Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schlachtschweinepreis gibt trotz Grillwetter nach

Trotz des Feiertages am 1. Mai ließen sich die Schlachtschweine zügig vermarkten.

Den Schlachthöfen bereitet allerdings der impulslose Fleischhandel und der schleppende Chinaexport weiterhin Probleme. Der zusätzliche Feiertag am kommenden Donnerstag wirkt ebenfalls dämpfend auf den Schlachtschweinepreis. Dies ließ den Preisdruck der „Roten Seite“ verstärken und die VEZG musste trotz Grillwetter Preiszugeständnisse machen. Sie senkte den Preis um 5 ct auf nun 1,37 €/kg SG.

EU-Schweinepreise: Die Notierungen zeigen sich in der Vorwoche bis auf Belgien und die Niederlande relativ stabil. Es bleibt abzuwarten, wie Preisverfall der Deutschen Notierung Einfluss auf die übrigen europäischen Notierungen in der laufenden Schlachtwoche hat.

Stickstoff (N) und Phosphor (P) in Schweinerationen reduzieren

Die neue Düngeverordnung hat für so manchen Betrieb schwerwiegende Konsequenzen. Einige Betriebe (insbesondere Schweinemastbetriebe) müssen über Bestandsabstockung oder aber über eine Senkung der Stickstoff- und Phosphorgehalte im Futter nachdenken. In Niedersachsen werden schon seit langer Zeit, besonders in veredlungsstarken Regionen, vielmals mit gutem Erfolg sogenannte RAM-Futter verwendet, die N- und P-reduziert sind. Aktuelle Versuche der LWK Niedersachsen haben gezeigt, dass insbesondere im Endmastbereich, wo die höchste Futteraufnahme ist, eine starke N-Reduktion schon ab 90 kg LG auf 12% Rohprotein (XP) ohne Leistungseinbußen stattfinden kann. Die DLG-Empfehlungen belaufen sich für diesen Mastabschnitt auf 14,5% XP. Eine frühere Absenkung schon ab 80 kg LG auf 12% XP zeigte im Versuch trotz eines entsprechenden Aminosäureausgleiches eine nicht so gute Mastleistung, wie in der Kontrolle. Ab 100 kg kann man bei Verwendung von Getreide mit hohen Rohproteingehalten sogar gänzlich auf ein Eiweißfutter, wie z.B. Sojaschrot, verzichten. Auch eine Reduktion der P-Gehalte gegenüber den DLG-Empfehlungen zeigte in diversen Mastversuchen keine Auswirkungen auf die Leistungen. Grundsätzlich ist aber bei der N-Reduktion immer auf einen entsprechenden Aminosäureausgleich zu achten. Die Reduktion der N- und P-Gehalte hat zudem viele Vorteile, zum einen wird der Geldbeutel geschont und zum anderen die Umwelt durch weniger Ammoniakemissionen entlastet, was auch für die Tiere und das Stallpersonal von Vorteil ist.

Tendenz:
Schlachtschwein: schwächere bis knapp behauptete Preise

Ferkelpreise werden nachgeben

Der Ferkelmarkt bleibt von der negativen Entwicklung am Schlachtschweinemarkt nicht unberührt. Die Marktsituation hat sich schlagartig gewandelt, indem einem normalen Angebot nur noch eine schwache Nachfrage gegenübersteht. In Hoffnung auf fallende Ferkelpreise lassen sich die Mäster mit der Einstallung Zeit, zumal auch aktuell die Feldarbeiten Vorrang haben. Preiszugeständnisse sind die Folge.

Tendenz:
Ferkel: fallende Preise