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Milch: Welt-Milchmarkt bleibt 2018 gut versorgt

Infolge einer limitierten Futtergrundlage ist in Deutschland mit einem reduzierten Milchaufkommen zu rechnen. Dessen ungeachtet bleibt der Weltmarkt in 2018 gut versorgt.

Nachdem das Milchaufkommen in Deutschland Ende Juni noch etwas zulegte, pendeln die Mengen im Einklang mit der üblichen Saisonalität aktuell wieder zurück. Laut AMI wurde nach den Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) in der 28. KW bundesweit 0,7% weniger Rohstoff erfasst als in der Vorwoche. Mit 615 Tsd. t lag die Gesamtmenge aber immer noch 2,9% über der Vorjahreslinie 2017 (597 Tsd. t).

Inhaltsstoffe rückläufig

Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass die Inhaltsstoffe der Milch aktuell sehr niedrig ausfallen. Wie die Süddeutsche Butter- und Käsebörse e.V. in Kempten berichtet, ist bei der Herstellung einiger Produkte, darunter z.B. Butter, ein erhöhter Rohstoffeinsatz erforderlich. Dies erklärt u.a. die extremen Preisausschläge in diesem Segment. Fraglich ist, wie sich die Milchmengen vor dem Hintergrund der Trockenheit im weiteren Verlauf dieses Jahres entwickeln werden. Zahlreiche Betriebe klagen bereits jetzt über eine eingeschränkte Futtergrundlage. Mit einer Abstockung der Kuhbestände ist zu rechnen. Wenngleich der Mengendruck damit in Deutschland abnehmen dürfte, sind in diesem Fall keineswegs höhere Milchpreise garantiert. Inzwischen hängt der Milchpreis in Deutschland nämlich bereits zu 80% von den Bewegungen am Weltmarkt ab. Entscheidend wird daher sein, wie sich das Rohstoffaufkommen weltweit entwickelt.

Mehr Milch in 2018 am Weltmarkt

Nach Einschätzung der FAO werden in 2018 aufgrund einer höheren Milchleistung und stabilen Herdengrößen eher steigende Tendenzen dominieren. Infolgedessen könnte die Welt-Milchproduktion sogar um 2,1% auf 829 Mio. t zulegen, wobei der Zuwachs in Asien am größten ausfallen wird (+3%). Bei den größten Exporteuren, die den Weltmarktpreis am stärksten beeinflussen, dürfte das Milchaufkommen laut USDA mit 296,6 Mio. t immerhin um 1,5% zulegen. Fazit: Von Knappheit kann am Weltmarkt in 2018 nicht die Rede sein.

 

Milchproduktion in ausgewählten Ländern

Land 2017 2018
Quelle: Daten aus AMI 2018
Welt 812 829
Europa 224 227
– davon EU 165 167
– davon Russland 31 32
Nordamerika 107 109
– davon USA 98 99
Südamerika 63 65
– davon Brasilien 35 36
Ozeanien 31 31
– davon Neuseeland 21 21
– davon Australien 9 10
Asien 323 333
– davon Indien 166 173
Afrika 45 46

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