Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schweinepreis: wie eingefroren

Der Schlachtschweinemarkt ist nun schon seit Wochen absolut bewegungslos. Es scheint so, als ob der Preis bei 1,36 €/kg SG eingefroren ist.

Das Angebot pro Woche ist weiterhin hoch, über der Marke von einer Million. Die Nachfrage ist gleichzeitig aber auch zügig, da das Weihnachtsgeschäft bereits auf Hochtouren läuft. In den vorherigen Jahren gab dies dem Schweinepreis regelmäßig einen Aufschwung, doch dieses Jahr scheint die „Rote Seite“ von Preiserhöhungen nichts hören zu wollen.

EU-Schweinepreise: Die EU-Schweinemärkte zeigen ebenfalls überwiegend keine Bewegung. Auch hier scheinen die Erzeuger vergebens auf positive weihnachtliche Impulse zu warten.

Neues zur Ferkelkastration

Der Deutsche Bundestag hat mit klarer Mehrheit der zweijährigen Fristverlängerung zur betäubungslosen Kastration zugestimmt. Dazu wurde ein detaillierter Entschließungsantrag mit klaren Vorgaben, Zielen und Zeitvorgaben beschlossen. Besonders der Entschließungsantrag macht Hoffnung und bringt endlich Perspektive für alle Schweinehalter, weil er ein echtes Gesamtkonzept abbildet. Mit dem Antrag wird die Bundesregierung nicht nur aufgefordert, die alternativen Verfahren zur betäubungslosen Ferkelkastration auf deren Praxisreife zu überprüfen und mit klaren Meilensteinen konsequent auf die Lösung hinzuarbeiten. Weiterhin wurde nun endlich vom BvL das Betäubungsgas Isofluran für die Ferkelkastration zugelassen. Ministerin Klöckner kündigte eine Verordnung zur Anwendung durch den Landwirt an, was als sehr positiv zu werten ist, da Isofluran nach aktuellem deutschen Recht bisher nur durch Veterinärmediziner verabreicht werden durfte. Diese Vorgehensweise wäre möglicherweise schwer durchführbar, da es dafür einerseits an genügend Tierärzten fehlt und zum anderen dann die Kastration viel zu teuer würde.

Tendenz Schlachtschwein: zumindest stabile Preise

Ferkelpreis: steigt weiterhin stetig

Ganz im Gegensatz zum Schweinepreis steigt der Ferkelmarkt ständig in kleinen Schritten. Der Aufschwung wird etwas gebremst durch den stagnierenden Schweinemarkt. Das Angebot ist durchschnittlich und wird flott nachgefragt, da die Einstallbereitschaft der Mäster weiterhin als gut zu bezeichnen ist. Diese freundliche Tendenz könnte vorläufig anhalten.

Tendenz Ferkel: festere Preise

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