Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Schlachtrinderpreise im Aufwind – Kälberkurse sinken

Bei der Rinder-Geschlachtetnotierung der Länder: Baden-Württemberg / Hessen / Rheinland-Pfalz blieben die Kurse in der 35. Kalenderwoche für Rindfleisch stabil.

Marktlage

Nicht nur bei Jungbullen konnten höhere Erzeugerpreise erzielt werden, auch die Kurse für weibliche Tiere zogen kräftig an. Seit Mai zogen die Kurse für die Färsen Kategorie R3 um 14 Cent/kg SG an. Der höchste Wert seit Jahren!
Sowohl Jungbullen als auch weibliche Schlachtrinder sind knapp, das zeigt sich auch in den festen Schlachtrinderpreisen. Wurde im letzten Jahr noch 3,73 Euro/kg SG für Färsen R3 gezahlt liegt der Kurs in diesem Jahr bei 3,73 Euro. Die Abgabe-bereitschaft aus der Landwirtschaft ist gering. Färsen werden – bei anziehenden Michpreisen – nicht zur Schlachtung gegeben.

Geschlachtetnotierung Färsen R 3; Baden-Württemberg / Hessen / Rheinland-Pfalz 2016 bis heute; Quelle: RP Gießen; Stand: 06.09.2017

Nutzkälber

Am Kälbermarkt steigt das Angebot an Nutzkälbern deutlich. Die Einstallbereitschaft der Mäster ist gering, da dass die Kurse weiter nachgeben. Auch für gute Qualitäten wurden teilweise die Preise gesenkt. Die Preisspanne vergrößerte sich gegenüber der Vorwoche.

Tendenzen:

Schlachtrindermarkt: Das hohe Preisniveau wird auch für die Aktuelle Woche er-wartet. Die geringe Schlachtmenge bewirkt, dass die Auszahlungspreise konstant bleiben.
Kälber: Die Marktbeteiligten sehen in der aktuellen Woche keinen Spielraum für steigende Kurse, im Gegenteil es werden weiter schwächere Preise erwartet.