Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Getreide: Die neue Ernte rückt in den Fokus

In den Frühdruschgebieten ist die Gersten-Ernte bereits angelaufen. Mit dem Erntebeginn geben die Preise in Hessen gegenüber der Vorwoche um ca. 1 EUR/t nach.

Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Menge und Qualität agieren die Marktteilnehmer äußerst zurückhaltend am Markt. Viele Erzeuger sind unserer Empfehlung gefolgt und haben günstige Marktphasen für den Vorverkauf ihrer Ernte genutzt.

Markt für Weizen

In den USA ist die Weizenernte besser angelaufen als erwartet. Trotz ausgeprägter Trockenheit in den Plains berichten Marktbeteiligte von überraschend positiven Ergebnissen. Dies setzt die Weizenkurse in Chicago unter Druck. Ägypten kaufte gestern in einem offiziellen Tender für Verladung im August 120.000 t russischen Mahlweizen. Aufgrund der schwachen Weizenernte bleibt die Importabhängigkeit des Landes auch in 2018/19 hoch. Am europäischen Terminmarkt ist der Weizenkurs nach seinem Vorerntehoch von 187,50 EUR/t in einen Korrekturmodus eingeschwenkt. Jedoch scheint der Kurs nun bei 175 EUR/t vorerst seinen Boden gefunden zu haben. Eine weitere Abwärtskorrektur ist in der Ernte allerdings möglich. Auch in den USA gehen die Anleger angesichts der Niederschläge in Australien mit ihren Positionen „short“ und wetten damit auf sinkende Kurse.

Markt für Gerste

Mit den sommerlichen Temperaturen hat die Gerstenernte in den Frühdruschgebieten bereits begonnen. Aufgrund der hohen Temperaturen und Trockenheit zwingen notreife Bestände die Landwirte zu einer vorzeitigen Ernte. In einigen Regionen Norddeutschlands wird von dem frühsten Erntebeginn seit 60 Jahren berichtet. Wider Erwarten scheinen die ersten Zahlen zu Erträgen und Hektolitergewichten in Hessen durchaus positiv auszufallen. Die Erfassungsstellen melden Erträge auf einem überraschend hohen Niveau von bis zu 9 t/ha. Saisontypisch entsteht mit dem Erntebeginn ein gewisser Preidruck. Gegenüber der Vorwoche (150,46 EUR/t) geben die Preise für Futtergerste in Hessen mit 149,62 EUR/t um ca. 1 EUR/t nach. Optimistisch stimmt, dass von einer guten Nachfrage aus den Niederlanden und Südoldenburg berichtet wird.

Weizenkurs, Euronext Paris, Fronttermin in EUR/t

Abb.: Weizenkurs, Euronext Paris, Fronttermin in EUR/t; Quelle: Saatbau.com.

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