Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schlachtschweinepreis scheint eingefroren zu sein

Das Angebot an Schlachtschweinen geht immer weiter zurück, aber trotzdem ordern die Schlachthöfe nur verhalten und das trotz schönstem Grillwetter sowie Fußball-WM. Insgesamt verläuft die Vermarktung aber reibungslos. Weiterhin klagt die „Rote Seite“ nun schon seit etlichen Wochen von schwächelnden Fleischgeschäften. „Höhere Schweinepreise wird die rote Seite nicht akzeptieren“, ist sich ein Händler sicher. Zumal auch in den ersten Bundesländern bereits Sommerferien sind, dürfe sich erneut am Schweinepreis nichts ändern.

EU-Schweinepreise: Uneinheitlich. Während in den meisten EU-Staaten die Notierungen unverändert blieben, konnten Frankreich und insbesondere Spanien saisonbedingt ein plus verbuchen. In Großbritannien und besonders im exportabhängigen Dänemark sanken dagegen die Notierungen.

Heute wesentlich weniger Phosphor im Mineralfutter – Ergänzer nötig

Schon seit längerer Zeit ist es üblich, dass die Hersteller dem Mineralfutter oder Ergänzer sog. Phytasen zuzusetzen. Dies sind Enzyme, die die Aufgabe haben, den in pflanzlichen Futtermitteln zu einem großen Teil vorliegenden Phytin-Phosphat aufzuspalten und für den tierischen Organismus verfügbar zu machen. Ausgangspunkt ist die Problematik, dass Tiere diesen pflanzlichen Phosphor (P) nicht nutzen können. Je nach Pflanze bzw. pflanzlichem Produkt liegt die normale P-Verdaulichkeit ohne Phytase bei nur 10 bis allerhöchstens 70%. Bisher hat man in Futterberechnungsprogrammen bzw. bei Futterberechnungen damit kalkuliert, dass die Phytasen die P-Verdaulichkeit auf maximal 65% verbessern, indem sie einen großen Teil des Phytin-Phosphates aufspalten. Die neuerdings auf dem Markt verfügbaren und von der Futterindustrie verwendeten Phytasen sind aber um einiges wirksamer und verbessern die P-Verdaulichkeit noch mehr. Nach Aussage von Dr. G. Stalljohann von der LWK NRW kann heute bedenkenlos mit einer Verbesserung der P-Verdaulichkeit auf minimal 75% im Schnitt kalkuliert werden. Bei manchen Phytasen sogar 80% und eventuell sogar noch etwas mehr. Dies bedingt für z.B. die Schweinefütterung gravierende Änderungen. War z.B. in der Schweinemast damals bei der Kalkulation mit 65% selbst noch in der Endmast in Standardrationen ein wenig P im Mineralfutter nötig, so ist jetzt bei der Kalkulation mit 75% schon in der Anfangsmast ab 40 kg Lebendgewicht (LG) kein P aus dem Mineralfutter mehr notwendig. Nur noch in der Vormast von 28 bis 40 kg LG werden in Standardrationen noch ganz geringe Mengen an P im Mineralfutter benötigt. Manche Berater empfehlen schon seit geraumer Zeit eine Mast ohne P aus dem Mineralfutter und auch einige Mineralstoff-Futtermittelhersteller haben reagiert und bieten Mineralfutter ganz ohne P an. Für manchen Landwirt mag dies ein Wagnis sein sich darauf einzulassen, aber angesichts der verschärften Auflagen der neuen Düngeverordnung, gerade im Hinblick auf P, sollte man darüber nachdenken.

Tendenz:

Schlachtschwein: weiterhin unveränderte Preise

Ferkelpreise fallen weiter

Bundesweit nimmt das Angebot an Ferkeln weiterhin zu und die Nachfrage ist eher verhalten, da die Mäster auf noch weiter sinkende Ferkelpreise hoffen. Der Preisdruck am Ferkelmarkt bleibt also auch weiterhin bestehen und es ist auch für diese Woche mit zumindest fallenden Preisen zu rechnen.

Tendenz:

Ferkel: weiter nachgebende Preise

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