Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schweinepreis: vorerst weiterhin unverändert?

Schlachtschweine werden weiterhin seitens der Schlachthöfe geordert, doch das Angebot an Schlachttieren ist inzwischen größer geworden. Dies ist wohl der Hauptgrund, dass die „Rote Seite“ noch keinen Spielraum für höhere Preise sieht, auch wenn sich im Zuge des Vorweihnachtsgeschäfts der Fleischabsatz erfreulich entwickelt.

Die Schlachtgewichte sind zudem angestiegen, da wohl so manch ein Mäster, in Erwartung höherer Preise, den Verkauf verzögert hat.

EU-Schweinepreise: Notierungen uneinheitlich – Allgemeines Warten auf einen Preisanstieg. Der europäische Schlachtschweinemarkt präsentierte sich in der letzten Schlachtwoche uneinheitlich. In der Mitte und im Norden Europas zeigten sich die Notierungen überwiegend unverändert, während der Süden eher zur Schwäche neigte. Positive Impulse wurden allerdings auch beobachtet.

Einheitliche Fleischkennzeichnung im Gespräch

Die unterschiedlichen Supermarktketten haben derzeit kein einheitliches „Tierwohl-Label“, welches die Fleischherkunft eindeutig kennzeichnet. Bei z.B. Lidl ist die Stufe 1 = Stallhaltung, Stufe 2 = Stallhaltung plus (plus = mehr Platz und Beschäftigungsmaterial), Stufe 3 = Aussenklimastall und Stufe 4 = Bio. Lidl hatte als erster im Februar 2018 dieses Kennzeichnungssystem eingeführt. Noch im August 2018 führte Aldi einen ähnlichen Haltungskompass ein, damit der Verbraucher schnell erkennen kann, wie das Tier gehalten wurde. Kaufland, Netto und Penny haben ähnliche Label-System. Alle schlossen sich weitestgehend dem „Lidl-System“ an, jedoch gibt es derzeit noch leichte Unterschiede und kein einheitliches System. Dies führt zur Verwirrung des Verbrauchers. Inzwischen zeigen sich die Diskounter gesprächsbereit ein branchenweit einheitliches Kennzeichnungssystem der Haltungsformen bei Schwein, Rind und Huhn zu führen, was zu mehr Transparenz führen soll.

Laut der Süddeutschen Zeitung will Aldi auch die Herstellung seiner Produkte anpassen: Bis 2019 soll ungefähr die Hälfte der Eigenmarken-Frischfleischprodukte mindestens auf die Stufe zwei umgestellt werden. Damit übt der Discounter Druck auf die großen Schlachthöfe, wie Tönnies, Westfleisch oder Vion aus, zur Verbesserung der Tierhaltung auf der Erzeugerstufe beizutragen.

Die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) arbeitet zusätzlich an einem staatlichen Tierwohllabel, dass frühestens 2020 eingeführt werden könnte.

Tendenz Schlachtschwein: zumindest stabile Preise

Ferkelpreis: zieht weiter an

Am Ferkelmarkt sieht es im Vergleich zum Schlachtschweinemarkt etwas freundlicher aus. Die Nachfrage seitens der Mäster ist anziehend und das Angebot an Ferkeln eher leicht unterdurchschnittlich. Die Ferkelnotierungen dürften daher auch vorerst weiterhin leicht anziehen. In Hessen hatten die Feiertage keinen Einfluss auf die Ferkelvermarktung, da es hier gar keine gab.

Tendenz Ferkel: festere Preise

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