Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schlachtschweinepreis: teilweise noch Hauspreise

Hauspreise und eine Reduktion der Schlachtzahlen waren die Reaktion der Schlachthöfe auf die leicht überzogene Preisforderung der VEZG von 1,55 €/kg SG. Der neue Preis von 1,49 €/kg SG wird aber auch noch nicht von allen Schlachthöfen akzeptiert.

Marktführer Tönnies, aber auch das genossenschaftliche Schlachtunternehmen Westfleisch zahlen in dieser Schlachtwoche Hauspreise in Höhe von 1,47 €/kg SG. Westfleisch-Vertragslieferanten erhalten 1,48 €. Andere Schlachtunternehmen akzeptieren das aktuelle Notierungsniveau von 1,49 €.

EU-Schweinepreise: Notierungen entwickeln sich laut der ISN uneinheitlich – Verunsicherung durch Hauspreise in Deutschland. Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich in der vergangenen Schlachtwoche zwiegespalten und die Notierungen der EU-Mitgliedsländer entwickelten sich daher uneinheitlich.

EU-Schweinefleischexporte gesunken

(AMI) – EU-Vermarkter führten im Jahr 2017 weniger Schweinefleisch und deren Nebenerzeugnisse in Drittländer aus als noch im Jahr zuvor. In 2017 wurden insgesamt 3,7 Mio. t Schweinefleisch aus der EU ausgeführt. Gegenüber dem Jahr 2016 entspricht dies einem Minus von 8 %. Mit rund 854.000 t lagen die aus Deutschland an Drittstaaten gelieferten Mengen 17 % unter dem Vorjahr. Dennoch blieb Deutschland der Hauptlieferant vor Spanien und Dänemark. Spanien konnte dank einer aggressiven Exportstrategie an das Volumen vom Vorjahr anknüpfen. Polnische Vermarkter konnten ebenfalls mehr Fleisch in Drittstaaten verkaufen; hier insbesondere gefrorenes Schweinefleisch in die USA und nach Kanada. Ein Hauptgrund für die verringerten EU-Schweinefleischexporte war die durchweg verringerte Nachfrage aus China aufgrund der dort erhöhten Eigenproduktion. Zwar legten die Liefermengen in andere asiatische Staaten wie Japan und Südkorea zu, doch dies konnte den Einbruch bei den Ausfuhren nach China nicht ausgleichen. Auch Deutschland musste bei den Schweinefleischexporten nach China deutliche Rückgänge hinnehmen, die im Jahr 2017 um fast die Hälfte im Vergleich zu 2016 sanken. Für 2018 wird eine moderate Erholung der Ausfuhren nach China prognostiziert.

Tendenz:
Schlachtschwein: schwächere bis stabile Preise

Ferkelpreise: aktuell stabile Marktlage

Von den aktuellen Problemen am Schlachtschweinemarkt bleibt der hessische Ferkelmarkt nicht ganz unverschont. Die vorhandenen Mengen lassen sich zwar weiter absetzen, höhere Preise werden aber nicht mehr akzeptiert. Es wird von unveränderten Preisen ausgegangen.

Tendenz:
Ferkel: stabile Preise