Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schweinepreis: momentan ohne Bewegung

Trotz eines recht umfangreichen Angebots an Schlachtschweinen, werden diese zügig von den Schlachthöfen nachgefragt. Insofern zeigen sich Angebot und Nachfrage nach Schlachtschweinen ausgeglichen, obwohl die Anzahl der Schweineschlachtungen schon wieder fast eine Million erreichte.Für die kommenden Wochen wird allerdings mit rückläufigen Mengen an Schlachtschweinen gerechnet, was dem bewegungslosen Schweinepreis Auftrieb verleihen könnte.

EU-Schweinepreise

Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt auch in der laufenden Schlachtwoche weiterhin seitwärts. Dies überraschte jedoch viele Marktteilnehmer, da man aufgrund der regen Nachfrage in Deutschland zunächst von steigenden Preisen ausgegangen war. Doch dann kam es anders, denn Vion verkündete schon vor der VEZG-Preisfeststellung in Deutschland einen unveränderten Auszahlungspreis, wodurch die Luft nach oben rausgenommen wurde.

Schlachtunternehmen unterstützen Jäger bei der ASP-Vorsorge

Die beiden Konzerne Tönnies und Westfleisch kündigten an, insgesamt 10.000 Wildschweine den Jägern in NRW abzunehmen. Man wolle so die Jäger unterstützen, die alles daransetzen, durch höchste Abschussraten die Wildschweinepopulation zu minimieren. Allein die Jäger in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jagdjahr die Rekordmenge von 66.000 Wildschweinen erlegt. Dies führte zu einem immensen Preisverfall bei den Preisen für Wildschweine, wo laut Jagdverband in Normaljahren 3,50 bis 4,50 fürs kg unverarbeitetes Wildschwein gezahlt wird. Die Schlachtunternehmen bekräftigten, dass es in ihrem ureigensten Interesse sei, bei der Eindämmung der Ausbreitung der Schweinepest nach Deutschland mitzuwirken. „Wir wollen den Jägern helfen und das Wildbret abnehmen, um so zu einer Stabilisierung der Preise beizutragen“, erklärte Tönnies-Sprecher André Vielstädte dem Westfalen-Blatt. Die Details werden in den kommenden Wochen in einem Arbeitskreis beraten, in dem Vertreter der Fleischkonzerne, des Landesjagdverbandes und des NRW-Umweltministeriums sitzen. Die Gespräche sind unter anderem nötig, weil die Zerlegung der Wildschweine im laufenden Schweineschlachtbetrieb nicht möglich sei.

Tendenz Schlachtschwein: zumindest stabile Preise

Ferkelpreis: steigt kontinuierlich in kleinen Schritten

Der saisonale Aufschwung bei den Ferkelnotierungen setzt sich fort. Die Nachfrage steigt, sodass sich für alle Partien zügig ein Abnehmer findet. Der Preisaufschwung wird allerdings durch die niedrigen Schlachterlöse noch ausgebremst. Im weiteren Verlauf dürften die Ferkelnotierungen aber anziehen.

Tendenz Ferkel: festere Preise

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