Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Unternehmensführung

Hinweise zu Getreidestroh und Nährstoffwert

Die Nachfrage für qualitativ hochwertiges Stroh ist oft gegeben, so dass sich für den einen oder anderen Betrieb ein interessanter Nebenerlös erzielen lässt. Ob Stroh in jedem Betrieb verkauft werden kann bzw. sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine Beurteilung kann nur betriebsindividuell erfolgen.

Zu den Gesichtspunkten gehören unter anderem die Humusbilanz sowie die abgefahrenen Nährstoffe.

Richtwerte Nährstoffgehalt Stroh

Die folgenden Richtwerte sollen den Nährstoffgehalt (Stickstoff, Phosphor, Kali, Magnesium) von Stroh aufzeigen. Es handelt sich dabei um Durchschnittswerte.

  • Weizen: 5 kg/t N, 3 kg/t P205, 14 kg/t K20, 2 kg/t Mg0
  • Gerste, Hafer, Triticale: 5 kg/t N, 3 kg/t P205, 17 kg/t K20, 2 kg/t Mg0
  • Roggen: 5 kg/t N, 3 kg/t P205, 20 kg/t K20, 2 kg/t Mg0

Ausgangsbasis ist das Korn-Strohverhältnis

  • Weizen 1:0,8; Wi.-Gerste 1:0,7: Roggen 1:0,9; Triticale 1:0,9; Braugerste 1:0,7
  • Hafer 1:1,1

Bei Winterweizen liegt das Korn-Stroh-Verhältnis z.B. bei 1:0,8. Dies bedeutet, dass bei 80 dt/ha Weizenkornertrag 64 dt/ha Stroh anfallen. Dabei sind Korrekturen bei Lang- bzw. Kurzstrohsorten vorzunehmen. Nimmt man den Nährstoffwert von 1,70 €/dt  (nur P,K,Mg), hat ein Hektar Weizenstroh einen Gegenwert von rund 108 Euro (reiner Nährstoffwert).

Geldwertrechner

Den Geldwert von Ernteresten können Sie unter folgendem Link berechnen: Geldwertrechner