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Getreide: USDA-Bericht überrascht den Markt

Die Getreidevorräte werden in dieser Saison erstmals seit fünf Jahren wieder schrumpfen. Doch wer im WASDE-Septemberbericht weitere Abwärtskorrekturen erwartet hatte, musste enttäuscht werden. Die Aussichten für die Produktion wurden sogar angehoben.

Die „Goldgräberstimmung“ am Markt ist vorerst der nüchternen Erkenntnis gewichen, dass die Versorgungslage möglicherweise doch besser ist als erwartet. Zwar werden die Vorräte bis zum Ende dieser Saison erstmals seit fünf Jahren wieder um 53 Mio. t schrumpfen.  Wer allerdings wegen des Dürresommers weitere Abwärtskorrekturen von Seiten des USDA erwartet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen.

Prognose für Russland angehoben

Wegen schlechter Aussaatbedingungen kann Russland nicht an die Rekordernten vergangener Jahre anschließen. Gleichwohl ist die Ernte in den Sommerweizen-Belts besser ausgefallen als erwartet. In der September-Prognose korrigierte das USDA die Ernteschätzung daher um 3 Mio. t nach oben. Damit könnten die Russen 71 Mio. t Weizen von den Feldern holen. Das sind immer noch 14 Mio. t weniger als im Vorjahr.

Wassermangel in Australien

Im dürregeplagten Australien werden hingegen definitiv größere Ernteausfälle zu beklagen sein. Während der Westen gute Weizenerträge erwartet, leidet der Osten unter ausgeprägter Trockenheit. Die Ernteerwartung für 2018/19 wurde daher um 2 Mio. t auf 20 Mio. t reduziert. Auch in Kanada sieht das USDA mit 31,5 Mio. t eine kleinere Ernte (- 1 Mio.).

Produktion für 18/19 höher geschätzt

Die Weltweizenproduktion steigt mit den Korrekturen auf 733 Mio. t. Das sind 3,4 Mio. t mehr als im August. Die Welt- Getreideerzeugung inkl. Reis sieht das USDA sogar bei 2,57 Mrd. t. Ein Plus von 8 Mio. t. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn auch der Verbrauch wird kräftig zulegen. Den Weltverbrauch an Mais schätzt Washington inzwischen auf gigantische 1,1 Mrd. t. Auch der Weizenverbrauch wird die Produktion mit 746 Mio. t deutlich übersteigen.

Fazit

Das Sicherheitspolster ist in dieser Saison ungleich knapper als im Vorjahr. Daran ändern auch die Korrekturen im aktuellen WASDE-Bericht kaum etwas.

Diagramm Versorgungsbilanz am Weltweizenmarkt

Versorgungsbilanz am Weltweizenmarkt; Quelle: Daten aus USDA

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