Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Milchmarkt: Schwache Vorgaben aus Neuseeland

Weltweit sind wieder steigende Milchmengen zu beobachten. Dessen ungeachtet zeigten sich die Erzeugerpreise in Deutschland bislang erstaunlich stabil.

Trotz Dürre und einer limitierten Futtergrundlage sind am Weltmarkt wieder steigende Milchmengen zu beobachten. Während Neuseeland noch zu Jahresbeginn rückläufige Mengen meldete, steht für den Zeitraum Jun. – Sep. nun ein Plus von 5,8%. Aufgrund einer verheerenden Dürre melkten die australischen Farmer jedoch 3,3% weniger. Auch die USA bleiben in dieser Saison weiter auf Expansionskurs und werden nach derzeitigem Sachstand einen Produktionszuwachs von 1,1% erzielen. Das größte Mengenwachstum dürfte allerdings Asien mit 11,6 Mio. t bzw. 3,6% realisieren. Nach Einschätzung der FAO könnte das globale Milchaufkommen damit in 2018 wieder um 2% auf 827 Mio. t steigen.

Exportpreise am Weltmarkt rückläufig

Die Preise an der neuseeländischen Handelsplattform Global-Dairy-Trade spiegeln diese Entwicklungen wieder. Seit Mitte Mai hat der Preisindex über alle Produkte hinweg um 22% verloren. Dabei waren die Verluste am Teilmarkt für Butter mit -37% am stärksten, denn seit Längerem besteht am Weltmarkt für Butter ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Europäischer Export unterentwickelt

Obwohl der Euro in den letzten Monaten stark an Wert verloren hat, sind Milchprodukte aus der EU derzeit kaum wettbewerbsfähig. Laut EU-Kommission wurden von Jan. – Sep. etwa 14% weniger Vollmilchpulver und 11% weniger Butter exportiert. Der Käseexport bewegt sich hingegen etwa auf Vorjahresniveau, während die Ausfuhren an MMP um ca. 1% zulegen konnten.

Rohmilchpreise verlieren an Dynamik

Trotz des angespannten Marktumfelds zeigten sich die Rohmilchpreise in Deutschland bislang erstaunlich stabil. Der Grund: Fast die Hälfte der Milch (15,2 Mio. t) fließt in die Käseverwertung und Schnittkäse hat sich seit Jahresbeginn um ca. 30% verteuert. Hinzu kam das gedämpfte Rohmilchaufkommen aufgrund der Witterung. Wie wir an den Auszahlungspreisen für Oktober jedoch beobachten können, verliert der Aufschwung inzwischen an Dynamik.

Diagramm mit Auszahlungspreisen ausgewählter Molkereien

 

Impressum

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
Kölnische Str. 48-50
34117 Kassel

Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 213 079 671

+49 561 7299-0
 +49 561 7299-220
 https://www.llh.hessen.de

Technische Umsetzung

Fachgebiet Informationstechnik

Telefon                 +49 561 7299-280
E-Mail                   informationstechnik@llh.hessen.de

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Durch die weitere Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen