Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schlachtschweinepreis: teilweise Hauspreise

Am Schlachtschweinemarkt konnten die Überhänge, die sich zum Jahreswechsel aufgestaut hatten bisher nicht abgebaut werden. Hinzu kommt, dass im Januar der Fleischabsatz eher schwach ist und die Teilstückpreise nachgeben.

Der Preisrückgang der VEZG von 1,37 auf 1,34 €/kg SG war einigen, insbesondere größeren, Schlachtbetrieben nicht genug und es wurden Hauspreise von überwiegend nur 1,30 €/kg SG gezahlt. Hinzu kamen noch Abzüge für übergewichtige Schweine wegen deutlich höherer Schlachtgewichte als sonst üblich.

VEZG gestärkt durch neue Melder

Durch eine jüngste Änderung im Agrarmarktstrukturgesetz dürfen nun auch die Viehverwertungsgenossenschaften beratend bei der Preisempfehlung des Vereinigungspreises mitwirken. Vier größere westfälische Genossenschaften mit insgesamt ganzen 3,3 Mio. Schlachtschweinen traten jetzt der VEZG bei. Damit vergrößerte sich die Meldebasis der Vereinigung von bisher 11,6 Mio. Schweinen erheblich. In Westfalen dominieren eher die Genossenschaften, während es in Niedersachsen überwiegend die Erzeugergemeinschaften sind. Jetzt erhält Westfalen eine stärkere Stellung bei der Preisfindung. Durch die höheren Schlachtschweinezahlen kann man jetzt hoffentlich der zeitweisen Hauspreispolitik der größeren Schlachthöfe ein wenig mehr gegenhalten. Kartellrechtlich haben die Schlachthöfe kein Mitspracherecht bei der Preisfindung eines Empfehlungspreises für die Zukunft auch wenn ihre Preissignale indirekt in die Preisfindung mit einfließen. Allein bei den 3 großen Schlachthöfe Tönnies mit 16 Mio., Vion mit 9 Mio. und Westfleisch mit 8 Mio. Schlachtschweinen konzentrieren sich mehr als die Hälfte der deutschen Schweineschlachtungen.

Jeden Mittwoch wird der VEZG-Preis um 14 Uhr bekanntgegeben. Deutschland ist mit Spanien der größte Schweinefleischproduzent Europas und setzt durch seine Preisfindung einen maßgeblichen Einfluss auf die restlichen europäischen Notierungen. Die Veröffentlichung der Ferkelnotierung (Nordwest-Preis) soll zukünftig schon auf Freitag statt am Montag der Folgewoche vorgezogen werden, damit die Ferkel früher abgerechnet werden können.

Tendenz:
Schlachtschwein: erneut schwächere Preise

Ferkelpreis im Sog fallender Mastschweinepreise

Der Ferkelmarkt zeigt sich hingegen recht ausgeglichen, obwohl Nachfrageimpulse ausbleiben. Wahrscheinlich wird der Preisrückgang am Schlachtschweinemarkt auch auf den Ferkelmarkt überschlagen. Viele Marktteilnehmer gehen inzwischen auch hier von schwächeren Preisen aus.

Tendenz:
Ferkel: ebenfalls schwächere Preise

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