Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schweinemarkt: ASP als Unsicherheitsfaktor

Angesichts des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien ist die deutsche Schweinebranche verunsichert. Zuverlässige Szenarien können derzeit kaum abgeleitet werden.

Viele Experten sind sich allerdings einig, dass nur ein einziger bestätigter Fall von ASP in Deutschland Milliardenschäden verursachen könnte. Bis zu einem Drittel der deutschen Fleischproduktion geht in den Export. Würde dieser durch Einfuhrstopps zum Erliegen kommen, wäre ein Angebots-überhang die Folge. Im Lichte dieser Unsicherheit stallen die Mäster weniger Tiere ein, was bereits jetzt Auswirkungen auf den Ferkelmarkt hat. Innerhalb von zwei Wochen musste der Nord-West-Preis von 37 auf 32 Euro zurückgenommen werden. Für die 39. KW rechnet die ISN mit einem wei-teren Abschlag von 2-3 Euro.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Abgabebereitschaft der Mäster saisonbedingt noch relativ groß. Das steigende Mengenangebot kann vom Markt bei einem Vereinigungspreis von 1,40 EUR/kg bislang noch gerade aufgenommen werden. Da der Fleischverkauf schleppend verläuft, dürfte der Vereinigungspreis auf dem Niveau aber nicht zu halten sein.

Prognose

Die ASP-Problematik wird den hiesigen Schweinemarkt weiter beschäftigen. Das risikoaverse Verhalten der Mäster dürfte dazu führen, dass noch weniger Tiere eingestallt werden. Am Ferkelmarkt ist mit weiteren Zugeständnissen zu rechnen. Allerdings gibt es auch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Deutsche Schlachter nehmen derzeit keine Schweine aus Belgien an und müssen sich daher mit Tieren aus Deutschland eindecken.

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