Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schweinepreis: Festere Preise durchaus möglich

Die Nachfrage nach Schlachtschweinen ist weiterhin rege, trotz der beiden Feiertage in manchen Bundesländern haben sich fast keine nennenswerten Überhänge aufgebaut.

Insgesamt scheinen das Angebot und die Nachfrage sehr ausgeglichen zu sein bei einer zügigen Vermarktung. Dem Vernehmen nach verlaufen auch die Fleischgeschäfte wieder besser.
EU-Schweinepreise: Überwiegend unveränderte Notierungen – Allgemein wird auf Preisverbesserungen gewartet. Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigte sich in der letzten Schlachtwoche überwiegend ausgeglichen. Nur in Spanien setzte sich der Preisverfall weiter fort, was mit dem Ende der Urlaubssaison zusammenhängt. Mit korrigierten 1,41 €/kg SG liegt Spanien aber immer noch an der Spitze der fünf größten schweinehaltenden Nationen Europas.

Zahl der Schweinehalter 2018 rückläufig

Nicht nur die Schweinebestände, sondern auch die Zahl der schweinhaltenden Betriebe nahm im laufenden Jahr ab. Nach dem Statistischen Bundesamt wurden 26,9 Millionen Schweine zum Stichtag am 03.05.18 in der BRD gehalten, was im Vergleich zum Vorjahr 2,5 % bzw. 680 000 weniger Tiere waren. Starke Rückgänge waren in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen. Rund 64% aller Mastschweine stehen allein in den beiden Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wobei die Dominanz bei den Zuchtsauen hier nicht ganz so hoch ist (48%).
Aktuell ist die Zahl der Sauenschlachtungen mit bisher schon gut 780.000 Tieren ca. 7,5% über dem Vorjahresniveau. Dies ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass insbesondere für Ferkelerzeuger die Preiskrise und die anhaltenden Diskussionen zur Ferkelkastration sowie den ganzen neuen Auflagen zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung kaum noch tragbar sind. Selbst größere Betriebe verabschieden sich inzwischen von der Ferkelerzeugung und dieser Trend könnte noch weiter anhalten, sofern politisch und preistechnisch keine gravierenden Veränderungen absehbar sind.
Mäster haben i.d.R. immer noch die Möglichkeit in Niedrigpreisphasen den Preisdruck der Schlachthöfe teilweise auf die Ferkelerzeuger abzuwälzen. Denn allein ca. 40% der „Direktkosten freien Leistungen“ entfallen bei der Mast auf den Ferkeleinkaufspreis. Der Mäster kann auch mal in Phasen, wo die Mast nicht rentabel ist, den Stall leer stehen lassen. Das kann ein Ferkelerzeuger nicht. Er ist auf eine kontinuierliche Abnahme der Ferkel angewiesen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Preisschwankungen in der Ferkelerzeugung in der Regel auch um ein vielfaches höher als in der Mast sind.

Tendenz Schlachtschwein: zumindest stabile Preise

Ferkelpreis: Scheint weiter anzuziehen

Der Ferkelmarkt zeigt sich wesentlich freundlicher als noch vor einigen Wochen. Die angebotenen Stückzahlen sind nicht übermäßig und treffen auf eine durchaus rege Nachfrage. Insgesamt verläuft die Vermarktung relativ flott. Viele Mäster wollen auch in der kommenden kühleren Jahreszeit die Mastställe gern belegt haben, um ein Auskühlen der Ställe zu vermeiden. Für diese Woche sind durchaus weiterhin leicht steigende Ferkelpreise im Bereich des Möglichen.

Tendenz Ferkel: festere Preise

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