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Marktinformation

Lagerrenditen bei der Futtergerste

Das Marktumfeld am Gerstenmarkt bleibt freundlich gestimmt. Die globale Versorgungsbilanz ist mit 18 Mio. t limitiert. Für den Export wird zunehmend Ware kontrahiert.

Wer seine Gerste nach der Ernte 2017 eingelagert hat, konnte bis zum heutigen Zeitpunkt Lagerrenditen erzielen. Mit 133 EUR/t frei Erfasser kostet Futtergerste in Hessen zum jetzigen Zeitpunkt etwa 5 EUR/t mehr als vor der Ernte. Damit beträgt der Preisabstand zum Futterweizen nur noch 5 EUR/t. An den Standorten der Seehäfen werden für die Futtergerste bereits Preise aufgerufen wie für den B-Weizen. Braugerste erzielt im Großhandel Prämien von bis zu 75 EUR/t. Die Gerste bleibt in dieser Saison die Kultur mit dem größten Preisspielraum nach oben.

Versorgungsbilanz angespannt

Weltweit könnte der Lagerbestand an Gerste in 2017/18 von 24 Mio. t auf nur noch 18 Mio. t sinken. Nach einer Rekordernte von 13 Mio. t im Vorjahr ist Australien mit 8 Mio. t wieder „back-to-normal“. Zudem waren die Überhänge der alten Ernte deutlich kleiner als erwartet. In der EU wurden in 2017 etwa 1 Mio. t weniger Gerste von den Feldern geholt als im Vorjahr.

Exporte beleben das Geschäft

Während die heimischen Futtermischer ihre Rationen an Futtergerste weiter reduzieren, fließt immer mehr Ware in Richtung der Seehäfen. Zwar liegen die Ausfuhren mit 3,47 Mio. t bislang eher moderat über Vorjahreslinie (2,97 Mio. t). Jüngst kaufte Saudi-Arabien im Tenderverfahren jedoch 960.000 t europäischer Herkunft, die im April geliefert werden. Davon wird Deutschland etwa 450.000 t liefern. Getreidehändler gehen davon aus, dass die Saudis einen weiteren Tender auf den Markt bringen.

Prognose

Der höhere Ölpreis und die Abwertung des Euros könnten dazu führen, dass weitere Exporte in Richtung Saudi-Arabien fließen. Auch China tritt am Weltmarkt als weiterer Nachfrager auf. Werden für den Export weitere Mengen von den exportfernen Standorten abgezogen, könnte dies das Preisniveau insgesamt heben. Allerdings ist auch bei der Gerste nicht mit substanziellen Preissprüngen zu rechnen.

Globaler Lagerbestand an Gerste; Quelle: USDA

Globaler Lagerbestand an Gerste; Quelle: USDA

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