufe dieser Zeit hat sich das Programm äußerlich von der Papierform (bestehend aus mehreren Ordnern) zur digitalen, in Hessen derzeit angebotenem  im CD-Format, gemausert.

Die Zielsetzung des Programmes, den Landwirten eine praktikable Hilfe zur Eigenkontrolle und Dokumentation an die Hand zu geben, hat sich dabei stets unverändert erhalten. In diesem Sinne wurde 2016 für das Programm auch ein neues Logo entwickelt, das den betrieblichen Eigenkontrollcharakter noch deutlicher hervortreten lassen soll: So hilft GQS hilft den hessischen Landwirten dabei in den vielfältigen Anforderungen (Cross Compliance, landwirtschaftliches Fachrecht, private Qualitätssicherungssysteme, ökologische Anbauverbände…) den Durchblick zu behalten und gut organisiert zu sein. Durch die jährliche Einarbeitung der jeweils aktuellen Veränderungen in das System, wird es dem Betriebsleiter zudem erleichtert immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Da GQS vollständig modular aufgebaut ist, kann es entsprechend der betrieblichen  Ausrichtung bzw. der Produktionsschwerpunkte flexibel und individuell für jeden einzelnen Betrieb zusammengestellt werden. Anhand von Checklisten, in denen die betreffenden Anforderungen verständlich und kurz formuliert, sowie thematisch klar strukturiert und aufgearbeitet sind, kann der Landwirt Punkt für Punkt seine Betriebszweige bzw. die sich darin ergebenden Anforderungen abarbeiten. Da GQS bei verschiedenen Qualitätssicherungssystemen als Mittel zur Eigenkontrolle anerkannt ist, reduziert sich zudem oftmals der Dokumentationsaufwand.

Ergänzende Informationen, wie themenbezogene Vordrucke und Merkblätter, können direkt aus dem System heraus bezogen ausgedruckt oder auch abgespeichert werden. Das lästige und zeitaufwendige Suchen von Formblättern, ergänzendem Informationsmaterial und gegebenenfalls Kontaktadressen entfällt somit weitgehend.

Bei der Bearbeitung eventuell auftretende „offene Posten“ können zudem in einer To-Do Liste zusammengestellt werden und so später gezielt und gebündelt angegangen werden. Die Möglichkeit zur Benutzung und Erstellung eines Ablageplanes erleichtert zusätzlich die Büroorganisation und sorgt für Überblick bei Aufbewahrungsorten und -fristen von Dokumenten und Ordnern. Ergänzt wurde das Programm in den vergangenen Jahren durch den sogenannten Notfallordner. Dieses spezielle Modul ermöglicht es Vorsorge zu treffen, falls der Betriebsleiter plötzlich ausfallen sollte. Auch hier werden dem Anwender Checklisten, Informationen, Vordrucke und Ablagepläne zur Hilfestellung geboten. Insbesondere dieser Teilaspekt des Programmes GQS ist in den letzten Jahren auf reges Interesse gestoßen und wurde vermehrt nachgefragt. Parallel dazu wurde aber auch das Programm GQS als Gesamtpaket bei Arbeitskreisveranstaltungen, in landwirtschaftlichen Fachschulen und im Rahmen von Vorträgen, Informationsfaxen und durch Fachartikel von Mitarbeitern des LLH vorgestellt und fortlaufend bekannter gemacht.

Im Sommer 2016 bot sich zudem bei den DLG-Feldtagen in Haßfurt (Franken) die Chance dem Publikum an einem eigenem Informationstand das Programm GQS länderübergreifend präsentieren zu können.

Zudem wurden im Herbst 2016 auch die Berater des LLH, im Rahmen von Schulungstagen zum Thema Cross Compliance, nochmals stärker eingebunden und mit den Möglichkeiten des Programmes vertraut gemacht. Insbesondere für die Beratung kann GQS mit der Möglichkeit zur Simulation von Betriebsszenarien (z.B. die Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung) und den sich daraus ergebenden veränderten Anforderungen interessante Ansätze für die Zusammenarbeit mit den Landwirten bieten.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass es sich bei GQS um ein praktikables, bewährtes, anwenderfreundliches und vielseitiges Programm handelt, das sich in Zukunft hoffentlich einer noch weiter gesteigerten Annahme und Verbreitung in Hessen erfreuen kann.

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