Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Unverständnis bei den Erzeugern über den aktuellen Schlachtschweinepreis

Die Erzeuger äußern ihr Unverständnis über den aktuellen, für diese Jahreszeit zu niedrigen Schweinepreis.

Über die Maifeiertage haben sich keine Überhänge am Schlachtschweinemarkt aufgebaut, es herrscht schönstes Grillwetter und Schlachtschweine sind am Markt gesucht. Es scheint so zu sein ob einzig und allein die beiden großen Schlachthöfe Vion und Tönnies mit Hauspreisdrohungen den Markt bestimmen könnten. Sie verweisen auf weiterhin schlechte Fleisch- und Export. Letzterer sei bei Ihnen regelrecht eingebrochen.

EU-Schweinepreise: Die Notierungen zeigen sich uneinheitlich. Der Druck der beiden großen deutschen Schlachthöfe, Vion und Tönnies, überträgt sich sogar auf den europäischen Markt. Während in der Vorwoche in Mitteleuropa die Notierungen spürbar nachgaben, konnten sich im Norden und Süden die Preise tendenziell halten.

Auch über die Schweinefütterung lässt sich der Antibiotikaverbrauch reduzieren

Auch das ätherische Öl von Oregano hilft bei FerkeldurchfällenDer überwiegende Anteil der antibiotischen Behandlungen in der Schweinehaltung erfolgt nach VISSE (2014) in der Ferkelaufzucht. Deshalb steht diese zunächst im Mittelpunkt der Betrachtung.

Größtes Problem sind bei den Ferkeln sicherlich die immer wiederkehrenden Absetzdurchfälle, die i.d.R. antibiotisch behandelt werden. Hier kann versucht werden, über verschiedene Fütterungsmaßnahmen und nicht nichtantibiotischer Futterzusätze dem Einsatz von Antibiotika entgegenwirken:

  1. über erhöhte Zinkgehalte im Futter bis hin zu den futtermittelrechtlich erlaubten 150 mg/kg Futter bei 88% TM, wobei auch die chemische Zinkzusammensetzung bzw. die Bioverfügbarkeit von Bedeutung ist (z.B. Zinkoxid, Zinksulfat Zinkchelate oder ionisches Zink). Es ist aber von Nachteil für die Umwelt, da Zink ein Schwermetall ist.
  2. über Diätfutter
  3. mit ätherischen Ölen, wie z.B. Oregano oder Thymianöl
  4. mit Futtersäuren, insbesondere Benzoesäure oder Säurekombiprodukten
  5. mit Probiotika (z.B. Milchsäurebakterien und Hefen)
  6. mit Präbiotika (unverdauliche Kohlenhydrate)
  7. mit mittelkettigen Fettsäuern
  8. mit Isozymen, welche natürlich auftretende, antimikrobiell wirkende Enzyme sind.
  9. durch erhöhte Rohfasergehalte im Futter
  10. mit antimikrobiellen Peptiden wie „Plectasin“
  11. mit Huminsäuren (auch im Ferkeltorf vorhanden), die einen vielfältigen Nutzen mit Schwerpunkt auf die Magen-Darm-Gesundheit haben.

Die positive Wirkung der genannten Maßnahmen auf die Leistung sowie den Gesundheitsstatus der Tiere ist überwiegend wissenschaftlich belegt.

Tendenz:
Schlachtschwein: stabile bis leicht festere Preise

Ferkelpreise stabilisieren sich

Der Hessische Ferkelmarkt scheint wieder in die Waage zu kommen. Das Angebot ist durchschnittlich und die Nachfrage ebenfalls. Die Vermarktung ist sogar zügig. Von daher wird zunächst mit einer Stabilisierung des Ferkelpreises auf dem erreichten Niveau gerechnet.

Tendenz:
Ferkel: stabile Preise