Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schlachtschweinepreis: Vion und Tönnies setzen sich mit Hauspreisen durch

Obwohl der Schlachtschweinemarkt durchaus ausgeglichen ist, können sich die großen Schlachthöfe Tönnies und Vion mit ihren wochenlangen Hauspreisen von 1,42 €/kg SG nun doch durchsetzen. Die VEZG senkte den Preis von 1,45 auf das Hauspreisniveau.

Angeblich bereiten diesen Schlachthöfen schlechtere Fleischgeschäfte und ein verringerter Export nach China Probleme. Schlachthöfe in Süddeutschland hatten hier weniger Probleme und zahlten in der letzten Schlachtwoche flächendeckend 1,45 €/kg SG.

EU-Schweinepreise: Notierungen stabil aber Verunsicherung durch deutsche Preispolitik. Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigte sich in der vergangenen Woche recht stabil. Die Notierungen zeigten in der Mehrheit keine Veränderungen auf.

Unverständnis über Hauspreispolitik

Der deutsche, wie der europäische Schlachtschweinemarkt ist größtenteils ausgeglichen und Schlachtschweine scheinen durchaus geordert zu werden. Auch die Schönwetterlage sollte meinen lassen, dass Grillartikel gefragt sein müssten. Ganz im Gegensatz dazu argumentieren die o.g. Schlachthöfe, dass die Fleischgeschäfte schlecht wären und der Export nach China zu wünschen übrigließe. Weiterhin habe man noch genügend eingelagerte Ware, die jetzt an den Markt abgegeben werden könne. Fatal ist, dass sich in Süddeutschland ein ganz anderer wesentlich positiverer Markt zeigte und zeigt. Hier wurden keine Hauspreise gezahlt und man hielt sich an die abgesprochenen Preisvereinbarungen. Einige Händler machten daher in den letzten Wochen lieber einen Bogen um Vion und Tönnies und lieferten an Schlachthöfe, die keine Hauspreise zahlten. Zudem sei hier angemerkt, dass vor einem Jahr zu dieser Zeit ein um ca. 15% höherer Schweinepreis vorlag. Die Erzeuger sind mehrheitlich frustriert über die Marktmacht, die wenige große Schlachtbetriebe zu haben scheinen indem sie wochenlang nur Hauspreise zahlen.

Tendenz:
Schlachtschwein: stabile Preise

Ferkelpreise: Weiterhin regungslos stabil

Am hessischen Ferkelmarkt tut sich wenig. Die Marktverhältnisse sind fortgesetzt ausgeglichen, während das Ferkelangebot eher unterdurchschnittlich ist. Obwohl sich die Ferkel zügig vermarkten lassen wird mit einer weiterhin stabilen Marktlage gerechnet, zumal in Kürze auch vom Schlachtschweinemarkt keine Impulse kommen dürften.

Tendenz:
Ferkel: stabile Preise