Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Getreide: USDA korrigiert Vorräte marginal nach oben

Im neuen WASDE-Report fallen die Lagerbestände etwas größer aus. Die Marktteilnehmer zeigen sich jedoch unbeeindruckt und hoffen auf eine Beilegung des Handelsstreits.

Analysten hatten im Dezember-WASDE keine nennenswerten Anpassungen bei den globalen Vorräten erwartet. Tatsächlich hat das USDA die Bestände aber moderat angehoben.

Weizen

Der neuen Hochrechnung zufolge sollen bis zum Ende dieser Saison 18/19 knapp 1,4 Mio. t mehr Weizen in den Silos dieser Welt lagern. Damit steigt der Lagerbestand am Weltmarkt auf 268 Mio. t. Die russische Weizenernte wird unverändert bei 70 Mio. t gesehen, doch wurde der Anfangsbestand um 1 Mio. t erhöht. Australiens Farmer werden dürrebedingt nur noch 17 Mio. t von den Feldern holen und somit 0,5 Mio. t weniger als noch zuletzt erwartet. Dies wäre de facto die kleinste australische Weizenernte seit 2007/08. Kompensiert wird dieser Effekt aber z.T. wieder durch höhere Erträge in Kanada, die zu einer 0,3 Mio. t größeren Ernte führen. In den USA dürften die Bestände aufgrund der schwachen Exportzahlen im 1. Halbjahr auf 26,5 Mio. t steigen. Auch für die EU rechnen die Experten mit größeren Vorräten, da die Ausfuhrprognose bis zum Ende der Saison auf 22 Mio. t gesenkt werden musste. An Russland geht im Export aktuell kein Weg vorbei.

Mais

Im Fokus der Marktteilnehmer standen beim Mais v.a. die Produktion in Argentinien und Brasilien. Diese beließ das USDA mit 42,5 Mio. t bzw. 94,5 Mio. t auf dem Niveau des Vormonats. Auch die US-Produktion wird weiterhin bei gigantischen 371,5 Mio. t gesehen, wobei die Lagerbestände in den USA um 1 Mio. t höher ausfielen. Reduzierte Verbrauchsmengen in der Ethanol-Produktion führen zu diesem Ergebnis. Damit steigen die Weltvorräte am Maismarkt in der Summe auf 308,8 Mio. t.

Fazit

Obwohl die höheren Lagerbestände den Bären am Markt hätten Futter liefern können, drehen die Kurse ins Plus. Die Möglichkeit einer Beilegung der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China stimuliert den Markt.
Abbildung Versorgungsbilanz am Weltmarkt für Weizen; Quelle: USDA

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