Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Futtermittel: Preisanstieg gebremst

Mischfutterkomponenten haben sich in dieser Saison verteuert. Mit den Deckungskäufen der Futtermischer und der rückläufigen Nachfrage gaben die Preise zuletzt wieder nach.

Infolge der dürrebedingten Ertragsdepression ist die Versorgung am Raps- und Getreidemarkt in dieser Saison angespannter als in 2017/18. Die Preise spiegeln dies als Knappheitsindikator mit höheren Risikoprämien wieder. So wird Futterweizen ab Hof in Hessen zum jetzigen Zeitpunkt mit 190 EUR/t bewertet und damit 43 EUR/t mehr als im Vorjahr. Auch Futtergerste ist knapp und mit 191 EUR/t inzwischen sogar teurer als Futterweizen. Preisstützend wirkte sich die rege Nachfrage der Futtermischer aus den Veredelungsregionen aus.

Die Marktlage entspannt sich wieder

Aufgrund der höheren Rohstoffpreise haben sich auch die Mischfutterkomponenten verteuert. Mittlerweile sind die Mischfutterhersteller aber aus sich heraus gut mit Rohstoff versorgt und haben etwaige Bedarfslücken mit Importware kompensiert. Hinzu kommt, dass das Damoklesschwert der Afrikanischen Schweinepest (ASP) über dem Markt schwebt. Durch das risikoaverse Einstallverhalten der Schweinemäster hat sich die Nachfrage nach Mischfutterkomponenten zuletzt spürbar abgekühlt. Viele Schweinemäster haben ihren vorderen Bedarf bereits über Kontrakte gedeckt und agieren nun deutlich zurückhaltender mit Deckungskäufen. Hinzu kommt, dass die Bestände in den Milchviehbetrieben z.T. verringert wurden und die Zukäufe daher geringer ausfielen. Unter dem Einfluss dieser Faktorenkombination haben die Preise einiger Mischfuttermittel im Monat Oktober wieder etwas nachgegeben. Dies gilt z.B. für Ferkelaufzuchtfutter (-3,00 EUR/t), AF I für Mastschweine (-3,00 EUR/t) und AF II für Mastschweine (-2,50 EUR/t).

Proteinmarkt uneinheitlich

Der Sojakomplex geriet infolge der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie einer erwarteten Rekordernte in den USA zuletzt unter Druck. In Hessen kostet 44er-Schrot frei Hof aktuell 354 EUR/t. Rapsschrot ist auf den vorderen Positionen eher knapp und konnte sich vom Sojaschrot absetzen. In Hessen wird Rapsschrot derzeit mit 276 EUR/t bewertet. Ein Plus von 56 EUR gegenüber 2017. Bezogen auf 1% Protein ist Soja damit 0,05 EUR billiger.

Diagramm Futtermittelpreise Hessen, Abgabepreise in EUR/t

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