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Marktinformation

Ölsaaten: Rapsmarkt auf Richtungssuche

Die schwache Rapsernte in der EU und schlechten Aussaatbedingungen würden deutlich höhere Rapspreise erwarten lassen. Doch der Abstand zur 400 EUR-Marke bleibt.

In der EU wurden laut Kommission in 2018 lediglich 19,7 Mio. t Raps eingebracht. Das sind etwa 2,2 Mio. t weniger als im Vorjahr bzw. 8,6% weniger als im mehrjährigen Mittel. Noch desaströser fiel die Rapsernte in Deutschland aus. Mit 3,6 Mio. t ist ein Rückgang von 14,5% gegenüber 2017 bzw. ein Rückgang von 21% gegenüber dem mehrjährigen Mittel zu verzeichnen. Für die nächste Ernte 2019 sind die Aussichten kaum besser. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist der Raps vielerorts nicht in den Boden gekommen, ein Teil der Bestände musste inzwischen wieder umgebrochen werden. In Anbetracht dieser Kalamitäten würde man nach den Marktgesetzen eigentlich deutlich höhere Rapspreise erwarten. Zugegeben: Mit 350-360 EUR/t frei Erfasser ist die Rapssaat in Hessen aktuell immerhin 20-30 EUR/t teurer als noch im Juni. Die Erzeugerpreise halten aber nach wie vor deutlichen Abstand zur 400 EUR-Marke.

Rekord-Sojaernte in den USA

Eine riesige Sojaernte von 120 Mio. t in den USA und die Handelsstreitigkeiten mit China belasten den Ölsaatenkomplex. Sollte das Reich der Mitte seine Soja-Importe weiter drosseln, droht dem Markt eine Überversorgung. Hinzu kommt eine rekordhohe Sonnenblumenernte in der EU, Ukraine und Russland. Damit steht sehr viel billiges Sonnenblumenöl zur Verfügung, das als Substitut für teureres Rapsöl dient.

Rege Nachfrage nach Biodiesel

Die hohen Rohölpreise und das geringe Biodieselangebot lassen die Rapsölpreise kräftig steigen. Höhere Schlaglöhne bei den Ölmühlen bedeuten mehr Spielraum für die Erzeugerpreise. Da die EU rückwirkend Sonderzölle auf argentinischen Biodiesel erheben kann, sind die Dumping-Importe seit August eingebrochen. Ein Lichtstreif am Horizont.

Weniger Raps aus Australien

Die australischen Behörden gehen davon aus, dass wegen einer schwachen Canola-Ernte gerade einmal 1,9 Mio.t Raps für den Export zur Verfügung stehen. Die Auswirkungen dieser Mengenbeschränkungen könnten dem hiesigen Rapsmarkt zugutekommen.

Diagramm Rapsreise

Rapspreise 19.10.2018

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