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Marktinformation

Getreide: Weizen knackt in Paris 200-Euro-Marke

Am europäischen Terminmarkt setzt der Weizenkurs seinen Drive mit einer stabilen Aufwärtsbewegung fort. Schwache Ernten führen zu einem Abbau der Lagerbestände.

Dürre und Hitze sorgen in diesem Jahrhundertsommer für massive Ertragseinbußen. Kaum überraschend mussten die Ernteerwartungen für Deutschland beinahe mit jeder neuen Schätzung drastisch nach unten korrigiert werden.

12% weniger Weizen in Deutschland

Inzwischen geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nur noch von einer Weizenernte in Höhe von 21,5 Mio. t aus. Das wären immerhin 12% weniger als im Vorjahr (24,5 Mio. t). Die Befunde der Bonituren und ersten Hochrechnungen zeigen, dass v.a. die Bestände im Norden und Osten des Landes unter Trockenstress gelitten haben. Nicht selten mussten z.B. in Nordfriesland ganze Schläge witterungsbedingt als Ganzpflanzensilage abgeerntet werden. Im Hinblick auf Frankreich gehen die Meinungen der Analystenhäuser hingegen auseinander. Agreste schätzt die französische Weizenernte immerhin noch auf 36,08 Mio. t und liegt damit lediglich 0,5 Mio. t unterhalb des Niveaus von 2017 (35,9 Mio. t). Diese Schätzung stimmt mit dem Wert der EU-Kommission weitgehend überein. Dessen ungeachtet korrigierte Strategie Grains seine Erwartungen an die französische Weizenernte indessen drastisch auf nur noch 33,2 Mio. t nach unten, was in Paris ein regelrechtes Kursfeuerwerk auslöste. Dieses dürfte sich bei näherer Betrachtung am Ende nicht als kurzes Strohfeuer erweisen, denn auch andere Weltregionen, darunter der mittlere Westen der USA, Australien und die Schwarzmeerregion, leiden unter ausgeprägter Trockenheit.

Weizenkurs setzt Aufwärtstrend fort

Das USDA sieht die russische Weizenernte nur noch bei 67 Mio. t (Vj. 85 Mio. t). Weltweit schrumpfen die Weizenvorräte bei einem Stock-to-Use-Ratio von 34% auf lediglich 261 Mio. t (Vj. 274 Mio. t). Dementsprechend werden aktuell Risikoprämien in die Kurse einkalkuliert. Der Weizenkontrakt setzt seinen Drive in Paris mit einer stabilen Aufwärtsbewegung fort. Mit einem Plus von 5 EUR/t knackte der Fronttermin gestern sogar die psychologisch wichtige Marke von  200 EUR/t!

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