Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Endlich steigt der Schweinepreis wieder, wenn auch nur leicht

Schlachtschweine sind weiterhin knapp. Obwohl der Vereinigungspreis in der letzten Woche um 2 Cent auf nun 1,41 €/kg SG zulegen konnte bleibt die Frustration der Mäster, aber auch der Ferkelerzeuger, über die insgesamt zu niedrigen Preise groß.

Der Fleischmarkt läuft inzwischen besser, was sicherlich daran liegt, dass sich die Sommerferien in einigen Bundesländern dem Ende zuneigen. Auch für die laufende Woche scheint der Schweinepreis wieder etwas Luft nach oben zu haben.

EU-Schweinepreise: In der letzten Woche zeigte sich der europäische Schlachtschweinemarkt relativ uneinheitlich aber überwiegend wurden unveränderte Notierungen gemeldet. Die Notierungen scheinen sich auf dem erreichten Niveau zu stabilisieren. Im Süden sorgen weiterhin die Urlauber für eine zusätzliche Nachfrage. Mit einer unveränderten Notierung ist Spanien nach wie vor an der Spitze im europäischen Preisgefüge der fünf größten Schweine haltenden Mitgliedsländer.

ASP breitet sich nicht nur gen Westen aus, sondern auch gen Osten

Die jüngsten dramatischen Schweinepestausbrüche wurden kürzlich aus Rumänien gemeldet, wo inzwischen auch größere Betriebe von einer Bestandskeulung nicht verschont wurden. Ganz neu ist jetzt, dass das Pekinger Landwirtschaftsministerium am Freitag erste Ausbrüche in China meldete. „Das Virus wurde auf einem Schweinebetrieb nahe der Stadt Shenyang in der nordöstlichen Provinz Liaoning festgestellt. 47 der insgesamt 383 Schweine seien verendet. Mittlerweile wurden Sperr- und Beobachtungszonen eingerichtet und im Umkreis des Betriebs fast 1.000 Tiere gekeult.“ So agrarheute https://www.agrarheute.com/tier/schwein/china-erster-ausbruch-afrikanischen-schweinepest-547074. Bis jetzt ist es noch völlig unklar wie das Virus dorthin gekommen ist. Zur Grenze nach Russland oder Nordkorea sind es vom Ausbruchsort rund 200 km. Die Situation ist höchstdramatisch, zumal in China etwa die Hälfte aller weltweiten Schweine steht. Eine weitere Ausbreitung dort könnte auch gravierende Auswirkungen auf den weltweiten Schweinehandel und –preis haben. Damit so etwas möglichst nicht in Deutschland passiert, sind alle Betriebe angehalten alle Maßnahmen zu einer höchstmöglichen Biosicherheit einzuhalten. Wenn überhaupt noch möglich, sollte, sofern noch nicht geschehen, unbedingt noch eine Betriebsausfallversicherung abgeschlossen werden.

Tendenz:
Schlachtschwein: leicht festere Preise

Ferkelpreise: Vorläufiger Tiefstand scheint erreicht zu sein

Am Ferkelmarkt stehen sich Angebot und Nachfrage relativ ausgeglichen gegenüber. Da die Mastschweine aufgrund der Hitze nicht so zügig wachsen und der Stall später als geplant frei wird, ordern viele Mäster die Ferkel nicht so früh, wie üblich. Das kompensiert sich aber zum Teil durch ein leicht unterdurchschnittliches Angebot an Ferkeln.

Tendenz:
Ferkel: unveränderte Preise

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