Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Die „Rote Seite“ sieht noch keine steigenden Schweinepreise

Das Angebot an schlachtreifen Schweinen ist, auch saisonbedingt, immer noch recht groß. Obwohl jetzt in unterschiedlichen Bundesländern zusammen zwei Feiertage anstehen, lassen sich die Schlachtschweine aber zügig vermarkten, sodass durchaus von einem insgesamt voll ausgeglichenen Markt gesprochen werden kann.

Eine echte Kehrtwende zu höheren Preisen sehen die Schlachthöfe allerdings noch nicht.

EU-Schweinepreise: Märkte weiterhin auf Stabilisierungskurs – Auch, wenn es sich insgesamt in den Notierungen noch nicht wiederspiegelt, sind Schlachtschweine gefragt.

Am europäischen Schlachtschweinemarkt zeigten sich auch in der zurückliegenden Schlachtwoche keine entscheidenden Veränderungen. Die überwiegende Anzahl der Notierungen stabilisierten sich auf dem erzielten Niveau.

Ende der Hauspreispolitik bei Vion für Vertragsmäster

Laut der agrarzeitung will der niederländische Schlachtkonzern mit einem alternativen neuen Abrechnungsmodell zumindest bei Vertragsmästern zukünftig auf Hauspreise verzichten und den jeweils aktuellen Vereinigungspreis zahlen.

Das neue Modell wird als „Good Farming Balance“ bezeichnet. Um sich daran beteiligen zu können, müssen die Mäster einen Vertrag mit dem Schlachtkonzern Vion abschließen. Dieser verpflichtet zu einer kontinuierlichen Andienung und Weitergabe von Managementinformationen aus dem eigenen Betrieb. Kündbar ist der Vertrag jeweils mit einer Frist von 12 Monaten. Mit dem Vertrag kommt die Vion-Gruppe dem Schweinelieferanten dafür bei der Bezahlung und den Abrechnungsmodalitäten der Schweine entgegen. Wie bereits erwähnt, verpflichtet sich der Schlachtkonzern dazu, den Vereinigungspreis als Abrechnungsgrundlage zu wählen. Weiterhin gilt eine wesentlich bessere Abrechnungsmaske. Zuvor lag das ideale Schlachtgewicht bisher bei 86 bis 105 kg. Die neue Balance-Maske ermöglicht dagegen eine abschlagsfreie Anlieferung von Schweinen im Bereich von 80 bis 110 kg Schlachtgewicht. Der größere Gewichtskorridor garantiert dem Mäster eine zügigere Ausstallung bei Andienung größerer Partien, die nicht mehr so einheitlich, wie zuvor sein müssen. Dadurch können die Landwirte die Schweineställe wesentlich effizienter nutzen, zumal auch schneller wieder eingestallt werden kann.

Vion hat in den Niederlanden nach eigenen Angaben mit diesem Abrechnungssystem gute Erfahrungen gesammelt. Noch in diesem Jahr soll das System auch den deutschen Landwirten angeboten werden.

Tendenz Schlachtschwein: stabile Preise

Ferkelpreis: Bodenbildung scheint endlich vollzogen zu sein

Die Nachfrage nach Ferkeln ist im Vergleich zur Vorwoche wieder belebter. Das Angebot an hessischen Ferkeln ist sogar insgesamt eher leicht unterdurchschnittlich, auch wenn es regionale Unterschiede gibt. Die Vermarktung der Ferkel bereitet längst nicht mehr die Probleme, wie noch vor einigen Wochen. Insofern kann in der laufenden Woche unter Umständen mit steigenden Preisen gerechnet werden.

Tendenz Ferkel: festere Preise

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