Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schlachtschweinepreise: vorläufiger Höhepunkt erreicht?

Es war relativ ungewöhnlich für den Monat Februar, dass noch über die sonst absatzschwache Faschingszeit der Schweinepreis fünfmal in Folge auf nun 1,50 €/kg SG angestiegen ist. Es war eine relativ außergewöhnliche Preisrallye mit teils großen Preissprüngen.

Nachdem in der letzten Woche noch Schlachtschweine zu deutlich höheren Preise gesucht waren, stehen sich inzwischen Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Grund ist ein zunehmendes Angebot an Schlachtschweinen. Die Schlachtgewichte steigen sogar wieder. Da der Fleischmarkt im gleichen Tempo mitzog, gab es bisher kaum Widerstände bei der Preiserholung. Die Marktlage ist momentan stabil.

EU-Schweinepreise: Preisrallye setzte sich fort – Es gab auch in der vergangenen Woche noch deutliche Notierungsanstiege. Die Preise auf dem europäischen Schlachtschweinemarkt kannten auch in der letzten Woche offenbar nur eine Richtung: nach oben. Optimismus bestimmte weiterhin das Marktgeschehen und die Notierungen für Schlachtschweine setzen daher die Preisrallye weiter fort. Lediglich in Großbritannien und Irland gaben die Preise laut der ISN nach, bzw. verharrten auf dem erreichten Niveau.

EU: Um 2% gestiegener Schweinebestand

Viele Schweinehalter in der EU haben auf die meist guten Preise im vergangenen Jahr reagiert und ihre Bestände wieder aufgestockt. Wie aus vorläufigen Daten des Statistischen Amtes der EU (Eurostat) hervorgeht, wurden in den 26 Mitgliedstaaten, für die bereits Viehzählungsergebnisse vorliegen, zum Zähltermin im November bzw. Dezember 2017 insgesamt 148,4 Mio. Schweine gehalten; das waren fast 3 Mio. Stück oder 2,0 % mehr als bei der vergleichbaren Erhebung 2016. Erstmals seit Jahren hat auch wieder die Sauenpopulation zugenommen; sie wuchs um 167.000 Tiere oder 1,4 % auf gut 12 Mio. Stück, so berichtet Agra-Europe.

Tendenz:
Schlachtschwein: stabile Preise

Ferkelpreise: ziehen weiterhin an

Am hessischen Ferkelmarkt ist das Angebot unterdurchschnittlich und die Nachfrage überwiegend lebhaft. Trotz des angezogenen Preisniveaus lassen sich die Ferkel flott vermarkten. Ein Grund dürfte der Kälteeinbruch sein, der zu einer forcierten Einstallbereitschaft der Mäster führt. Die Ferkelerzeuger erwarten in der weiteren Entwicklung erneut anziehende Preise.

Tendenz:
Ferkel: festere Preise