Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Milchmarkt: Brexit als Unsicherheitsfaktor

Ungeachtet eines stabilen Ausblicks für den Milchmarkt in 2019 dürfen die Risiken des Brexits nicht übersehen werden, denn die Handelsströme könnten sich verschieben.

Laut den Berechnungen der Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) bewegte sich das Rohmilchaufkommen in der 10. KW etwa 0,8 % unter Vorjahreslinie. Damit wurden 612.000 t Rohmilch erfasst (Vj. 617.000 t). Beobachter hatten angesichts des Dürresommers 2018 und der limitierten Futtervorräte mit einem deutlicheren Minus gerechnet. Diese Prognosen sind in der Form bislang aber nicht eingetreten.

Wertschöpfung besser als im Vorjahr

Die gehandelte Menge an Formbutter (250 g) ist entsprechend der Jahreszeit als gewöhnlich, die Nachfrage nach Blockbutter hingegen als rege einzustufen. Nachdem die Preise lange Zeit auf der Stelle traten, stehen nun wieder neue Verhandlungen mit dem LEH an. Wie die Süddeutsche Butter- und Käsebörse e.V. berichtet, sei fraglich, ob die 4 Euro-Marke gehalten werden kann. Die Preise für Magermilchpulver und Vollmilchpulver geben infolge der Preisrücknahmen für Flüssigrohstoffe etwas nach. Im Ergebnis konnte die positive Preisentwicklung beim Magermilchpulver in den vergangenen Monaten Verluste bei der Butter z.T. wieder ausgleichen. Nach Zugewinnen in den Monaten Dezember und Januar musste der Kieler Rohstoffwert im Februar dennoch leichte Notizverluste hinnehmen. Mit 32,1 Cent/kg ab Hof waren die finanziellen Verwertungsmöglichkeiten immerhin um knapp 5 Cent/kg besser als noch im Vorjahr (27,3 Cent/kg).

Erzeugerpreise bei 34,37 Cent/kg

Die Erzeugerpreise in Hessen bewegen sich aktuell auf einem Niveau von 34,37 Cent/kg. Bundesweit gaben die Preise laut AMI im Monat Februar leicht um 0,14 auf 33,68 Cent/kg nach. Im Preisvergleich rangiert Friesland Campina ganz oben mit einem mittleren Auszahlungspreis von 36,57 Cent/kg. Den letzten Platz belegt DMK mit 31,90 Cent/kg. Die Stimmung in der Milchbranche sei besser als erwartet, resümierte jüngst der Milchindustrie-Verband (MIV). Dabei dürften die Risiken des Brexits jedoch nicht übersehen werden, da den Importbedarf Großbritanniens an Milchprodukten zukünftig Neuseeland und die USA decken könnten.

Milchpreisentwicklung Hessen
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