Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Weizen: Bäume wachsen nicht in den Himmel

Die Weizenvorräte werden in dieser Saison wieder schrumpfen. Die Versorgungslage ist bei einem Lagerbestand von 259 Mio. t. aber gesichert und nicht mit dem Krisenjahr 2007 vergleichbar. Folglich dürfen wir auch keine Preise wie in 2007/08 erwarten.

Nachdem der Weizen noch im Juli mit einem Kursfeuerwerk überraschte, deutet sich nun eine Phase der Konsolidierung an. Bereits zu Beginn des laufenden Monats verbuchte der Fronttermin bis zum 14.8.2018 Verluste in Höhe von 12 EUR/t. In den darauf folgenden Tagen konnte der Weizen wieder Boden gut machen, als die Meldung herauskam, Russland müsse seinen Weizenexport in dieser Saison auf 30 Mio. t reduzieren. Schließlich geriet der Kurs jedoch abermals unter Druck. Mit einem Kursniveau von 205 EUR/t ist der Weizen in Paris derzeit zwar immer noch 53,50 EUR/t teurer als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Höchststand von 216 EUR/t am 07. August steht nun aber bereits ein Minus von 11 EUR/t.

Lagerbestände schrumpfen wieder

Betrachten wir die Fundamentaldaten, so scheinen höhere Weizenkurse in dieser Saison durchaus gerechtfertigt. Schwache Ernten in der EU und Schwarzmeerregion führen dazu, dass die Vorräte bei den Hauptexporteuren immerhin um 19 Mio. auf 61 Mio. t schrumpfen. Damit lagern in den Silos weltweit aber immer noch 259 Mio. t. Der zweithöchste Lagerbestand seit den Aufzeichnungen.

Keine Zustände wie im Krisenjahr 2007

Zum Vergleich: im Krisenjahr 2007/08 betrug der globale Lagerbestand gerade einmal 121 Mio. t. Das resultierende Verhältnis von Lagerbeständen zu Verbrauch 19%. Ein Kursniveau von 280 EUR/t in der Spitze war damals sicher gerechtfertigt. Aber zum jetzigen Zeitpunkt sind die Risikoprämien bei einem Stock-to-Use-Ratio von 35% nach oben gedeckelt. Die Kursverluste an der Matif und Chicago kommen daher kaum überraschend. Indikatoren wie der RSI deuteten bereits seit einiger Zeit darauf hin, dass der Markt überkauft ist und eine Kurslücke entsteht. Vorerst sollten die Weizenkurse aber nun ihren Boden gefunden haben.

Grafik Weizenkurs

Wichtige Hinweise

Die Inhalte dieses Artikels stammen aus Informationsquellen, die wir als vertrauenswürdig und zuverlässig erachten. Dessen ungeachtet können wir keine Gewähr oder Verantwortung für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Dieser Artikel dient alleine Informationszwecken. Die von uns gemachten Aussagen und getroffenen Einschätzungen stellen unverbindliche Werturteile für einen bestimmten Zeitpunkt dar. Das unternehmerische Risiko beim Einkauf und der Vermarktung tragen Sie selbst.

Impressum

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
Kölnische Str. 48-50
34117 Kassel

Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 213 079 671

+49 561 7299-0
 +49 561 7299-220
 https://www.llh.hessen.de

Technische Umsetzung

Fachgebiet Informationstechnik

Telefon                 +49 561 7299-280
E-Mail                   informationstechnik@llh.hessen.de

Durch die weitere Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen