Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schweinepreis: Hauspreise sind kein Thema mehr

Das Angebot an Schlachtschweinen entwickelt sich, im Vergleich zur Vorwoche, rückläufig und die angebotenen Stückzahlen lassen sich fast überall zügig absetzen. Die Lage entspannt sich auch weiterhin dadurch, dass der Fleischbedarf etwas ansteigt. Die Schlachttiere werden zeitnah abgenommen und von Überhängen oder erneuten Hauspreisen ist nicht mehr die Rede.

EU-Schweinepreise: Notierungen uneinheitlich – Hauspreise in Deutschland verunsicherten. Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigte sich in der letzten Schlachtwoche uneinheitlich. Während die Notierungen für Schlachtschweine in einigen EU-Mitgliedsländern stabil ausfielen, gaben sie in anderen Ländern leicht nach.

ASP in Belgien hat Mitschuld an den Ferkeltiefstpreisen

Wie in der letzten Ausgabe bereits berichtet, waren die Ferkelpreise um diese Jahreszeit seit über 5 Jahren nicht so niedrig wie jetzt. Eine Mitschuld daran hat der jüngste ASP-Ausbruch in Belgien. Belgien hat bei Schweinefleisch einen Selbstversorgungsgrad von über 250% und liegt damit weit über dem der BRD mit ca. 120%. Insofern verwundert es nicht, dass Belgien ein Land mit einem starken Ferkelimport ist. Aus Angst vor ASP verzichten aktuell viele belgische Mäster, aber auch Mäster aus den Nachbarsaaten, auf die Einstallung von Ferkeln. Dadurch kommt es in typischen Ferkelexportländern, wie die Niederlande, zu einer massiven Verschiebung der Warenströme und ein Großteil dieser Überschüsse wird versucht in Deutschland abzusetzen, was zu einem noch größeren Angebot führt, welches ohnehin schon nicht gering ausfällt. Die verschiedenen Anbieter versuchen sich jetzt mit absoluten Dumpingpreisen gegenseitig zu unterbieten, nur um den Ferkelabsatz zu gewährleisten. Nur wenn der Mastschweinepreis sich jetzt stabilisieren sollte bzw. steigt, kann dieser ruinierende Trend aufgehalten werden, was auch dringend nötig ist, da sich die Ferkelerzeuger schon seit längerem in den tiefroten Zahlen bewegen.

Tendenz Schlachtschwein: stabile Preise

Ferkelpreis: Kommt bald die langersehnte Bodenbildung?

Am Ferkelmarkt wird aktuell dagegen von einer schleppenden Vermarktung berichtet. Mitschuld daran sind auch sehr preisgünstige Angebote aus dem Spotmarkt. Bevor es zu einer Stabilisierung am Ferkelmarkt kommt ist nochmals mit leicht rückläufigen Preisen zu rechnen. Marktbeobachter gehen jedoch davon aus, dass sich die Situation in den nächsten Wochen entspannt und es zu einer Preisstabilisierung kommt.

Tendenz Ferkel: leicht schwächere Preise

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