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Getreide: Katerstimmung nach USDA-Report

Der aktuelle USDA-Report verunsichert erneut die Märkte. Überraschend lieferte Peking revidierte Hochrechnungen zu den Vorräten. Die Kurse verlieren derzeit an Boden.

Manch einer rieb sich gestern bei der Lektüre des USDA-Berichts verwundert die Augen. 307,5 Mio. t Mais in den Silos dieser Welt? Analysten hatten im Durchschnitt 159 Mio. t erwartet. Auch die Weizenvorräte wurden kräftig nach oben korrigiert. Der Grund: Das chinesische Büro für Statistik musste seine Hochrechnungen offenbar deutlich anpassen. Die Kurse drehen ins Minus.

Weizen

Die australischen Farmer sehen sich in Queensland & New-South Wales mit der größten Dürre seit 20 Jahren konfrontiert. ABARES schätzt den Anteil der betroffenen Flächen auf 49%. Vor diesem Hintergrund musste das USDA die Ernteerwartung nochmals um 1 Mio. auf 17,5 Mio. t nach unten korrigieren. Auch die Exporte wurden infolgedessen auf 11,5 Mio. t zurückgenommen. Bei den übrigen großen Weizenexporteuren ergaben sich keine nennenswerten Anpassungen. Dass die Welt-Weizenproduktion dennoch um 2,6 Mio. t nach oben tendiert und die Endbestände um 6,5 Mio. t anschwellen, ist einzig auf die Revisionen Chinas zurückzuführen. Dort sieht man den Anfangsbestand und die Ernte inzwischen 4,5 Mio. t höher als im Vormonat. Der Lagerendbestand steigt damit um 7,5 Mio. auf 143,6 Mio. t. Rechnet man China allerdings aus den Gleichungen heraus, fällt die Welt-Weizenproduktion de facto um 1,9 Mio. t.

Mais

In den USA scheint die Maisernte aufgrund rückläufiger Hektarerträge wohl doch niedriger auszufallen. Das USDA taxiert die neue Schätzung nur noch auf 371,5 Mio. t. Das sind immerhin 3,9 Mio. t weniger als im Oktober. Eine kleine Sensation ergibt sich im Hinblick auf die Maisvorräte am Weltmarkt. Die von China revidierten Zahlen zu Flächen und Ernten führen dazu, dass der Anfangsbestand von 198 Mio. t auf 341 Mio. t steigt. Weltweit dürften demnach am Ende dieser Saison 307,5 Mio. t anstatt 159 Mio. t Mais in den Silos dieser Welt lagern. Chapeau! So viel zur Plausibilität der USDA-Zahlen.

Weniger Getreide im Osten Australiens wegen Dürre und Frost (in Mio. t)

Diagramm Getreideproduktion und Exporte 2010 bis 2018

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